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aufgelistet: Monochrome Grünstimmung meets kind of blue

159 161062Grünen Tee in Litern getrunken, weil die Tage lang und die Nächte kurz sind gerade. Gerabeitet, nicht hintergekommen, noch mehr gearbeitet, aber immer das Gefühl, das alles gar nicht einholen zu können, kurz davor zu sein, überrollt zu werden. Ein wenig Miles Davis zugehört. Neben Keith Jarrett ist er mein verlässlicher Ruhigmacher, ein nicht verschreibungspflichtiger Tranquilizer.
Ich glaube, es ist das Trompeten. Das kann ich nicht, aber ich weiß, dass man dafür ruhig und kräftig atmen muss und das schadet in übervollen Zeiten auch nicht. Überträgt sich irgendwie. Musikalische Atemtherapie. Außerdem liefert kind of blue genau die richtigen Töne für die Nachtstunden, wenn ich das Gefühl habe ganz alleine auf dieser Welt zu sein. Der Rest schläft nämlich. Nur ich und ich arbeiten dann so vor sich hin und sinnieren zwischendrin über den schönen Satz, den Miles David mal gesagt hat: „Sometimes you have to play a long time to be able to play like yourself.”
Noch ein Punkt, der abzuarbeiten wäre. Aber ein guter. Alles eine Frage der Zeit.
Was sonst noch überhaupt nicht einfarbig, sondern neue Farbnuancen ins Leben bringt, sanfte Schattierungen hinzufügt:

  • dieses kurze Video. Es ist nie eine Frage des Alters. „Hey, ich lebe.“
  • Der Sommer, die nie war. Ein guter Text.
  • Ein schöner Artikel. Über zwei, die auf dem Plattencover einst Ikonen waren und heute unbemerkt ein Leben leben. Eines der ganz normalen, dass es nicht auf die Cover der Magazine schafft, aber vor dem der Hut zu ziehen ist, wie vor jedem gelebtem Leben.
  • dieser Text von Melanie zum Glück. Zum Glück hat sie ihn geschrieben und schreibt immer wieder. Verlust tut weh, unendlich weh, höllisch weh und es gibt nichts, was das lindern kann oder wegnehmen, aber es macht Mut zu wissen, dass man nicht alleine ist, dass man gemeinsam trägt. Es gehört Mut dazu, Wege aus der Sprachlosigkeit zu finden und das tut sie. Sie findet auch Bilder, die eine eigene Sprache sprechen. Es geht sehr nah. Und weil es mir nicht nur immer so schwer fällt in dieser Situation die richtigen Worte zu finden, sondern auch hier, lasse ich ihre sprechen:
    „Man muss nur weiteratmen. Lieben. Ohne Angst.“

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