Antlitz

„…und manchmal findet er sie wieder ähnlich geheimnisvoll wie in der ersten Zeit am Südstern, in der ihr behutsames Überschreiten seiner Schwelle so unsagbar edel aussah, als beträte sie die zarten Ränder ihrer Zukunft, und er ihre stumme Scheu für eine verborgene Weisheit hielt, was sie vermutlich auch war.


Denn […] sie hatte ihm schon damals den lichten, die Liebe meinenden Ernst voraus, den nur wirklich starke Menschen aufbringen, wirklich freie auch. […] 

… war etwas in ihren Augen, das er auch jetzt wieder darin sieht: reine Bejahung, trotz vager Angst, und die Bereitschaft zu allem, auch zum Leid.“

aus: Feuer brennt nicht von Ralf Rothmann

2 Comments
  1. Anne

    14. Juni 9:08

    Meinst Du „Antlitz „? Hast das T vergessen

    • stepanini

      14. Juni 12:40

      Danke. Ja, da ist mir etwas durchgerutscht. Jetzt geändert.

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