Monate: Februar 2012

schön abtauchen mit Kinfolk

Kinfolk Magazin. Ist ein Independent-Magazin aus den USA und ich habe gestern mein eigenes Exemplar im Briefkasten gefunden. Wunderschön. Foodszenen, die unglaublich fotografiert sind. Poetische Texte und durch das ganze Heft zieht sich eine ganz eigene Sprache und Schönheit. Lesen oder auch nur blättern oder einfach die Bilder ansehen, eintauchen und darin versinken. Das ist ein Lesen, das Gänsehaut macht. Und ein wenig Hunger und Lust auf Kuchen.

Die Kunst des Kundera

Beliebte Frage: Welches sind deine drei Lieblingsbücher? Je nach Jahr, Stimmung, Tageszeit sind das andere. Aber eines, das nenne ich immer. Alleine weil der Titel so schön ist und alles sagt: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Ich weiß gar nicht, wie oft ich es schon gelesen habe. Und wann ich mich zum ersten Mal in Kunderas Sprache verliebte. Gerade habe ich „Die Kunst des Romans“ beendet, in dem er ein wenig in seine Kunst blicken lässt, die er wie kein zweiter beherrscht. Wie lebensweise, wie klug, wie ehrlich und aufrichtig. Wie da Sätze stehen, in denen so viel mehr steckt, die alles ausdrücken, was ich so manches Mal nur schwer in Worte fassen kann. Eine Kostprobe? Ein Kundera-Zitat für alle Schwangeren, Patentanten, Mütter und solche, die es noch werden wollen. „Ein Kind zu haben, bedeutet absolute Zustimmung zum Menschen. Habe ich ein Kind, ist es, als sagte ich: ich bin geboren worden, habe das Leben gekostet und festgestellt, es ist so gut, daß es verdient, wiederholt zu werden. „ Kann man es besser sagen? Ich …

picobello

Ein Satz, der mich diese Woche begleiten soll. Wenn interessiert schon Bügelwäsche, dreckiges Geschirr, Staub auf den Bücherregalen, wenn gebacken, gelesen und so vieles mehr gemacht werden kann?

Glücksraum

Häuslich bin ich manchmal. War ich am Wochenende. 3 Räume sind der maximale Bewegungsspielraum. Vom Bett, zum Sofa in die Küche und der gleichen Reihenfolge wieder zurück. Der Gang zum Zeitungsstand schon eine halbe Weltreise. So eingeschlossen ist schön manchmal. Da kann die Welt draussen bleiben, soll sie sich doch alleine drehen. Ich lümmle glückselig herum in meinem Mini-Kosmos. Das 82 qm Glück so groß sein können.  

Moelleux – mon dieu

Ein Feiersonntag. Nichts Besonderes. Einfach nur ein schöner Tag. Viel Zeit, die mir alleine gehört. Das will gefeiert sein. Mit einem Moelleux au chocolat mit gerösteten Pinienkernen. Sonntagssüß wird ein Jahr. Darauf viel Schokolade. Das Rezept habe ich von meiner Mutter. Er ist herrlich schokoladig und nichts für Kalorienzähler. Man röste 150 gr. gehackte Pinienkerne. Stelle sie beiseite. 200 gr. Schokolade mit 200 gr. Butter schmelzen. 5 Eier trennen. Die Eigelb mit 1 Esslöffel Zucker und 1/2 Teelöffel Zimt schaumig schlagen. Unter die geschmolzene Schokolade rühren. Zum Schluss die gerösteten, gehackten Pinienkerne dazugeben. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Dann nach und nach 170 gr. Zucker hinzugeben. Die Eischnee-Zucker-Masse unter die Schokoladen-Pinienkern-Eimasse heben. In den Backofen und bei 180 C für 30 Minuten backen. Ein paar geröstete Mandeln drauf. Und fertig. Und jetzt feiern. Das einjährige. Den Sonntag. Das Leben.

Grundlos

Einfach so ist am besten. Ohne Grund. Überraschend. Einfach weil ich mag. Mögen mag ich diese Tasche 1, weil ich mit ihr nichts falsch machen kann. Bücher, Wasserflaschen, Schokolade – alles Lebensnotwendige und Überlebenswichtige passt da rein. Diese Kerze 2 heißt „birthday fear“ und wäre ein einfach so-Geschenk für nette Menschen, die Geburtstag haben und über sich selbst lachen können. Einen formidablen Namen hat auch jene Tasse 3. Sie heißt „Clown“ und sieht aus, als käme sie direkt von Alice aus dem Wunderland. Einfach so, weil der Titel herrlich ist:  „A perfectly kept house is the sign of a misspent life“. Dieses Buch 4 ist einfach so für alle, die die cleanen Wohnzimmerwelten aus Magazinen lieben, aber eben Kinder, Haustiere, Kunst und vielerlei Zeugs besitzen. All diejenigen, sei auch dies hier ans Herz gelegt, um sich königlich zu amüsieren. Ein Sommer ohne diese gelbe Hose 5 ist einfach so schlicht undenkbar. Wasserfilter sind eine prima Sache, leider aber meist auch sehr unansehnlich. Jene 5 hier aber sehen einfach so gut aus, filtern prima und  machen  das Münchner Kalkwasser Ostfriesentee-tauglich. Einfach so. Ohne Grund. …

Bilderreise und Kopfkino

Ich fotografiere gerne.  Durch den Sucher der Kamera sieht die Welt ganz anders aus. Das ist ein anderer Blick, den ich dann habe. Schärfer. Genauer. Mehr auf Details gerichtet. Auf das Besondere im Alltäglichen. Ein Auge, das mich aufmerksam macht und mir bewusst macht, dass jeder Lebensmoment großes Kino ist. Ob ich so dies gehört hätte? Bei den großen Momenten im Leben frage ich mich immer aber auch, ob ich sie nicht auch anders festhalten kann. Ob das Klicken den großen Moment reduziert auf ein einzelnes Bild, ob das Festhalten-Wollen schon ein Verlieren ist. Habe festgestellt, dass es für mich ein Multiplizieren ist. Ein Klick und ich habe für immer ein Lesezeichen, das ich aufschlagen kann. Ich muss nur einmal auf ein Bild blicken und schon ist das Gefühl wieder da. Wie das Stockholm-Gefühl vom letzen Sommer, an das ich heute denken musste. Ein Blick und es ist als, ob die Füße wieder im Wasser hängen, als ob die Welt wieder ruhig ist, still steht. Die endlos langen Schifffahrten, die so gut taten. Weil es so …

(Kurz-)Aufbruch

Ist es der Frühling, der in der Luft liegt? Die Leichtigkeit? Nicht mehr die dickste aller Jacken samt Schal und Mütze, sondern schon etwas weniger verpackt. Da packt mich die Lust aufs Packen. Aufs Verreisen. Aufs Ausbrechen. Nur für kurz. Drei oder vier Tage andere Luft, neue Eindrücke, eintauchen in eine andere Welt. Das sind meine aktuellen Favoriten. Istambul muss großartig sein. Budapest und Lissabon auch. Berlin ist sowieso immer auf meiner Liste, weil so anders als mein liebes, behäbig-kleines München. Kopenhagen will ich sehen, weil ich seit einem Stockholm-Sommer-Urlaub ein Nordisch-Fan bin. Amsterdam hatte ich gar nicht im Visier, bis ich diesen Post gelesen habe und nun so neugierig bin, zu welchen Gefühlsregungen- und wallungen mich die Stad hinreissen lässt.

TGIF

Nicht immer, aber manchmal. Bei offiziellen Sachen, Kundenterminen, großen Präsentationen. Immer wieder erstaunt darüber, wie Ober- und Unterteil aus gleichem Stoff mir eine Uniform geben, die mich so ganz anders wirken lässt. Nicht nur ein Anzug, den ich anziehe. Manchmal ein Schutz, der mir Sicherheit gibt. Eine Verkleidung ist es nicht. Nur eine andere Seite, eine andere Facette von mir. 1 I 2 I 3 I 4 I 5 I 6

gestapelte Stapel

Einen Bücherturm nennen wir schon unser eigen. Nebem dem studentischen Billy-Regal, das jetzt in den Flur gewandert ist, schmückt nun ein schöner, schlichter Bücherstapel das Wohnzimmer. Sieht fast aus wie ein Kunstwerk und kurzzeitig hatte ich sogar die Bücher darin nach Farben sortiert. Im Laufe des letzten halben Jahres wuchs nebem dem freiwilligen Stapelarrangement ein unfreiwilliger. Der bei weitem nicht so schön aussieht. Kommt auf die Einkaufsliste für nächsten Monat. Freiwillig.

Der kleine Unterschied

Es gibt eine Diskrepanz zwischen Kleidern, die mir in Zeitschriften, Katalogen oder an anderen Menschen gefallen und denen, die ich wirklich kaufe. Die Realität läuft meist auf die achte klassisch dunkle Chino hinaus. Wobei das Stück, das wirklich alles hat und das man jahrelang tragen kann, sich auch rar macht. Aber alles ist gut. Denn an dieser schönen Frau sieht man, dass ein einziges Armband genügt, um einen vom „nichts Besonderes“ ins „wow“-Lager zu katapultieren. Ein Grund den Kleiderschrank, um weitere Basics aufzuwerten. Und sich auf die Suche zu machen nach kleinen Unterschieden. 1 / 2 / 3 / 4