Monate: April 2013

Montagsmögen

Jeden Montag (oder auch mal Dienstag), zwei Dinge, die ich mag. Ankommen, innehalten und noch dem Erlebtem nachhängen [1], um gleich darauf schon von neuen Abenteuern zu träumen [2]. Mag ich immer und werde ich immer mögen: Schönheit in sich und anderen sehen.

aufgetaucht

Zurück. Und alles so neu. So intensiv. Noch nie haben Äpfel so süß geschmeckt, Kaffeebohnen so kräftig gerochen. Das erste Mal Fasten. Noch im Zug hatte ich mir überlegt, ob das eine gute Idee war von mir. Wo ich mich doch glücklich backen kann, Kochbücher lese wie andere Krimis, manches Museum für einen ausländischen Supermarkt links liegen lassen würde und mich schon am Nachmittag darauf freue, abends ein neues Rezept ausprobieren zu können. Es war eine gute Idee. Eine sehr gute sogar. Nicht nur, weil Fasten mehr ist als nicht Essen. Verzicht ist Freiheit, hatte mir jemand gesagt. Und dass, wenn der Körper kein Essen mehr verdaut, er am Inneren nagt. Und so war es. Manchmal braucht es Abstand, um das Nahe wieder zu schätzen. Wie neu entdeckte alte Lieblingslieder, die nach zu vielen Repeats ganz unten auf die Playlist gesunken sind. Wie die Sommerkleider, die sich neu anfühlen, weil sie den Winter im Keller verbracht haben. Wie gemütlich sich die eigene Wohnung präsentiert, wenn man länger unterwegs war. Es ist wie beim Schwimmen. Diese …

verzichtet

So vieles wollte ich noch tun. Unbedingt Danke sagen. So richtig. Weil mich so viel Schönes, Treffendes überrascht hat in den letzten Wochen. Und so Gutes sich angekündigt hat, lang Ersehntes könnte wahr werden. Aber die Worte fehlen noch. Sie werden kommen. Nach einer Woche Entzug. Ich verzichte. Und wenn ich schon dabei bin auch gleich aufs Essen. Das wollte ich schon immer mal machen, aber es blieb bei den Vorsätzen oder zaghaften Versuchen, die ich nach zwei Tagen abgebrochen habe. Jetzt, am anderen und wahrscheinlich abgelegentsten Ende der Republik, wird es getan. Eine Woche lang. Eine, auf die ich mich so freue. Bis bald.

gewünscht

Mein neues Lieblings-Jeanshemd [1]. Noch nicht mein, aber eines Tages vielleicht: Ein drahtiger Eames [2] oder gerne auch ein Bertoia. Hemdblusenkleider. Alleine das Wort ruft nach Sommer, ein Kleid überwerfen, an der Isar in der Sonne liegen. In himmelblau geht das besonders schön [3].

entschleunigt

Viel zu schnell gelebt, viel zu viel reingepackt. Und dann fünf Stunden im Zug sitzen. Ein Buch von Anfang bis Ende lesen, Musik hören und immer wieder einfach nur aus dem Fenster sehen. Die Gedanken treiben lassen, wie die Landschaft vorbeizieht. Notizen machen, Kalender studieren und wissen, dass die Reise eine gute ist. Nicht nur die fünfstündige.

getroffen

Da stellt mir einer eine Frage, die so genau den Kern trifft, dass ich die Antwort schuldig bleibe: Was willst Du also – außer besser zu werden in Dingen, die Du schon gut kannst?

entschlossen

„Commitment ist wichtig. Wenn du dir ein langfristiges Ziel gesetzt hast, hast du dich auf den Weg begeben. Ohne Commitment läufst du Gefahr, jeden einzelnen Schritt des Weges zu hinterfragen. Stell dich mit Überzeugung hinter das intensive Trainingsprogramm. Gestatte dir nicht, spontan zu entscheiden, ob du an einem Training teilnimmst oder nicht oder ob du die nächste Trainingseinheit auf die leichte Schulter nimmst. Es hat keinen Sinn, entscheiden zu müssen, ob du jeden einzelnen Schritt einer Reise machen willst, für die du dich bereits entschieden hast.“ aus: Bahnen ziehen

gelebtes Wohnen

Fremde Wohnungen sind so spannend. Frauen, die etwas gewagt haben, ihren eigenen Weg folgen, sind spannend. Beides zu zeigen ist eine gute Idee. Dieses Buch tut es. Was ich mag, nicht jeder Wohnstil ist meiner, aber immer passt er. Passt er zu den Leben, derjenigen, die gezeigt werden. Manchmal betrete ich Räume und merke ich fühle mich nicht wohl, es fühlt sich nicht echt an. Zuviel vom bekannten Möbelhaus, zu viel darauf geachtet, den gängigen Geschmackskategorien zu entsprechen, gefallen zu wollen, zu wenig Persönlichkeit, die doch einen Lebensraum erst ausmacht.