Tag: 14. Mai

Keine Angst

Das Fürchten verlernen . Dazu muss man sich erst einmal eingestehen, dass da welche ist. Furcht nämlich. Die enorme Kraft, die aufgewendet wird, sie nicht zu sehr zu spüren und vor ihr davon zu laufen, lässt einen an manchen Tagen fast vergessen, dass sie existiert. Es gelingt umso schlechter nach der Lektüre dieses Buches. Das ist gut so. 7 Mutproben, die alles verändern, heißt der Untertitel. Sieben Kapitel. Die lauten „Nicht mehr liebenswert sein. Und nicht mehr lieben“ oder „Den Dämon kennenlernen“ oder „einen Elternteil verlieren.“ Wie kann ein Mensch so etwas schreiben, habe ich mich gefragt. Wie so genau hinsehen, wo wegsehen doch antrainiert, bequemer und angenehmer ist? Ich sehe das an mir selbst. Wie naheliegend ein neues Kleid, das immer auch ein Versprechen ist, zu kaufen statt zu betrachten, wer ich gerne darin wäre und was ich mir von der Person erhoffe, die ich in eine neue Verpackung stecke. Wie viel einfacher ist es mich mit Eis zu belohnen oder mit zuviel Pasta, mit irgendetwas das Geborgenheit gibt, wenn auch nur kurz, statt auszuhalten, was …