Monate: Juni 2016

Sommersonnenabendleichtigkeit

Natürlich klappt nicht alles wie es soll. Natürlich gibt es hunderttausend Sachen im eigenen Leben, die suboptimal laufen und in der großen weiten Welt sowieso. Aber es gibt auch Sommersonnenabende. In denen man in meinem Fall an der Isar sitzt und aufs Wasser blickt. In dem all die großen Dinge sehr klein und sehr unwichtig werden in Relation zum großen Ganzen. Dort kann man dann alleine sitzen oder mit jemandem, den man gerne hat. Und dann ist da diese Kombination von Sommerleichtigkeit und Gesprächsschwere, die schwer zu überbieten ist. Ein paar Gedanken, die zur Sprache kamen: „Ganz am Ende“ ist einer der berührendsten Texte, die ich seit langem gelesen habe. Einer der stirbt, beschreibt seinen eigen Tod. Da muss man schlucken, da will man nicht dran denken. Dabei lohnt es sich hin-, statt wegzusehen. Neugier. Immer neugierig sein. Ausdruck großer Lebensfreude. „Neugier ist die Kunst des Fragens“ ist ein schöner Beitrag. Von dieser Art der Sommerkleider werde ich nie genug haben. In weiß oder Jeans. Ja, es ist ein deutsches Lied. Ja, es ist ein wenig kitschig. Aber ich mag …

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Ich träume noch immer von einer Hängematte auf dem Balkon. Nur ist leider der Balkon zu klein. Aber dieses Hängemattenschaukelgefühl hätte ich trotzdem so verdammt gerne. Nicht aufgeben. Es gibt Hängematten in klein. Man muss sich die Umstände passend machen. Ich mag diesen Button. „You tried“. Ja, ich habe es versucht. Der Rest ist mir egal. Ich habe alles gegeben. Ich habe es versucht. Ich mag dieses Lied. On the menu. Was für Klänge.

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Diesen Satz. Den lasse ich mal so stehen. Weil er für sich alleine stehen darf und soll und man selbst auch. Wenn man mit sich selbst bestens zurechtkommt, kann man auch Feste geben. Hinter dem neu gegründeten Studio Colado stecken Freunde von mir und deshalb bin ich vielleicht voreingenommen, aber ich kann es nicht für mich alleine behalten: Ich finde ihr Papierwerk einfach sehr, sehr schön und was sie tun, sowieso gut. Was ich außerdem mag: Ein so unglaublich gutes Lied zum morgens Eingrooven und eines zum abends ganz ruhig werden.

Begrüßen Sie mit mir

Auf einem Kongress wird der nächste Redner angekündigt. Anmoderiert. Da wird im Vorfeld recherchiert, die wichtigsten Stationen zusammengeschrieben und die Eckdaten gesammelt. Der Zuhörer soll sich schließlich einstellen können, soll eingestimmt werden, auf das was ihn erwartet. Auf einer Konferenz vor zwei Tagen wurde der Vorstand einer Pharmafirma angekündigt. Da fügen sich automatisch Bilder im Kopf zusammen, in meinem zumindest. Da ist das Urteil schon gefällt, da weiß man bereits, was kommt. So eine Schublade ist auch schnell parat. „Er ist Mensch, Philosoph und Systemiker“, so wird er auf die Bühne gebeten. Noch vieles mehr. Aber dieser erste Satz brannte sich ein bei mir. Der Gedanke, dass das was wir gerne tun und womit wir uns viel beschäftigen uns formt, wir es verinnerlichen und wir so zum Philosophen und Systemiker werden, auch wenn wir nicht die entsprechenden Semesterscheine gesammelt haben, gefiel mir.  Und dann die schöne Bezeichnung: „Er ist ein Mensch.“ Das stand nicht auf den Moderationskarten, das ist so herausgerutscht, vielleicht achtlos, weil wenn alle Augen auf einen gerichtet sind, nicht jedes Wort kontrolliert …

Mach Schaum, Baby

Ich hatte gesagt, dass man den Pekannusschaum auch weglassen kann. Ich hatte ja keine Ahnung. Kann man natürlich. Ich bin sehr gegen das müssen müssen. Aber sollte man nicht. Pekannnussschaum [aus diesem sensationellen Kochbuch] 100 Gramm Pekannusskerne 90 Milliliter Espresso 530 Gramm Sahne 75 Gramm brauner Rohrzucker Den Espresso erst zum Kochen bringen und dann um die Hälfte einkochen bei sehr starker Hitze. Schwenken, sonst riecht es verbrannt. Perkannnüsse, Sahne und den Zucker dazugeben und nochmals aufkochen. So fünf Minuten köcheln lassen, bis es eindickt. Über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag kurz eine halbe Stunde warm werden lassen, dann passieren. Die Nüsse werden nicht mehr benötigt, ich habe sie dann trotzdem für ein anderes Dessert genommen. So weichgekochte Nüsse finden immer Verwendung. Dann noch die Creme mit dem Mixer aufschlagen, bis sie Spitzen zieht und von der Konsistenz an  Mousse erinnert. Nicht überschlagen. Macht Schaum. Also sonst nicht. Das überlassen wir den Supermanagern, Wichtiguern und Oberverwaltern. Aber aus und mit Pekannüssen darf man nicht nur, man soll ordentlich Schaum schlagen.  

Merkliste

„You are not one of the myriad of interchangeable pieces, but a unique human being, and if you´ve got something to say, say it, and think well of yourself while your´re learning to say it better.“ Hat wohl David Mamet wohl gesagt und ich es in diesem Buch gelesen. Den merke ich mir. Ansonsten habe ich noch weitere Dinge auf die Merkliste gelegt. Die da wären: Dieses Kleid ist perfekt. Es ist schlicht. Es ist elegant. Es ist für mich gemacht. Ich möchte von diesen Tellern essen. Das wird dann nicht irgendein Essen sein. Das ist dann immer ein Festessen. Ich habe es schon oft gesagt, aber dieses Mal, stimmt es wirklich und für immer. Ich glaube, das sind die perfekten Sneaker. Ein Sommer wie damals ist mehr als ein Kochbuch. Wunderschöne Bilder, Geschichten und eine einzige schöne Sommerstimmung. Dieses Kleid habe ich mir gegönnt und ich mag es sehr. Weil Kleider tragen das Beste sowieso ist: Ich liebäugle noch mit diesem. Ich brauche diese Vase. Den sie wird mir gute Laune machen. Merk ich mir.

Antlitz

„…und manchmal findet er sie wieder ähnlich geheimnisvoll wie in der ersten Zeit am Südstern, in der ihr behutsames Überschreiten seiner Schwelle so unsagbar edel aussah, als beträte sie die zarten Ränder ihrer Zukunft, und er ihre stumme Scheu für eine verborgene Weisheit hielt, was sie vermutlich auch war. Denn […] sie hatte ihm schon damals den lichten, die Liebe meinenden Ernst voraus, den nur wirklich starke Menschen aufbringen, wirklich freie auch. […]  … war etwas in ihren Augen, das er auch jetzt wieder darin sieht: reine Bejahung, trotz vager Angst, und die Bereitschaft zu allem, auch zum Leid.“ aus: Feuer brennt nicht von Ralf Rothmann

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Weitermachen, auch wenn ich nicht weiß, wo es lang geht. Nach vorne schauen. Und mit Stil. Immer mit Stil bitte. Ich mag diese Lampe. Schlicht und ein wenig rauh und genau richtig. Ich mag dieses Lied. Es ist großartig. Eine seltsame Mischung aus tanzbar und melancholisch. Es heißt „Black“.Was kommt ist noch im Dunkeln, aber irgendwann kommt Licht.

Ab jetzt wird alles anders

Eines seiner ersten Bücher hieß: Wie Proust Ihr Leben verändern kann. Ich könnte eines schreiben, das heißt: Wie Alain de Botton Ihr Leben verändern kann. Denn meines hat er. So ein Leben verändert sich nicht in zehn Tagen oder acht Wochen. Auch wenn ich das hin und wieder mal versuche und glaube, ab jetzt wird alles anders und ich ein neuer Mensch. Es ist der Versuch, der zählt. Aber das ist ja auch eine sehr große Sache, so ein Leben. Es prägt einen so einiges. Elternhaus, soziales Umfeld, die Umgebung, diejenigen mit denen wir uns umgeben. „The person you will be in five years depends on the people you surround yourself with and the books you read“, habe ich mal gelesen. Wenn nur ein Fünkchen davon wahr ist, sollte und muss Alain de Botton in den zu-lesen-Stapel geschoben werden. Warum ich das schreibe? Er hat gerade ein neues Buch herausgebracht. The course of love heißt es. Es geht um die Liebe, aber nicht nur um das Verlieben (dem hat er schon in Versuch über die Liebe ein ganz eigenes Buch gewidmet), …

Neue Sicht auf Spargel: Gebeizt, mit Kerbel und Cashew

Ich gerate manches Mal ein wenig in Verlegenheit, wenn ich erklären soll, was ich mache. Weil das einiges ist. Aber eines eint und das habe ich jetzt als Überschrift in meine Unterlagen geschrieben: „For me, the biggest inspiration is to see things which other people don‘t see yet. To show things in the right moment.“ Neu sehen, anders sehen, genau hinsehen. Den missing link finden. Wer Spargel schon nicht mehr sehen kann, die Suppe schon über hat, der kann bitte neu hinsehen. Frisch für den Sommer, sehr lecker, bekannt, aber anders. Mit anderen Augen gesehen. Spargel reloaded [inspiriert von Cookionista] 250 Gramm grüner Spargel 250 Gramm weißer Spargel 1 Bund Kerbel 100 Gramm Cashewkerne 1 Esslöffel Zucker 1/2 Teelöffel Vanillezucker ½ Esslöffel Salz Zucker und Salz vermischen. Die Cashewkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Abkühlen und grob hacken. Den Kerbel auch. Beim Spargel die Enden abschneiden. Schälen. Auch den grünen. Und in schmale, schräge Streifen schneiden. Die Salz-Zuckermischung darüber streuen und mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen. Vor dem Auftischen den Kerbel und die Cashewkerne darüber …

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Um ehrlich zu sein, mag ich das gerade nicht, aber man muss es nehmen wie es kommt. Gefühlsdschungel. So viele Dinge, die in der Schwebe sind und ich mittendrin in irgenwie in irgendwas dazwischen. Das Alte passt nicht mehr, aber was das Neue sein könnte, weiß ich auch noch nicht. Lost in the jungle. Muss ich mit leben lernen. Das dazwischen genießen lernen. Und das Schwierigste von allem: geduldig sein. Gut zu wissen, dass einige Dinge sich nie ändern. Wie die Liebe für Streifenshirts. Gerne auch Röcke. Ich mag dieses Lied, dass ich in den tiefen Weiten des Internets entdeckt habe. Es hat etwas. Etwas sehr Feines und Zartes. Etwas Entwirrendes. Findet Euch gut zurecht.