aufgelistet: Kopffreimacher, Herzerweiterer und Nichtstuerlauber

Eine Liste zu schreiben ist schon halb erledigt. Kein richtiges Deutsch, stimmt trotzdem. Wenn ich es aufgeschrieben habe, muss ich nicht mehr dran denken, mich nicht mehr sorgen, dass ich etwas Überlebenswichtiges vergessen könnte und der Kopf ist frei für die anderen wichtigen Dinge. Dasitzen, träumen, schweigen, nichts tun. Im Bett liegen, Eis essen, in Büchern zu blättern, ein wenig dösen und einfach noch mehr nichts tun.
Dann ist irgendwann auch die große Lust wieder da etwas zu machen.

  • Das Dumme an Vorurteilen, den Bildern, die wir im Kopf haben von Männern, Frauen, von dem was richtig und was falsch ist, dass wir sie selbst nicht bemerken. „Wie wäre es, wenn Aschenputtel ein Mann wäre?“ ist ein kleines Video, das einem die versteckten Erwartungshaltungen, die wir an Geschlechter haben, vor die Augen führt.
  • Den Kopf ganz weit machen. Das Herz bitte auch.
    Aber das ist eine andere Geschichte.
  • Warum Fakten niemanden dazu bringen seine Meinung zu ändern. Dies und vieles weitere sammle ich gerade, liste auf, damit ich meine Antwort auf die Wahl finden kann und einen Weg etwas zu tun. Dass es ein poetischer sein soll und nicht der herkömmliche – soviel weiß ich schon. Bei Indre gibt es hier übrigens immer gute Anregungen.
  • Ich bin schwer verliebt in diesen Blog, in diese Texte. Und überhaupt in alles, was diese Frau mit Sprache macht.
  • Ich habe viele Jahre meines Lebens damit verbracht zu versuchen nicht so durchlässig, nicht so empfänglich zu sein. In Businessseminaren verzweifelt daran gearbeitet auch so ein Pokerface zu machen, weil das und nur das allein ja nunmal den Verhandlungserfolg sichert. Mittlerweile habe ich aufgegeben. Das wird nichts mehr. Und seit ich resigniert habe, merke ich welche Stärke im verletzlich sein liegt. Dass eine andere Kraft ausgeht von mir, wenn ich erst gar nicht versuche etwas vorzugeben, das ich nicht bin. Dass wenn der andere nicht erst ab- und wahlweise aufrüsten muss, wir viel schneller zum Eigentlichen übergehen können. Ein Video das erklärt, dass wer Verletzlichkeit zeigt sogar sympathischer wirkt.
  • Große Lust auf Filme gerade. Ich will „Gavagei“ sehen, nachdem ich diesen Artikel gelesen habe. Ich möchte „Körper und Seele“ sehen, nachdem ich schon beim Trailer ganz eingenommen war. Und ich möchte unbedingt „In pursuit of silence“ sehen. Ein Film über die Stille. Der muss sein.
  • Nochmals übers Mann und Frau sein. Diesmal im Management. Ein schönes Gespräch mit Katharina Borchert und wenn Ihr ihn nicht ganz lest, so doch diese Zitat daraus von ihr: „So viele von uns, und das schließt Männer mit ein, erleben die Unternehmenskultur doch als negativ. Warum muss ich dann noch mehr Leuten beibringen, anderen ins Wort zu fallen, lauter zu reden und sich noch mehr in den Vordergrund zu drängen?“
    In diesem Zusammenhang: Ist zwar schon älter, aber immer noch so gut – Tipps, wie Sie als Mann im weiblichen Umfeld bestehen.
  • Immer noch eines meiner liebsten Hörbücher: „Der Prophet“ gelesen von Tex. Hier kann man reinhören und hier.
  • Ich bekomme schnell Gänsehaut. Nicht weil es kalt ist. Sondern wenn ich Musik höre, wenn mir jemand etwas erzählt, das mich berührt, wenn mich jemand berührt. Dieser Artikel erklärt, warum manche Gehirne eben so funktionieren.
  • Es ist nie zu spät das zu tun, worauf man Lust hat, mehr zu lernen, etwas abzuschließen, das man sich vorgenommen hat. Wenn ich das mal wieder vergesse, hilft mir auf andere zu sehen, die es vormachen: Wie diese Frau, die mit 93 ihren Doktor gemacht hat. Über den Tod.
  • Ein Kurzfilm über Beziehungen. Den Anfang und das Ende.
  • Drei Frauen, alle über 70, erzählen was sie gelernt haben, bereuen und was so gar nicht und was das Altern mit einem macht.
  • Ein Wörterbuch der glücklich-machenden Worte, die nicht zu übersetzen sind.  Da merkt man erst was einem die eigene Sprache, die doch sonst so reich ist, vorenthält: „Queesting“ beispielsweise. Das ist Dänisch und steht für die Erlaubnis zu einem ins Bett zu krabbeln um sich gegenseitig Dinge zu erzählen.
  • Ein Lied: Seize the night. Carpe diem haben wir schon genug.
  • Esther Perel. Ich habe dann bald all ihre Vorträge auf youtube durch und bin offiziell Fan dieser Frau. Eine französische Psychologin, die hätte ich ihr schon früher zugehört, mir wahrscheinlich durchweinte Kissen, durchredete Nächte und Gedankenkarusells erspart hätte.
  • Noch ein Lied: Das Leben ist ein Dachgeschoss.  Aus dem ich übrigens gerne zitiere: „Schlafen können wir, wenn wir groß sind“.
  • Wir brauchen so viel. Weil wir alles haben.
    Dieser Text soll zum Schluss stehen.
1 Comment
  1. Slo

    2. Oktober 12:47

    Einfach Danke !!!
    Lieben Herbstgruß, Slo

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