Monate: September 2013

Herr der Lage

„Wenn man nicht wäre, wie man nun einmal ist, innerlich zerrissen, gespalten in Gefühl und Verstand, ein Wesen, das immer auf der Suche ist, nie findet, immer sich sehnt nach der Ferne, nie ankommt für immer. Man bleibt gekettet an die Bühne, die die Welt ist, und niemand entkommt den Rollen, die das Leben selbst anzubieten hat. Und es macht ja auch Freude, dies Spiel, solange man es einigermaßen durchschaut und Herr ist über die Maskerade seines Ichs. Angreifbar ist an in den Momenten der Schwäche.“ aus: Ingeborg Bachmann und Max Frisch von Ingeborg Gleichauf

alles in einem zuviel auf einmal

Über Ingeborg Bachmann: “ Fragil sei sie, ziemlich unsicher, schüchtern und doch auch ganz schön kokett, und ihre Augen würden weiß Gott wohin schauen. Und überhaupt sei sie eine perfekte Mischung aus energiegeladen und zögernd, mädchenhaft unbeholfen und damenhaft selbstsicher, und vor allem auch sehr elegant.“ aus: Ingeborg Bachmann und Max Frisch von Ingeborg Gleichauf

Schnelles für in der Früh

Normalerweise besteht mein Frühstück aus einem Espresso oder zwei. Mehr gibt es nicht morgens. Aber diese Frühstücksmüsliriegel eingepackt schmecken erstens gut zum Kaffee oder sind schnell eingepackt für die Fahrt ins Büro. Frühstücksriegel von hier und eigentlich von dort 160 gramm Kakaobutter 120 grmm Amaranth 2 Teelöffel Vanille 80 gramm gehackte, geröstete Mandeln 80 gramm Trockenpflaumen 80 gramm Aprikosen 120 gramm Agavendicksaft 100 gramm Mandelmus 20 gramm Kakao 1 Teelöffel Zimt 1 Prise Salz Kakaobutter bei kleiner Hitze schmelzen und mit den anderen Zutaten vermischen. Eine große Auflaufform  mit Backpapier auslegen, die Masse darauf verteilen, glattstreichen, fest andrücken und dann im Kühlschrank für zwei Stunden kühlen. In Streifen schneiden. Einpacken. Essen.

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Photografien von Van Vincent und das Kopflose besonders [1]. Dieses Dirndl [2], kopflos. Reine Herzenssache. Versteht keiner, der nicht seine Heimat im Süden gefunden hat und es übersteigt mein Budget bei weitem, aber schön ist es trotzdem. Für Kopf und Herz und die Norddeutschen: Eine Liedentdeckung dank Ti.

neue Ecken

Was ich mag an der neuen Wohnung: Der Blick aus dem Fenster, von dem ich mir sage, dass es so etwas von Pariser Hinterhofflair hat. Das viele Grün auf der anderen Seite. Die kleinen Fenster in den alten Türen. Der Balkon, auf dem Pflanzen vertrocknen dürfen. Wie das Licht am Morgen in die Küche fällt und auf dem Dielenboden Streifen zieht. Und diese kleine Einlassung in der Küche. Völlig sinnlos auf den ersten Blick, aber für Kochbücher könnte es keinen schöneren Platz geben.

schnell gemacht, schnell wieder weg

Whisey Trüffel. So kleine Happen so für zwischendrin. Whiskey-Kugeln von hier 1 1/2 Tassen Haferkekse 1 Tasse Pekannüsse 1/2 Tasse Puderzucker und noch ein wenig mehr fürs Puderzucker-Wälzen 1/4 Tasse Whiskey 2 Teelöffel Kakao 2 Teelöffel Honig Alles in den Mixer. Die Masse danach für zwei Stunden in den Kühlschrank. Dann Kugeln formen und in Puderzucker wälzen. Es muss an der Tatsache liegen, dass es nur so kleine Happen sind, dass sie so schnell weg sind.

Garderobenherbstbedarf

Die Garderobe hätte gerne Neuzugänge. Diese Jeans {1} beispielsweise zusammen mit einer Lederjacke {2} oder dem Trenchcoat {3}. Streifenshirts sind immer gut und nie zu viel {4}. Einen Paillettenrock {5}, weil mir dies so gut gefällt.

süßer und warmer Einstand

Das erste, das allererste Essen, das man in einer neuen Küche kocht, das muss etwas Besonderes sein. Ich musste nicht lange überlegen. Die Arbeitsplatte war noch nicht fertig geölt, da hatte ich schon die Süßkartoffeln geschnitten für den wärmsten, Seele-weich-machenden Salat der Welt. Warmer Süßkartoffel-Feigen-Ziegenkäse-Salat von Ottolenghi aus Jerusalem * 4 Süßkartoffeln * 5 Esslöffel Olivenöl * 400 ml Balsamicoessig * 20 gr. brauner Zucker * 12 Frühlingszwiebeln * 1 rote Chilischote * 6 frische Feigen * 150 gr. Ziegenkäse * etwas Fleur de Sel und frischer Pfeffer Die Süßkartoffeln in Spalten schneiden, mit Olivenöl begießen, Salz und Pfeffer dazugeben. Schön wenden und dann auf einem Backblech bei 240 Grad für zwanzig Minuten rösten bis sie weich sind. In der Zwischenzeit den Balsamicoessig mit dem Zucker aufkochen, die Hitze verringern und drei Minuten köcheln lassen bis ein dickflüssiger, honigartiger Sirup entsteht. Sie wird beim Auskühlen noch fester in der Konsistenz. Die Frühlingszwiebeln mit Olivenöl anbraten, Chilischote dazugeben. Zusammen mit den Süßkartoffeln, den aufgeschnittenen Feigen, den angebratenen Zwiebeln anrichten und mit dem Balsamicosirup beträufeln. Lauwarm. Tut der …