Monate: Juli 2012

Schwarzwälder Kirschsüß

  Neu ist manches Mal nur Altes frisch zusammengestellt. Besser interpretiert. Dort etwas weggelassen, hier etwas hinzugefügt. Daran musst ich denken, als ich ihn zum ersten Mal sah. Ein ganz klarer Favorit für die Kuchen-wunsch-Backliste. Die dunklen Farben, die Kirsche und mächtige Schokolade. Die Bauhaus-Variante der Schwarzwälder Kirschtorte quasi. Reduziert auf das Wesentliche. Die Kirsche auf dem Kuchen. Schwarzwälder Kirschkuchen – eine Neuinterpretation (Mowie Kay) 2 Packungen Oreo-Kekse 100 gr. Butter 200 gr. dunkle Schokolade 200 gr. Sahne Kirschen Die Oreo-Kekse ohne Füllung zerkleinern und die flüßige Butter hinzufügen, vermischen und auf die Tarte-Form geben. Andrücken und einen Rand formen. Anschließend im Kühlschrank fest werden lassen. Derweil die Schokolade mit der Sahne schmelzen. Auf den erkalteten Keksboden geben, Kirschen drauf. Abkühlen und fertig. Gerne mit Sahne.

Schönheit

Ein schönes Land, in dem wir hier leben. Nicola hat es ebenfalls eingefangen und sogar mit Tönen hinterlegt. Ebenfalls schön und ein Grund an die Schönheit und das Gute der Menschheit zu glauben, habe ich dort entdeckt.

Grünzeugs

  Ich war skeptisch. Aber es schmeckt gut. Die Theorie dahinter, ist dass die Affenernährung aus Gemüse plus Obst bestand. Mehr Gemüse als Obst. Und immer gut kauen. Also für die Menschen in den Mixer geben. Heraus kommt ein Getränk, das grüner nicht sein könnte und gesünder wahrscheinlich auch nicht. Denke ich mir zumindest.

Kunstexpertise

Ich bin kein Kunstexperte. Und glaube, dass dies ein Vorteil ist. Ich kann durch die Ausstellung gehen und einfach abwarten, was mich berührt. Muss nicht analysieren, sondern kann mich einfach drauf einlassen. Diese Installation in all ihre Schlichtheit, hat es mir besonders angetan. Ein weißer Raum und in Dauerschleife erklingt ein Lied: „Till i get it right, so i´ll just keep on.“ Immer wieder und immer wieder. Eine bessere Metapher auf das Leben, auf mein Lebensmotto gibt es nicht. Jeden Tag immer wieder versuchen das Beste zu geben, immer wieder. Es nicht hinbekommen und weitermachen. In Endlosschleife. Oder ein Kasten voller Kompost von Claire Pentecost, Lautsprecher daneben und auf einmal kann ich Regenwürmer schmatzen hören. Ein so schönes Geräusch, von etwas, an dem ich sonst immer vorübergehe. Noch vorsichtiger laufe ich seitdem um die Kriechtiere herum, wenn sie mir morgens beim Joggen begegnen. Und neu erwacht ist die Gewissheit, dass ich von soviel Schönheit umgeben bin. Die einzige Aufgabe ist es, sich ihrer bewusst zu werden. Oder das Sanatorium von Pedro Reyes, das in Therapiesitzungen von urbanen …

reich belohnt

  Meine Liebe für Süßes ist groß. Sehr groß. Ich betrachte das auch als eine Ansage als Leben. Jeder Tag soll einen Höhepunkt haben. Etwas Schönes, worauf ich mich freue – das hebe ich mir auf. Manchmal ein Kaffee im Lieblingsladen, ein Buch, das zu Hause auf mich wartet, die warme Badewanne oder Backen. Eine Belohnung am Tag muss sein. Seit ich diesen Kuchen gesehen habe, wusste ich, der muss sein. Ich habe ihn mir lange aufgespart. Das Rezept hing am Kühlschrank und wartete auf mich. Verhieß Großes. Ich wurde reich belohnt. Rezept (leicht abgewandelt) nach Linda Lomelino 200 gr. Oreos und 50 gr. Butter im Mixer zerkleinern. Die Masse in eine kleine, mit Backpapier augelegte Springform geben und kühlen. 300 gr. Frischkäse, 250 gr. Ricotta, 150 gr. Zucker cremig schlagen. Zitronenschale und etwas Vanillezucker dazugeben. 400 gr. Sahne schlagen und unterheben. Die Hälfte der Mischung auf den Oreo-Boden geben und für 4 Stunden im Eisfach kühlen. 100 gr. Himbeeren und 100 gr. Blaubeeren im Mixer zerkleinern und unter die restliche Crememasse heben und anschließend …

wertvoll

  Noch so voller Eindrücke kehre ich zurück in den Alltag. Habe intensiv geträumt wie lange nicht mehr. Auf der Suche nach Worten, um zu beschreiben, was es macht und warum jeder hingehen sollte. Selbst oder vor allem diejenigen, die nichts mit Kunst zu tun haben, sich nicht als Experten bezeichnen. Mit einem offenen Herzen und Blick ist die documenta wie ein Spaziergang zurück in die Kindheit. Einfach betrachten und schauen, was es mit einem macht. Berührt werden. Lernen Kleinigkeiten zu sehen und zu hören – mit allen Sinnen – wie schmatzende Regenwürmer. Reicher zurückzukehren, weil der Blick und die Achtsamkeit der Welt gegenüber bleibt.

Anais hat es gesagt

„Weißt Du, es ist immer so. Jeder Mensch hält den anderen für verrückt, weil er nicht sucht oder glaubt, was der andere sucht oder glaubt.“ „Ich sehe voraus, dass ein allgemein akzeptiertes Unglück, das verheiratete Paare heimsucht, nicht eintrifft: Wir werden der Monotonie entkommen.“ Anais Nin