Monate: Januar 2012

Süßer Sonntag

Sonntagssüß. Will heißen, dass viele, viele deutsche Bloggerinnen (welch seltsames Wort) backen. Ich habe den Teig zwar schon am Samstag gemacht, aber am Sonntag gebacken und vor allem gegessen – was ja auch qualifiziert. Auf diesem Blog (der alles vereint, nämlich tolle Rezepte, schöne Fotos und eine heitere Sprache) habe ich schon länger ein Rezept für ein cinnamon sugar pull-apart-bread entdeckt. Ein Kuchen der so heißt und so aussieht – das verspricht nur Gutes. Und so war es. Ganz leicht zu machen, den Teig einen Tag ruhen lassen und am Sonntag die Wohnung voller Zimtgeruch. Außerdem schmecken Speisen, die mit Händen zu verzehren sind, gleich nochmals besser. So wird es gemacht (leicht abgewandelt): Teig 3 Tassen Mehl 1/4 Tasse braunen Zucker 1 Päckchen Trockenhefe  1/2 Teelöffel Salz  50 Gramm Butter  1/3 Tasse Milch  1/4 Tasse Wasser  2 Eier  1 Päckchen Vanillezucker Füllung 1 Tasse brauner Zucker 2 Teelöffel Zimt 1/2 Teelöffel Muskatnuss 100 Gramm Butter In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Hefe und Salz vermischen. Die Eier in einer separaten Schale aufschlagen. In einem Topf die Milch …

gekauft

Dem neuen und perfekten Mülleimer bin ich schon ein ganzes Stück näher gekommen. In einem meiner Lieblings-E-Mags habe ich ihn nämlich entdeckt. Also quasi eine Vorkaufbestätigung erhalten. Den süßen Hund nehme ich gleich dazu.  

*Wünsche

1*   2*   3*   4*   5* Ein Kleid, das Teestundenkleid heißt, kann nur Gutes heißen. Weingläser in der Hand fühlen sich gut an, auch wenn der gute Herr Knigge etwas anderes sagt. Das gleiche ich dafür mit Stoffservietten aus, die aus jedem Fertiggericht ein Festessen machen. Cantuccinini zum Wein und in der Hand das neuste Buch von Zeruya Shalev. Das gute Leben kann beginnen.

Lernlust

Geschafft. Monatelang gelernt für diesen einen Tag, diese drei Stunden. Jeden Abend und am Wochenende. Und jetzt ist es einfach vorbei. Unwiderruflich. Hätte besser laufen können oder schlechter. Eingetreten ist heute die Leere danach. Weil ich nie weiter gedacht habe als Klausur und Seminarwoche. Aber kaum ist es vorbei, da packt mich wieder die Lust am Lernen. Hört sich so strebsam an. Dabei war ich in der Schule nicht gut. Versetzungsgefährdet jahrelang wegen Latein und Mathe. Ich habe den Sinn nicht gesehen im reinen Auswendiglernen und wusste schlicht und einfach nicht, wie das geht, das Lernen. Aber irgendwann in der Oberstufe hat es mich gepackt.  Die Neugier. Die neuen Welten, die sich eröffnen. Das Gefühl, dass sich im Kopf eine Tür öffnet und der Blick frei wird auf einen neuen Raum. So vieles, was auf einmal Sinn macht, wenn man die Zusammenhänge, die Hintergründe, das große Ganze betrachtet. Auf der Fahrt nach Hause in einer Zeitschrift gelesen über den Erkenntnistyp, der immer Neues will, ein abwechslungsreiches Leben, weiterkommen, der oft einen Zickzacklebenslauf hat, viele Interessen …

Klunker

Abgesehen von meinem Ehering und unauffälligen Ohrringen trage ich keinen Schmuck. Eher alles schlicht. Diese  Kette hat es mir trotzdem angetan. Wegen der Farbe, weil sie so nach Sommer schreit oder vielleicht weil sie einfach das Gegenteil von zurückhaltend ist. Klunker, Klunker. Manchmal ist das genau das richtige.

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Gibt es ein schöneres Gefühl, als ins kalte Bett zu kriechen und dann an den Füssen auf die wohlig-warme Wärmflasche zu treffen. Kuschelige Wärme auf dem Bauch. Einfach so, weil es sich gut anfühlt, ruhig macht. Egal wie blöde der Tage – mit Wärmflasche klingt er gut aus.

von wem ich schwärme, wenn ich nach Büchern gefragt werde

Haruki Murakami ist einer der wundervollsten Autoren, die ich kenne. Er schafft Fantasiewelten, wie es kein zweiter kann. Fantasiewelten, die gleichzeitig düster, tiefgründig und bewegend sind. Diese Art Bücher, bei denen sich der nur-noch-eine-Seite-dann-schlafe-ich-Sog einstellt. Sein Buch Schlaf ist mir lange nachgegangen und die schönen Illustrationen lassen mich nicht los. Gefährliche Geliebte ist wenige fantasievoll, aber die Sprache, die nimmt einen gefangen. So klar und rein. Dieses, dieses oder jenes kann ich ebenfalls empfehlen. Murakami – er macht das Leben reicher.

Schokolade in Höchstform

Der Hunger nach Süßem war groß. Nach Schokoladenkeksen, die ganz zart, leicht bitter, weich schmecken mit einem Hauch Meersalz. Hier ein Rezept gefunden, abgewandelt und entstanden sind phänomenale Schokoladenkekse, die ihresgleichen suchen. So geht es: * 3 Tassen Puderzucker* 2/3 Tasse Kakao* 1 Prise Salz* 4 Eier (nur das Eiweiß)* 1 Tafel Zartbitterschokolade* etwas Meersalz   Den Puderzucker und Kakao gemeinsam in eine Schüssel sieben. Langsam und nach und nach das Eiweiß unterheben und so lange rühren, bis eine zähe, aber flüssige Masse entsteht. Die Tafel Schokolade in Stücke brechen und unterheben. Den Teig auf dem Backblech verteilen und mit dem Meersalz bestreuen. Bei 170 C* zehn Minuten backen. Auskühlen lassen.  Genießen.Noch einen. Und noch einen. Und nur noch einen. Dann einen allerletzten. Den wirklich allerallerletzten….   

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Nach einem langen Tag durch Regen, Kälte und Schneematsche nach Hause kommen und wissen, dass dort eine schöne Zeitschrift auf einen wartet. Sich aufs Sofa setzen, in schönen Bildern und Wohnwelten schwelgen und alles ist gut.