Monate: Mai 2012

Geschmacksanalyse

Wohngeschmäcker sind verschieden. Zu Besuch bei meinen Eltern. Ich mag, wie sich ihr Stil so konsequent durch die Räume zieht. Ein roter Faden, der immer wieder aufgegriffen wird. Da werden Möbelklassiker mit Familiengeschichte verbunden. Man sieht den Zimmern an, dass die Kinder längst ausgezogen sind. Es ist ein erwachsenes Haus, dennoch einladend, voller Geschichten und immer im Wandel. Einzelne Erinnerungsstücke, ein guter Ort. Er passt zu denen, die dort drin wohnen. Und das sollte doch die Essenz von Wohnen sein. Geschmäcker sind unterschiedlich, aber wenn Mensch und Wohnung, Mensch und Kleidung zueinander passen, wenn es stimmig ist, dann ist es richtig. Für jeden Geschmack.

Übers feststecken und auflösen

Ich stecke fest. Gedankliche Einbahnstraße. Kein vor, kein zurück. Höchstens im Kreis. Das dann in Dauerschleife. Aber es gibt für alles eine Lösung. Normalerweise heißt sie für mich schlafen. Hinlegen, abdriften ins Land der Träume und aufgewacht mit neuem Blick die Welt betrachten. Musik hilft auch. Aber natürlich gibt es auch eine App. Und ja, es funktioniert. Konzentriert fragt mich das hübsche, schlanke iPad was denn genau das Problem ist. Und nach fünf Mal hartnäckigem Fragen, siehe da, der Knoten ist geplatzt. Dann noch kurz hinlegen und Musik hören und ich bin für alle Wirbelstürme des Lebens gewappnet. Eine weitere Alternative: Einfach den richtigen Knopf drücken.

Lesefreude

Vorfreude. Auf Reisen, auf schöne Erlebnisse und aktuell auf eine Bücherlieferung. Ich hatte es schon lange nicht mehr. Diese Lust auf ein Buch. Ein Buch, von dem ich mir erhoffe, dass es mich fesselt, dass es mich um den Schlaf bringt, dass sich dieses nur-noch-eine-Seite-lesen-auch-wenn-ich-so-furchtbar-müde-bin-Gefühl einstellt. Javier Marias habe ich über das Spanische kennengelernt. Und seine Sprache fesselt mich. Die spanische Sprache ist mittlerweile verschüttet in meinem Gehirn, aber die Liebe für die spanischen Autoren ist geblieben.

Liebe zum Detail

Was mein zu Hause zu einem zu Hause macht. Das nach Farbe sortierte Bücherregal, denn welch besseres Gliederungssystem gibt es? Ich mag das Unfertige. Ein improvisierter Beistelltisch und mein neuer Lieblingsstuhl natürlich, auf dem es sich viel besser lernt und liest. Zumindest gefühlt.

Träumen von Brooklyn

Wenn ich mir Lieblingswohnorte aussuchen könnte. New York wäre dabei. Ein Brownstone in Brooklyn. Im Sommer auf den Stufen sitzend. So wie diese Dame. Wenn ich dann noch einen Wunsch frei hätte, wäre es dieses Appartement. Ruhig, klar, modern – trotzdem wohnlich. Die Wohnung von Lena Corwin wird übrigens auch gezeigt. Bis es soweit ist, träume ich mit diesem Buch.

Gut kombiniert: Schokolade und Fleur de Sel

Sie hatten es mir angetan. Und um langsam den Weg zurück in die Backlandschaft zu finden, sind Kekse der beste Einstieg. Schnell gemacht, etwas Geduld und ein sehr ansehnliches Ergebnis. Schokolade und Fleur de Sel eine großartige Kombination, nicht zu hart, schön weich-zäh. Ja, sie verdienen ihren Titel als beste Chocolate Chip Cookies. Du brauchst: 110 gr. Butter 1/2 Tasse Muscovado Zucker 1/4 Tasse brauner Rohrzucker 1 Teelöffel Vanillezucker 1 Ei 230 gr. Mehl 1/2 Teelöffel Fleur de Sel 1/4 Teelöffel Backpulver 170 gr. Schokoladen-Chips Zuerst Butter und die dreierlei Zucker vermischen. Das Ei hinzufügen. In einer kleinen Schüssel das Mehl, Sazl und Backpulver vermischen und anschließend zur Zucker-Ei-Mischung geben und gut mischen. Zum Schluss die Schokoladen-Chips unterrühren und den Teig auf Backpapier zu einer Rolle walken. Dann für eine Stunde in den Kühlschrank legen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Aus der Teigrolle Scheiben schneiden, nochmals mit Fleur de Sel bestreuen und im Backofen für 12 Minuten backen. Fertig.