Monate: September 2014

Auf die ganz entspannte Art

150 Pistazien pro Tag senken die Stressreaktion des Gefäßsystems. Das liegt an den Anitoxidanzien und den Phystosterinen. Für die Gefäße etwas zu tun, kann nicht schaden. Aber so 150 Pistazien sind eine Ansage. Mit diesem Kuchen gelingt das ganz leicht, quasi nebenbei und das ist doch immer die beste Art, die Dinge anzugehen. Entspannter Kuchen [inspiriert von hier] * 2 Tassen gemahlene Mandeln * 1 1/2 Tassen Pistazien (das sind bestimmt so 150) * 1 Tasse brauner Zucker, am besten Muscovado * 1 Teelöffel gemahlener Kardamon * 1 Teelöffel frisch abgeriebene Zitronenschale * 2 Eier * 5 Eiweiß * 1 Prise Meersalz Die Pistazien mahlen und mit den gemischten Mandeln vermischen. Zucker, Kardamon und Salz hinzugeben. Die zwei Eier hinzugeben und den Zitronenabrieb. Das Eiweiß steif schlagen und unter die feste Pistazien-Mandel-Mischung heben, so dass sie leichter und luftiger werden. Wer will, kann ein wenig mit grüner Lebensmittelfarbe nachhelfen. Den Ofen auf 160 Grad vorheizen, die Form fetten und den Teig einfüllen. Für 1 1/4 Stunden backen, bis er schön knusprig und braun wird. Auskühlen und mit Zuckerguss überziehen und ein …

mit ganzer Leidenschaft

Es sein ein männliches Buch, hat mir jemand gesagt. Es ist ein direktes, ein leidenschaftliches, ein intensives würde ich sagen. Eines, dass diesem Gefühl in jungen Jahren, wenn der Kopf ganz wenig bis gar nichts zu sagen hat, weil Gefühle und Hormone gänzlich das Steuer übernommen haben, näher kommt, als sonst irgendetwas. Und ein trauriges, weil auch die intensivste Leidenschaft nicht ewig trägt und nicht für immer über Ungleichheit hingewegtäuschen kann. Ein Spiel und ein Zeitvertreib gilt als der erfolgreichste Roman von Salter. Das heißt nicht immer etwas. Hier schon.

Lebenslauf

„Was Marie-Anne angeht, sie lebt jetzt in Troyes oder hat dort gelebt. Sie ist verheiratet. Wahrscheinlich hat sie Kinder. Sie gehen sonntags spazieren, das Sonnenlicht fällt auf sie. Sie besuchen Freunde, reden, gehen abends nach Hause, tief in dem Leben, das, wie wir alle finden, so ungemein ersehnenswert ist.“ aus:Ein Spiel und ein Zeitvertreib von James Salter

Arbeitsort

In den letzten Monaten, habe ich hier viel Zeit verbracht. Die späten Abend- und die ganz frühen Morgenstunden, die normalerweise so gar nichts für mich sind. Die Nächte durchgearbeitet. Wenn das so ist, dann sollte es wenigstens ein Ort sein, der gut ist, der einem gut tut, an den man gerne zurückkehrt. Was mir hilft: Ich neige zum Zweifeln, zum Zaudern, zum Hadern und zum Prokrastinieren sowieso. Da ist es gut, immer wieder daran erinnert zu werden, dass Aufgeben keine Option ist und dass das Glück und Erfolg einem nicht zufliegen. Ein kurzer Blick nach rechts genügt bei mir. Der sagt mir immer wieder, worauf es ankommt. Und weil ich einen Hauch zum Selbstmitleid tendiere, gerne auch in etwas rauherem Ton. Lakritze stets in Reichweite zu haben, hilft ebenfalls sehr. Weil Post sortieren und alle Routineaufgaben meines nicht sind, sind sie wenigstens hübsch drapiert: In einer alten Stechkartenbox aus der Firma meines Vaters. Von dem ich so vieles gelernt und mitgenommen habe: Das Rastlose, die Ideen, den Drang es nochmals besser zu machen, das Neugierige. Außerdem …

Verspätetes Montagsmögen

Verspätet, aber sonst jeden Montag: Zwei, die ich mag. Betty Halbreich, weil sie zeitlos ist, weil sie immer ihren Weg gegangen ist. Und weil ich dieses Cover unglaublich finde.[1] Und dann mag ich noch diese Loafer [2], die alles haben, was ein Schuh so braucht. Sie sind spitz und elegant und flach und zeitlos.

Auf der Suche

Das ist sehr schwer zu erklären. Diese Unzufriedenheit, die an einem nagt. Dieses Gefühl, dass es noch nicht ganz ist, dass noch etwas fehlt. Alle sagen, warum? Geht doch. Aber es geht nicht um geht doch, es geht um gut, um richtig gut. Um den entscheidenden Millimeter mehr oder weniger, um die Prise Anis, um das Wort, dass das einzig und alleinig richtige ist. Nicht das schon hundert Mal Gesehene. Sondern eine neue Note, eine neue Sicht auf die Dinge. Mit der die Welt auf einmal nicht mehr so ist wie sie vorher war. Schwer zu erklären. Auf der Suche nach dem perfekten Knäckebrot. Dieses ist hier ist ziemlich nahe dran. Crackers aux grains de carvi et pomme [aus Meine französische Küche] * 200 Gramm Roggenmehl * 3 Gramm Trockenhefe * 1/2 Teelöffel Kümmel * 1/2 Teelöffel Salz * 1 Prise Zucker * 1 saurer Apfel * 80 Milliliter warmes Wasser Mehl mit dem Kümmel, der Hefe, dem Salz Zucker und dem geriebenen Apfel kneten und mit dem warmen Wasser zu einem klebrigen Teig verrühren. …

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Seinen Mann oder Frau stehen. Hauptsache gut aussehen dabei [1]. Eine Kaffeekanne fürs Büro. Eine, die gute Dienste leistet und dabei auch noch eine fabelhafte Figur macht [2]. Dieses Lied. Was ein Lied. Da ist alles drin. Altbekanntes und neu zu Entdeckendes. Das Leiden, das ganz große, am Leben und an der Liebe.

Rückzugsstrategie

Zeit, sich zurückzuziehen. Ein Buch [1], das auf die Liste kommt, weil ich die Agentur mag und den Gedanken. Den des alles anders machen. Diese Lampe [2], schlicht und schön und elegant und doch in dem kleinen Detail besonders. Diese Tasche [3]. Zum Umhängen, Lederweich, groß genug, damit ganz viel Leben reinpasst. Diese Bluse [4]. Leicht französisch, klar. Nie genug davon im Schrank. Spitze Ballerinas in Gold [5], sind die, die mich ganz weit tragen sollen. Diese Decke [6]. Dick und weich und groß genug, um mich darin zu verstecken. Dem geordneten Rückzug steht nichts mehr im Wege.

Rohfassung

Manchmal geht es ganz schnell. Ab Minute 1:36 Tränen in den Augen. Nicht, dass ich mit allem übereinstimme. Aber das ist nebensächlich, wenn einer einen so nah dran lässt, so ehrlich, so verletzlich ist. So roh. „Ich finde das so sensationell hier.“

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Ordnung, alles an seinem Platz. [1] Aktuell vornehmlich in meinem Kopf, aber für die Wohnung würde ich das auch sofort in Anspruch nehmen. Solange dem nicht so ist, werfe ich nicht den Mantel des Schweigens, aber ein Cape über meine Schulter [2]. Die sind gerade in. Wenn man das Leben gerade nicht so auf die Reihe bekommt, möchte ich wenigstens gut dabei aussehen. Ein gutes Lied, das ganz ordentlich das Herz weich und den Kopf frei macht.

aufgelistet: nichts Besonderes

Nichts Besonderes. Mal wieder im Lenbachhaus gewesen. Ein wenig Beuys gesehen und allerhand Buntes. Gedacht, dass ich das doch öfters machen muss. Nichts Besonderes. Nicht besonders, aber irgendwie doch:  guter Rat. Der mit der Sonnencreme. ein Artikel über die Literaturkritik. Hatte ich in etwa auch so gesagt und gemeint. Ich komme nicht dazu, aber wenn ich käme, würde ich Pfirsichlimonade machen was für die einen Schminkvideos sind, sind für mich Kochvideos. Green Kitchen ist mein liebster Kanal sehr lustig zu sehen, wie der Lauf der Zeit doch die Sicht auf die Dinge ändert mochte ich irgendwie das Lied und dieses sowieso ein Interview mit Sophie Marceau, die sagen kann was sie will, sie ist Französin und so schön und ich gehe in jeden ihrer Filme. Das ist wie Audrey Tatou. Not debatable, wie der Engländer und vielleicht auch in diesem Fall der Franzose sagen würde. „Schauspielen heißt: Man zeigt einen Teil von sich, den man im Alltag versteckt und nur nach innen auslebt.“

Ist das gut?

Ich lese gerne. Und viel. Eigentlich fast immer. Zwischendurch in der S-Bahn, morgens bevor ich los muss, abends vor dem Einschlafen und immer wieder in den kleinen Momenten, die ich dem Alltag abringe. Nach Hobbies gefragt mit Lesen zu antworten stempelt einen in Sekunden zum Eigenbrötler ohne Freunde ab, aber selbst das ist mir egal. Wenn ich beim Lesen nur noch wenige Seiten vor mir habe, überkommt mich ein wenig Traurigkeit, wie vor einem Abschied. Es ist keine neutrale Beziehung, die ich zu Büchern habe. Es ist eine hochgradig emotionale. Mein Verlangen nach Büchern geht so weit, dass ich ein wenig unruhig werde, wenn keines zur Hand ist. Steht ein lange Zugfahrt bevor oder droht der Flieger sich zu verspäten, dann mache ich mich noch schnell auf zur Buchhandlung um Nachschub zu besorgen. Bei Alkohlikern wäre das ein klarer Fall von Suchtverhalten. Bücher stapeln sich neben meinem Bett. Das beruhigt mich. Dann lese ich mal dieses an und mal jenes und immer wieder auch parallel. Wenn ich bei jemanden zum ersten Mal in der Wohnung bin, geht mein …

Unvorhergesehene Marillenknödel

Es hat ja meist alles seinen Platz. Schuhe gehören in den Schrank, die Füße unter den Tisch und das Runde ins Eckige. Und Freitags gibt es in der Kantine Süßspeisen. Da naht das Wochenende schon, da darf man sich etwas gönnen. Darf man auch schon Mittwoch mittags. Mit Marillenknödeln. Die kann man mit Kartoffeln oder mit Topfen zubereiten. Wo sonst Ordnung herrscht. Hier scheiden sich die Geister. Ich mag die Quark-Variante lieber. Marillenknödel außer der Reihe [nach einem Rezept von hier und dann doch ganz anders gemacht] 250 Gramm Topfen 125 Gramm Mehl 60 Gramm weiche Butter 1 Ei 6 Teelöffel brauner Zucker 1 Prise Salz 6 Aprikosen Semmelbrösel noch mehr Zucker Die Butter mit einer kleinen Prise Salz verühren, das Ei  hinzugeben. Derweil den Topfen durch ein Tuch auswringen. Mit allen Zutaten und dem Mehl zu einem Teig verkneten. Die Aprikosen entkernen und mit je einem Teelöffel braunen Zucker füllen. Mit dem Teig umhüllen und für zehn Minuten ins sprudelnde Wasser geben bis sie zur Oberfläche aufsteigen. Währenddessen Semmelbrösel mit Zucker und etwas Butter anrösten, bis es knusprig ist. Platz …