Monate: April 2012

Ehrliche Muttergefühle

Ehrlichkeit. Ich mag Ehrlichkeit. Sagen wie es ist, nicht alles in rosa gehüllt, sondern das ganze Farbspektrum, keine verherrlichten Lebensmodelle, sondern die Tatsache, das alles Vor- und Nachteile, gute und schlechte, schöne und nicht so schöne Seiten hat. Deswegen mochte ich dieses Buch von ihr so sehr. Und lustig, lustig ist es auch noch.

Projekt Wohnzimmer

Als fleißige Leserin von Wohnzeitschriften und Design-Büchern habe ich eine sehr klare Vorstellung von der perfekten Wohnung. Meine jetzige ist perfekt in vielerlei Hinsicht. Vielleicht ist es der Frühling, aber gerade fällt mir so vieles auf, dass ich noch angehen möchte. Darauf hin erst einmal eine Liste gemacht. Hamburger Offenheit heißt wohl das, was wir zelebrieren. Manchmal möchte ich aber doch gerne für mich sein. Deshalb stehen Jalousien [1] auf der Liste. Die immer noch vorläufige Müllsammlungskonstruktion soll ersetzt werden durch diesen formschönen Mülleimer [2], der auch noch auf den Namen „Pushboy“ hört. Auf die Fensterbänke bitte etwas Dekoratives mit Stil [3] und diesen Stuhl [4] freistehend so platzieren, dass ich ihn jeden Tag sehen und mich daran erfreuen kann. An einem weißen Smeg-Kühlschrank [5], der in unserer Küchenecke frei steht, würde ich mich ebenfalls täglich erfreuen. Ein neuer Spiegel [6] sollte her und eines, fernen Tages wird auch das Barcelona Daybed [7] Einzug halten. Jetzt, da die Liste steht, ist schon die Hälfte geschafft.

Pesto, Pesto

Es war Zeit für Pesto. Am Samstag auf dem Markt gekauft, inspiriert von hier und dort – einfach mit Gefühl gemischt. Aus Ermangelung an Pinienkernen, Walnüsse genommen. Mit Haselnüssen funktioniert es wohl auch. Eine unglaubliche Farbe, vielseitig einsetzbar, schnell fertig. Gestern unter die Pasta, abends aufs Brot und heute morgen einen Schuss ins Frühstücksomelett. Tomate ist als nächstes an der Reihe. Nicht lange zögern. Ran ans Pesto.

Es lebe Hoch

Ein Hoch auf Freitage, verlängerte Wochenenden, Pistazieneis, laue Frühlingsluft, wolkenlose Himmel, Weißwein, geöffnete Fenster, das erste Mal Flip-Flops tragen im Jahr und das Leben im allgemeinen und speziellen.

Fragen, die der Freitag stellt

Dein Urlaub dieses Jahr? „Wo gehn wir denn hin? Immer nach Hause.“ Ein Reiseziel steht noch nicht. Flexible Wochenend-Reisende sind wir. Zuletzt waren es Bozen und Meran für drei kurze Tage. Unbedingt möchte ich in diesem Jahr mal wieder nach London, endlich mal nach Lissabon, Istambul, New York bitte zur Weihnachtszeit, Italien geht immer, Sizilien bitte auch. Vielleicht mal wieder ein Road-Trip? Vorfreude ist etwas Schönes. Dein Parfum? Voyage von Hermès. Ein Experiment. Und ich bin mir immer noch unsicher. Entdeckt über die klassische Zeitschriftenprobe. In der U-Bahn sitzend dann immer wieder am Handgelenk geschnüffelt und zu Hause gegoogelt. Die Parfümbeschreibung, die war es, die mich zum Schluss überzeugt hat. Ein Duft, „der das Reisegefühl einfangen soll, ein Zuspruch an die Kühnheit, die in jedem von uns steckt. Die Aufforderung zu gehen und zu entdecken, zu vertrauen und fragen. Ein mutiger und mutmachender Duft.“ Da konnte ich nicht Nein sagen. Das Experiment läuft jetzt schon eine Woche und ich glaube ich bleibe ihm treu. Was tut dir gerade gut? Nichtstun. Dasitzen und nichts tun. Stillhalten. Deine …

just do it

Denk ich mir manchmal. Weniger denken, mehr machen. Nicht vorher so lange grübeln, abwägen, Vor- und Nachteile gegenüberstellen – einfach tun, etwas wagen. Und zwar so schnell, dass sich mein innerer Angsthase erst gar nicht regen kann. Ins kalte Wasser springen. Mit Anlauf. Mach ich jetzt einfach.

Wahllose Wünsche

Wasserflasche ist nicht gleich Wasserflasche. [1] Diese hier sieht sehr gut aus und filtert, reinigt wohl auch noch gleichzeitig. Für alle Großbritanien-Liebhaber [2] der passende Wandschmuck. Und Dosen, die gar nicht wie Dosen aussehen [3]. Alles nicht nötig, aber schön anzusehen.

Um Haaresbreite

Haare haben eine enorme Macht. Sie können ein ganzes Outfit ruinieren, besitzen ein Eigenleben und sitzen nur selten so, wie sie sollten. Sie zu ändern, ist eine Lebensaufgabe. Im wundervollen Blogger-Land habe ich letzt von einer Methode gelesen, die Locken im Schlaf macht. Das hört sich an, wie 10 Kilo über Nacht verlieren, aber ausprobieren wollte ich es mal. Ich darf berichten: Es funktioniert. Hier gibt es die ausführliche und bebilderte Anleitung. Auch gut daran: Ich mag die Frisur, die eigentlich nur zum Lockig-machen dient auch so. Hat etwas Dänisches. Und ich wieder die Macht zurück. Zumindest über die Haare. Zeitweise.

Zwischenzeit

Die erste und die letzte Stunde des Tages. Das sind mir die liebsten. Das zwischendrin ist auch gut, aber nichts im Vergleich zu den Minuten, die mir ganz alleine gehören, in denen noch alles offen oder alles schon getan ist.

Geschenkte Kekse

Zweite Ladung in der Küchenpost. Tartelettes. Bonne Maman hat nicht nur gute Marmelade in sehr hübschen Gläsern, sondern auch Tartelettes mit Schokolade und Karamell, die einfach köstlich schmecken, was ich sonst von gekauften Keksen selten sagen kann. Bei der Internetrecherche nach den grandiosen Keksen ist mir übrigens aufgefallen, dass den Briten ein sagenhaftes Bonne Maman Sortiment zur Verfügung steht, das ich in hiesigen Supermärkten noch nie gesehen habe. Für die Küchenpost habe ich sie selbst gemacht. Creme de caramel au beurre de selle geht sehr leicht. Der schönste aller Food-Blogs zeigt wie. Heraus kommt eine Creme, die fest und sich einfach auf klassische Mürbeteigtartelletes streichen lässt. Oder aufs Brot, Toast, Baguette. Die Möglichkeiten sind endlos. Alternativ erhälst Du die Creme auch, indem Du eine Dose süße Kondensmilch für mindestens zwei Stunden in kochendem Wasser vor sich hinbrodeln lässt. Dann auskühlen lassen, öffnen und Meeressalz untermischen. Zum Schluss nur noch mit einer Schokoladenganache aus geschmolzener Schokolade und Sahne bestreichen, abkühlen lassen und nochmals mit Fleur de Sel bestreuen. Wer braucht da noch gekaufte Kekse?

Kugeln zum Niederknien

Es gibt Kombinationen, die haben es in sich. Baileys, Kokos und weiße Schokolade – das ist so eine. Bei Katharina hatte ich vor längerem ein Rezept entdeckt, das alle drei beinhaltet. Sehr zu empfehlen. Nicht zum letzten Mal gemacht. Das ideale Mitbringsel. Dafür 75g Löffelbisquits im Mixer zu feinem Pulver zermahlen und anschließend mit 2 Esslöffeln Baileys vermischen. Danach 150g weiße Schokolade mit einem großen Schuß Sahne über dem Wasserbad schmelzen lassen. Anschließend in die Löffelbisquit-Baileys-Mischung geben, gut durchrühren und im Kühlschrank für gut zwei Stunden kühlen. Zum Schluss aus der Masse kleine Kugeln formen und in Kokosstreusseln wenden. Verschenken oder selbst essen.