Monate: August 2016

Gefahrenwarnung: Melone

„Wer denkt, Abenteuer seien gefährlich, sollte es mal mit Routine versuchen: Die ist tödlich.“ Paulo Coelho wird dieses schöne Zitat zugeschrieben. Jetzt ist aber Routine das, was den Alltag bestimmt. Im Urlaub ist das anders. Selbst ein fauler Strandurlaub ist ein Abenteuer, denn weit weg von zu Hause sind alle Routinen aufgebrochen. Es gibt keinen Lieblingsbäcker, bei dem man sich das morgendliche Croissant holen könnte, weil ich noch gar nicht herausgefunden habe, wo sich hier überhaupt der nächste Supermarkt befindet. Da ist auch kein fester Rhythmus, der mir vorgibt, wann ich wo zu sein habe und nur an den Rändern ein wenig Luft lässt, um darüber nachzudenken, wonach mir denn eigentlich ist. Da liegt ein Tag vor einem, der gefüllt werden will und kann nach völligem Belieben, nach Lust und Laune. Hallo Abenteuer im Kleinen. Ich war immer ein Verfechter davon, dass das nicht nur im Urlaub gelingen darf, diese Leichtigkeit und Freiheit, sondern, dass sie rein muss ins ganz normale Leben. Gegen die Routine dem Urlaubssommerobst schlechthin, der Melone, verwegen neue Formen gegeben und andere …

bewusst Wertschätzer united

In die Stille hinein, muss ich dennoch kurz und unbedingt Ulma zitieren: „Muss ich jetzt mal anführen, dass freilich nicht immer alles eitel Wonne ist? Klar. Aber ich bin eine entschlossene Verfechterin der ganz bewussten Wertschätzung dessen, was gut ist. So einfach ist das.“ [aus einem Interview bei Okka]

kleine, kurze Auszeit

Es ist Sommer. Und nicht nur das. Es wirbelt auch einiges durcheinander und umher im Moment. Im Guten. Aber auch das kostet Kraft, Energie und Zeit. Das will sortiert und eingeordnet sein, bevor ich es in Worte fassen kann. Deshalb ist es gerade etwas ruhiger hier. Eine Woche noch oder zwei. Genießt den Sommer bis dahin. Feiert.

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Ich mag kleine Erinnerungen an das, was wichtig ist. Wirklich wichtig. Gerne geschrieben auf dieses Board. Ich mag dieses Streifenshirt, weil genau so eines ich noch nicht habe. Oder dieses T-Shirt. Goldenen Punkten gegenüber wäre ich auch nicht abgeneigt. Ich mag sowohl Melodie als auch Text des Liedes. I could die looking at you. Volle Leidenschaft am Wochenanfang – man kann schlechter starten.

Vergegenwärtigung

In einem Moment, in dem ich ganz nahe dran war am lebendig sein, an diese Worte gedacht. „… wie dankbar ist man in diesem Zustand für ein solches Leben, diese Zugewandtheit und Bejahung von allem Sinnlichen“ stand in einem seiner Briefe, als er schon um seine Krankheit wusste.

Jeder nur ein Buch

Ich verschenke ein paar Bücher. Bücher, die mich eine Weile begleitet haben und Eselsohren tragen. Ich gebe sie weiter. Es braucht Platz für neue. Ich glaube ja, dass Bücher einen finden. Das ist wie mit Menschen. Ich kann da nachhelfen. Wer sich für Ausflüge in die „New Business Order“ oder „Die kaputte Elite“ interessiert oder eine Vorliebe für Hollebeque hegt, ist gut aufgehoben.  Eine kurze Mail an mich mit der Adresse und ein wenig Geduld braucht es. Dann kommt ein Buch zu Dir.  

Vom Glück der Realitätsflucht zur Erkenntnissucht

Warum lesen wir? Um in Gedanken auszubrechen, um uns zu zerstreuen, zu unterhalten, zu amüsieren, um dem Alltag zu entfliehen. Bücher eröffnen eine andere Welt. Sie lenken ab, lassen einen alles außen herum vergessen, den ewig und immer gleichen Trott, die kleinen und großen Ängsten und Sorgen. Mit ihnen lassen wir die Anspannung im Büro hinter uns, das Gefühl es nicht mehr zu schaffen, nicht gut genug zu sein, nicht mithalten zu können. All das bleibt draußen. Abends und am Wochenende ein paar Stunden an etwas anderes denken. Das alles kann ein Buch. So funktioniert lesen.  Das gelingt nicht bei „Die Glücklichen“ von Kristine Bilkau. Zur Realitätsflucht ist es weniger geeignet. Zur Erkenntnissucht eher. Es geht um Versagen, um den Verlust des Jobs, darum was es mit einem macht, wenn auf einmal nicht mehr alles läuft wie geplant, was sich tut in einer Beziehung, wenn man sehr genau zählen muss am Monatsende oder schon am Anfang. Und sich dieser neuen Realität immer wieder verweigert, weil ein neues Kleid doch mal drin sein müsste, weil es ein Versprechen ist oder manchmal …

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Gegen alle Widerstände, gegen alles, was das Leben einem so entgegen schleudert, weitermachen. Auch mich zwischendrin auszuruhen. Auf diesem Daybed aus Berlin, bitte. Das hat es mir angetan. Tagesbett, was überhaupt für ein schönes Wort. Dieses und dieses Lied dazu mag ich dafür, dass sie mich in allen Turbulenzen bisher immer ruhig gemacht haben.

(Anti)alcopops(icles) – Hauptsache Gurke

Es spricht vieles für die Gurke. Sie macht schlau und schlank. Entspannt wohl auch. Mich macht sie sehr entspannt, wenn sie in ein wenig Gin und Tonic schwimmt und leicht gegen Eiswürfel klirrt. Das geht auch gefroren. Habe ich ausprobiert. Und es geht auch ohne Gin und Tonic. Wenn es eher noch Mittag ist, ist diese Variante beispielsweise vorzuziehen. Schon ein leichtes Einstimmen auf den Abend. Gemäß der Definition von Glück von Harald Juhnke: „Nichts zu tun und leicht einen sitzen.“ Minze-Limone-Gurken-Popsicle [ohne Alkohol] 1 Gurke 60 Milliliter Agavensirup 80 Milliliter Zitronensaft 1 Handvoll Minze 120 Milliliter Wasser 2 kleine Gurken Die Gurke schälen und in den Mixer geben. Durch ein Sieb drücken. [Das Gurkenmus kann man mit pürierter Wassermelone für ein Gaszpacho verwenden.] Den Gurkensaft sollte ungefähr 60 Milliliter ergeben, um ihn dann mit der Zitrone, dem Agavensirup und dem Wasser so vermengen, dass es für einen selbst schmeckt. Ich habe etwas weniger Agavensirup verwendet. Die Minzblätter kleinschneiden und in die Mischung geben. In Eisformen füllen. Die kleinen Gurken schälen und in die Eisform geben. Ankühlen …