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Szenenreifes Eis

Es gibt im Film „Pretty Woman“ eine Szene, in der Julia Roberts in einem Restaurant mit dem korrekten Essen von Weinbergschnecken so ihre Probleme hat und das mit „schlüpfrige kleine Scheißerchen“ kommentiert.

Das könnte man auch über Mochi-Eis sagen. Nicht, dass das Essen desselbigen sonderlich schwer wäre. Durch den Teigmantel ist Eisessen wahrscheinlich sogar unfallfreier möglich. Aber das Zubereiten kommt dem kniggereifen Verspeisen einer glibbrigen Schnecke sehr nahe.

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Mochi-Eis
[adaptiert von diesem Rezept / reicht für ungefähr 8 bis zehn kleine Eiskugeln]

  • 50 Gramm Klebreismehl
  • 100 Gramm Zucker
  • 100 Milliliter Wasser
  • reichlich (und ich meine wirklich reichlich) Speisestärke

Mehl, Zucker und Wasser mit einem Schneebesen so verrühren, dass keine Klümpchen mehr da sind. Die Mischung unter ständigem Rühren aufkochen. Das Prinzip ist dasselbe wie bei der Herstellung von Brandteig. Nach einiger Zeit löst sich der Teig vom Topf und wird zu einer festen glasigen Masse. Vom Herd nehmen. In allen Rezepten hieß es, der Teig müsse heiß verarbeitet werden. Aufgrund von nicht funktionierendem Multitasking habe ich festgestellt, dass er auch sehr gut kalt bearbeitet werden kann. Das funktioniert, ob heiß oder kalt, nur mit sehr, sehr viel Speisestärke. „Klebrige, kleine Scheißerchen“ eben.

Ich habe zuerst Kugeln geformt, diese dann kreisförmig ausgerollt. Auf Backpapier (mit Speisestärke bestäubt, damit nichts klebt) gelegt und in die Tiefkühltruhe. Nach einer Stunde leicht antauen lassen und dann die Eiskugeln damit umkleiden. Manchmal reißt dabei der Teig. Dann kann man versuchen zu kitten. Und immer schön fleißig leise in Erinnerung an Pretty Woman vor sich hinfluchen.

Was bleibt am Ende? Sehen hübsch aus diese Dinger. Da kann man nichts gegen sagen.
Machen sich gut für eine Szene und bleiben zumindest was die Zubereitung angeht im Gedächtnis.

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1 Kommentare

  1. Iris sagt

    Liebe Stephanie,

    lustigerweise ist auch bei mir dieser Spruch mit den schlüpfrigen kleinen Scheisserchen hängen geblieben. Letztens hab ich dann zufällig eine englische Version gesehen und war ganz – unseren überhetzerischen Neigungen wegen – interessiert, wie es im Original heißt. Und alle mussten ruhig sein, damit ich es auch richtig hören kann 😉 Ich glaub, slippery suckers. Hab es schon wieder vergessen, weil die deutsche Version so viel chöner ist.

    Fühl dich gedrückt!
    Liebe Grüße und schönen Sommer
    Iris

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