Monate: Juli 2017

Montagsmögen

Jeden Montag und manchmal auch dienstags: Zwei, die ich mag. Es ist immer, was Du daraus machst. „Things are what you make of them.“ Ich mag die 8 Ratschläge von Adam J. Kurtz.  Ach, eigentlich alle. Ich mag dieses Kissen. Ich mag dieses ganze Album. Die sinnlichste, sommerlichste Musik, die ich mir vorstellen kann. Ich mag ziemlich viel gerade. Eigentlich fast alles.

Vom Beginn des Sommers

Amerikanische Universitäten geben eine Sommerbuchempfehlung. Die Idee dahinter ist die, dass die Studenten gleich zu Beginn des neuen Semesters über etwas Gemeinsames unterhalten können. Ich habe mein eigenes Sommerbuch. Nicht, um mich mit jemandem darüber zu unterhalten, wobei das auch immer nett ist. Aber ich habe immer ein Buch, das für mich den Sommer einläutet. Die Zeit, in der es ein wenig ruhiger zugeht, in dem allem das Tempo genommen ist, weil entweder immer jemand im Urlaub ist, weil klar ist, dass vor Anfang September sich eh nichts tun wird oder es einfach zu heiß ist für kühne Pläne und großen Eifer. Weil die Fenster immer geöffnet sind und zuviel Leben eindringt in die miefigen Büroräume, weil es alle Menschen nach draußen zieht. Weil ich mehr Energie habe, nochmals rausgehe, mich an die Isar setze, weil ich Radfahren kann und am Fluß sitzen und in die Berge und schwimmen und nichts tun und selbst wenn ich arbeiten muss fühlt es sich nicht so an. Und am Anfang zu alldem steht bei mir immer ein Buch. …

Montagsmögen

Fast jeden Montag: Zwei, die ich mag. In Momenten des Zweifelns erinnere ich mich an die eine Sache, in der ich wirklich und unwiderruflich unschlagbar bin. Ich bin zäh. Ich habe Ausdauer. Wieder und Wieder. Das mag ich. Ich mag dieses Geschirr vom kleinen Label motelamio so sehr. Wunderschöne Sachen. Ich mag dieses Lied. (Beginnt erst ab Sekunde 33. Soviel Ausdauer muss sein. Wird aber danach belohnt mit schönsten Tönen).

Ausbruch

Über die Wut: Der Psychoanalytiker Arno Gruen formulierte einmal die These, dass für menschliche Ohren Babygeschrei so schwer auzuhalten sei, weil wir diese Ungeheuerlichkeit, dass ein kleines Wesen sein Unwohlsein und Nicht-Gefallen an dieser Existenz und Welt einfach so frei herausbrüllt nicht ertragen. Es ist das schlichte Ungehaltenensein, das im so großen Gegensatz steht zu der Beherrschtheit von uns Erwachsenen steht. Der Kraftaufwand ist ähnlich groß, nur leiten wir ihn anders um. Wir verwenden die Energie nicht um lauthals zu schreien, sondern um die Zähne zusammenzubeißen und uns nicht so anzustellen.