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nur wenn es mühsam ist, ist es gut. Oder auch nicht.

Ich weiß nicht woher es kommt. Aber irgendwie und irgendwann hat sich bei mir der Glaube verfestigt, dass Erfolg immer mit immenser Anstrengung verbunden sein muss. Stimmt auch oftmals. Die zehntausend Stunden, die es braucht, um exzellent zu werden in dem was man tut. Unterstreiche ich. Sofort.
Und doch gibt es Dinge, die mir leicht von der Hand gehen, die mir leicht fallen. Dann bin ich schon fertig, aber statt mich zu freuen, zweifle ich und hadere, weil das müsste doch viel länger gehen, andere brauchen doch auch mehr Zeit und vielleicht ist das Ergebnis gar nicht so viel Wert. Anstatt zu akzeptieren, dass es so ist und mich zu freuen. Über Talent oder Glück oder vergangene investierte Stunden, die sich jetzt eben auszahlen.038144012

Mit Marshmallows verhält es sich ähnlich: Es gibt nämlich zwei Arten sie zuzubereiten. Und sie könnten gegensätzlicher nicht sein. Die eine geht schnell, so unglaublich schnell und es ist ein Kinderspiel. Die andere ist komplizierter, es zieht sich, geht manches Mal daneben.
Aber egal wie groß oder klein die Anstrengung – es lohnt sich.

Marshmallow – the easy way

* 250 Gramm Puderzucker
* 2 Päckchen Gelantinepulver
* 2 Päckchen Vanillezucker
* 150 Milliliter Wasser
* 2 Esslöffel Speisestärke und 2 Esslöffel Puderzucker für die Form

Eine Schale mit Butter einfetten und mit der Speisestärke-Puderzuckermischung einstauben. Die Gelantine in einem Topf mit dem Wasser auflösen, unter Rühren kurz aufkochen lassen und dann in eine Schüssel mit Puderzucker geben. Schlagen. Sehr lange. Bis zu zehn Minuten. Schnell in die vorbereitete Form geben. Auskühlen lassen für zwei Stunden und dann in Stücke schneiden.

Marshmallows – a tiny weeny bit complicated

* 150 Gramm Puderzucker
* 3 Esslöffel Gelantinepulver
* 1 Teelöffel Vanillezucker
* 120 Milliliter heller Mais- oder Zuckerrübensirup
* 240 Milliliter Wasser
* 1/4 Teelöffel Salz
* 400 Gramm Zucker
* 2 Esslöffel Speisestärke und 2 Esslöffel Puderzucker für die Form

Eine Schale mit Butter einfetten und mit der Speisestärke-Puderzuckermischung einstauben. Die Hälfte des Wassers mit der Gelantine mischen und zehn Minuten stehen lassen. Zucker, Sirup, restliches Wasser und Salz in einem großen Topf bei milder Hitze und unter ständigem Rühren mit einem Holzlöffel so lange erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den Herd auf mittlere Stufe stellen und zehn Minuten kochen lassen bis ein Zuckerthermomether 116 Grad anzeigt. Diese Mischung in die Gelantine einrühren. Auch hier gilt: Schlagen. Sehr lange. Bis zu zehn Minuten. Schnell in die vorbereitete Form geben. Auskühlen lassen für zwei Stunden und dann in Stücke schneiden.

Was für beide Sorten gilt: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Statt Wasser – Zitronensaft und Pfeffer, Sauerkirsche und Kardamon. Ich schwöre auf Whiskey. Kakao und Chili ist famos. Weißer Pfirsichsaft und Vanille ist auch ganz wunderbar. Und für ganz Wagemutige: Dulce de Leche unterrühren und mit Meersalz bestreuen.

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7 Kommentare

  1. schön, dass einem dinge von zeit zu zeit zeigen, dass es auch leicht gehen darf.

  2. Anonymous sagt

    Großartig !!! Eine herrlich klebrige Sauerei bei der Zubereitung….das Ergebniss gigantisch….

  3. Tanja sagt

    Ich liebe, liebe, liebe deinen Blog! So geistreich, so inspirierend, so authentisch und so erfrischend anders. Deine Gedanken zaubern mir ein Schmunzeln ins Gesicht. Beim Lesen fühle ich mich fast mit dir befreundet, weil sich ein Gefühl einstellt, dass ich dich schon ewig kenne. Mach weiter so! Du bist wirklich einzigartig in dieser sonst so traurig oberflächlichen, kommerziellen Bloggerwelt.

  4. stepanini sagt

    Danke, liebe Tanja. Kommerziell bin ich ja manchmal auch. Ich gehe nämlich auch gerne einkaufen und mag Kleider. Aber ich versuche eine Balance und meinen Weg. Liebe Grüße, Stephanie

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