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aufgelistet: Treibgut einer faulen Sommerwoche

Eine Woche lang mein eigener Rhythmus. Ich und alleine ich bestimme, was ich mache, wann ich es mache und ob überhaupt. Das sagt sich leicht und denkt sich so einfach in Zeiten, in denen andere den Ton vorgeben. Und dann saß ich da und musste das erstmal wieder lernen. In der Hängematte liegen und den Wolken zusehen. Lesen. Oder auch nicht. Nichts Absichtsvolles tun, nichts, dass mich irgendwo hinführt, einzig allein mich treiben lassen.

Dabei eingefangenes Treibgut, dass mir so ins Leben gespült wurde:

  • Eine Sendung mit Andreas Weber gehört. Gedanken, die so ganz anders waren. Ein Interview mit ihm gelesen und mir sein neustes Buch bestellt. Es handelt von Enlivenment. Das ist ein sperriges Wort, für das, was die Aufklärung ergänzen könnte und ein Denken, dass von Kontrolle und Verwertbarkeit ausgeht eintauscht gegen Kreativität, Sinnhaftigkeit und unbändige Freude.
  • Peter Bieri, den ich so mag über würdevolles Leben.
  • Ein Artikel über Frauen und Sport. Nicht, den um der Pflichterfüllung willen, der ein weiteres „Du musst noch“ auf der langen Liste ist, sondern den, der Spaß macht, weil man sich verausgaben kann und spürt.
  • Warum es um mehr geht als nur um grüne Smoothies oder Yoga. „Die härtere, langweiligere Art der Selbstsorge besteht aus täglichen, unmöglichen Mühen, aufzustehen und durch das Leben zu kommen, in einer Welt, die dich lieber niedergebückt und angepasst sieht. Eine Welt, deren grausame Logik es will, dass du keine strukturellen Probleme siehst, sondern nur Probleme bei dir selbst, oder bei den viel marginalisierteren und verletzlicheren Leuten. Echte Liebe, die Art, die heilt und bleibt, ist kein Gefühl, sondern ein Verb, eine Handlung. Es geht darum, was du für andere tust – über Tage, Wochen und Jahre.“
  • Ich mag den Gedanken von Gegenräumen sehr. Dort wo alles möglich scheint und alles anders sein könnte. Generell die Gedanken von Indre und dass sie einen solchen Gegenraum im Netz schafft.
  • Eine Sendung darüber, wie man mit seinen Eigenarten auch umgehen kann. Kunst draus machen.
  • Verletzlichkeit und Nähe zulassen in Beziehungen. Ein so kluges Video. In etwas über 4 Minuten erklärt, warum Intimität eine ganz andere Liga ist und wir es uns so schwer machen. Mit uns selbst und dem anderen.
  • Ich will diesen Film sehen. Und warte schon darauf, dass es diesen über itunes gibt. Selten hat mich einer so bewegt. Wild.
  • Bei Fräulein Text in diesem Beitrag die „notes on creativity“ von Ferran Adrià entdeckt und nochmals mehr sehr fasziniert von seiner Art Essen zu kreieren.
  • Together alone – allein mit mir mag ich dieses Lied.
  • Gelobt fürs hübsch sein: Ein guter, nachdenklich stimmender Text über Schönheit. Die wir niemandem schulden.
  • Diese schöne, kreative Welt. Einer erzählt, wie er die Poesie fand. Oder sie ihn. So genau weiß man das ja nie.

Und ein Satz von Astrid Lindgren. Der soll am Schluss stehen. Von dem weiß ich nicht mehr, wann ich ihn mal eingefangen habe, aber er bedeutet mir viel und schon so lange:

„Alles war so schön, dass man einfach nicht ertragen konnte, es allein anzuschauen.“

 

3 Kommentare

  1. So viel Gutes für das Wochenende!Bedankt und gegrüßt vonTaija

  2. mitlichtundliebe sagt

    So viel inspirierendes Treibgut … das reicht für viel mehr als eine Woche. Vielen Dank dafür! Andrea

  3. Pingback: KW 31 #DieUngewöhnlicheLeichtigkeitDesSeins | M i MA

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