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Bilderreise und Kopfkino

Ich fotografiere gerne.  Durch den Sucher der Kamera sieht die Welt ganz anders aus. Das ist ein anderer Blick, den ich dann habe. Schärfer. Genauer. Mehr auf Details gerichtet. Auf das Besondere im Alltäglichen. Ein Auge, das mich aufmerksam macht und mir bewusst macht, dass jeder Lebensmoment großes Kino ist. Ob ich so dies gehört hätte?


Bei den großen Momenten im Leben frage ich mich immer aber auch, ob ich sie nicht auch anders festhalten kann.
Ob das Klicken den großen Moment reduziert auf ein einzelnes Bild, ob das Festhalten-Wollen schon ein Verlieren ist.
Habe festgestellt, dass es für mich ein Multiplizieren ist.
Ein Klick und ich habe für immer ein Lesezeichen, das ich aufschlagen kann. Ich muss nur einmal auf ein Bild blicken und schon ist das Gefühl wieder da. Wie das Stockholm-Gefühl vom letzen Sommer, an das ich heute denken musste. Ein Blick und es ist als, ob die Füße wieder im Wasser hängen, als ob die Welt wieder ruhig ist, still steht. Die endlos langen Schifffahrten, die so gut taten. Weil es so einschläfernd war, weil mein Kopf zur Ruhe kam, die Gedanken von Minute zu Minute langsamer wurden. Diese ganz unwirkliche Sommerstimmung.
Nur ein Bild und das Kopfkino startet.
Den Eintrittspreis des kurzen Klicks zahle ich gerne.

2 Kommentare

  1. doris sagt

    Kopfkino ist ein sehr schöner ausdruck für erinnerungen,,,

  2. gerade stockholm flug gebucht..fotografieren..ich fühle mich deinen worten so ähnlich – 🙂

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