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auflisten: Von ganz weit oben

Ich war ganz weit oben. Von da aus sieht so vieles ganz anders aus. Wieder unten habe ich gesammelt. Allerhand. Auf dass es den Blick weit macht, den Kopf frei, das Herz weit und leicht. Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen,“ ist einer meiner Lebenssätze. Habe ich von Astrid Lindgren übernommen. Zehn weitere sehr schlaue Ratschläge fürs Leben von ihr. Sei authentisch! Sei einfach Du selbst. Oder lass es. Amüsanter Blick auf Peak Individualism Was das Bett ein wunderschöner Ort ist. Mein Rückzugsort. Die alte Formel aus Kindertagen, dass einem unter der Bettdecke keiner etwas anhaben kann, gilt für mich noch immer. Und ich bin nicht alleine: Eine Erklärung und Plädoyer fürs früh ins Bett gehen. Ich habe Frithjof Bergmann auf einer Konferenz sprechen hören. Es ging um neue Formen der Arbeit. New Work. Und zwischen all den Start-Ups und hippen Konzernmenschen fiel er so ganz aus der Reihe. Gegen Ende wurde es etwas zu verworren für meinen Geschmack und es waren sich zu viele zu schnell …

aufgelistet: Leichtes, Schweres und irgendwas mittendrin

Leicht gerade so vieles. Nicht jeden Tag, aber an vielen. Nicht, dass es immer gut liefe, aber es zu nehmen, wie es kommt gelingt besser. Empfänglich für so vieles, eine dünne Haut, die vieles durchlässt, aber nicht alles. Ich weiß, dass dieses Balance nicht für immer bleibt, aber so lange sie da ist, genieße ich sie. Und bei all dem und mittendrin: Es hat sich einiges angesammelt. Schlafen. Ich schlafe gern. So gern. Das Bett ist ein feiner Ort. Geschützt vor dem Rest der Welt. Was es mit dem Gehirn macht. Dieser kleine Film. 7 Minuten. Nach denen man die 24 Stunden, die man jeden Tag zur Verfügung hat vielleicht anders sieht. Wie das mit der Liebe so geht. Immer gut zu lesen. Diese Fotoserie über ein Ehepaar, das gleichzeitig an Krebs erkrankte. Setzt so viele meiner Alltagsgedanken wieder in Relation. Erich Fromm über den unglücklichen Menschen. Ich werde nie müde ihm zuzuhören. Zeitlos. Aktueller denn je. Wiederentdeckt: Nina Simone und You von Nils Farm und überhaupt gerade wieder so vieles. Töne, die tiefer gehen. Warum Zeit alleine für …

aufgelistet: After-Sun

Es ist so herrlich warm und alles strömt nach draussen. Ein wenig etwas für die ruhigen Abendstunden, fürs Heimkommen nach sonnengetränkten, faulen Tagen, wenn die Haut so gut riecht nach Meer, auch wenn es weit weg ist und man nicht wirklich müde, aber so ein wenig matt ist. After-Sun quasi. Dieser Beitrag von Anna: Der so vieles meines Unwohlseins auf den Punkt bringt und zudem ich laut schreien möchte, Ja, Ja, Ja. Genau so. „Ich habe keine Lust zu verzweifeln. Ich habe auch keine Lust auf Female Empowering. (Es sollte auch besser heißen: World Empowering!) Ich will das alles gar nicht sehen. Ich will das alles gar nicht hören. Ich will einfach nur das machen, was jeder Mensch in der Lage ist zu tun und zu sein: ein Mensch. Ein lebendiger Mensch mit allen Sinnen. Als Frau. …  habe ich noch nicht ansatzweise das Potential ausgeschöpft, das in mir steckt. Ich habe noch nicht einmal angefangen zu zeigen, was ich kann. ….“ Everything happens for a reason. Oder auch nicht: Was man lieber nicht getan hätte. Ich habe aus …

aufgelistet: Gedankenfetzen und große Fragen

Was mich gerade umtreibt ist so einiges. Was tun? Wie Stellung beziehen? Muss ich? Kann ich? Soll ich? Die richtige Form habe ich noch nicht gefunden.  Aber es gibt immer wieder einiges, das mir Mut macht. Gespräche, die mir nachgehen. Sichtweisen, die etwas verändern. Ich lese und suche, frage und eine zeitlang habe ich mich auch im Häuslichen verkrochen. Die Küche neu geordnet, im Bad umgestellt und bei allem nie vergessen aufzulisten. Hier ein Auszug: Braucht Leben ein Ziel? Wilhelm Schmid, dem ich so gerne zuhöre, der so viel zu sagen hat, spricht dazu. Dieses Projekt: Jeden Tag ein Polaroid bis zum Tod. Das Glück liegt im Kleinen. Warum man es als Frau Kleidungstechnisch nur falsch machen kann. Gegen Vorurteile angehen. Allein durch den Iran. Ein Film über Kristina Paltén, die Angst hatte vor dem Iran, den Muslimen, dem Islam. Und die sich aufmachte, um sich den Ängsten zu stellen. Sie lief 1840 Kilometer durch den Iran. Allein. Als westliche Frau. Hat mich sehr berührt. So könnte es gehen. Beuys. „Zeige Deine Wunden“ ist eines der Bücher, …

aufgelistet: Geistige Warmmacher

Es ist kalt draußen. Das dürfte keinem entgangen sein. Aber das macht nichts, weil es gibt viele Dinge, mit denen man es sich drinnen gemütlich machen kann. Geistige Warmmacher sozusagen. Hier wären einige: Andrew Solomon über Mut, über schwierige Zeiten im Leben und Stärke. Über das, was uns zu dem macht, der wir sind. Ich kann mir diesen Vortrag immer wieder ansehen. Er ist so verletzlich, er ist so stark. Ein Lied, das mich diese Woche begleitet hat. „We expected something more.“ Ein wunderschönes Lied, das ich bei Indre entdeckt habe. John Berger nachtrauern. Ein Artikel über seine Kunst des Sehens, eines seiner Interviews mit Susan Sontag und ein Film über ihn. Großzügigkeit gewinnt. Nicht der Stärkere. Ein Vortrag über das Geben von Adam Grant, den ich sehr mochte, weil er zeigt, wie wichtig und richtig und notwendig das auch in der Wirtschaft ist. Auf mehr und mehr unverbesserliche Businessromantiker. Unsere Zeit kommt! Die erfolgreichsten Unternehmer unter 30, die Top 40 unter 40 und was noch mehr. Was ein Quatsch. Viel besser: Eine Liste, in der sich jeder wiederfindet. Auf …

aufgelistet: Revolution und Rebellion im Kleinen

Alltag. Jeder Tag anders und doch gleich. Dinge verändern sich im Kleinen. Ich mich. Hoffentlich jeden Tag. Nicht müde werden es wieder und wieder zu versuchen. „Mut. Nur Mut“ steht seit neuestem an der frisch gestrichenen Küchenwand für den Fall der Fälle, dass er mich verlassen sollte. Ein paar Dinge, die Mut machen, nachdenklich stimmen, Veränderungen hervorrufen im Kleinen und später dann im Großen. Schon älter. Ich habe die olympischen Spiele verpasst. Aber das Interview mit der chinesischen Schwimmerin fand ich so großartig. Wie sie sich freut. Und wie sie die Frage, wie sie wohl morgen performen wird, abtut und das einzig richtige sagt und tut: Nämlich, dass sie sich erst einmal über das freut, was sie heute geschafft hat. Überhaupt, dass sie einfach so herrlich ihre Ding machte. Tolles Interview. „Vielleicht wird später eine Idee daraus“: Ein herrlicher Vortrag von Peter Breuer, der seine Ideen auf eine ganz eigene Art sammelt und umsetzt. In 24 Stunden. Wer macht, hat Recht. „Was machen Sie beruflich?“ ist die Eröffnungsfrage. So schade. Reduziert sie einen auf das was man tut. Als Alternative: 27 …

aufgelistet: Innerlich unabhängig

Manchmal schnappe ich kleine Fragmente auf. Keine großen, weltverändernden Gedankenblitze, aber kleine Ideenglühwürmchen. Unabhängig, unzusammenhängend. Manchmal kann ich sie an etwas anknüpfen was sich in meinem Kopf schon geformt hat, manches Mal nicht. Ein anderes Mal finde ich auch einfach nur den Gedanken an sich schön, manchmal zum Weinen schön. Da muss sich nichts zusammenfügen. Das darf einfach so stehen bleiben. Manches Mal und mit manchen Menschen tausche ich das Stückwerk aus und manches Mal knüpfen sie bei einem anderen an etwas an und etwas Neues formt sich. „Die innere Unabhängigkeitserklärung“ ist ein Fragment. Eine schöne Wortkonstruktion, die ich aufgeschnappt habe. In den Kommentarspalten, in denen sonst weniger Erquickliches zu finden ist. Aber die guten Perlen sind oft fein versteckt. Ein Redner fand diese Worte, als ihm passendere fehlten. Was der Tenor, das Motiv einer Gruppe Studenten in einer Diskussion gewesen sei, wurde er gefragt. Genau könne er es nicht sagen. Etwas wie eine innere Unabhängigkeitserklärung schiene ihr Antrieb zu sein, antwortete er. Eine innere Unabhängigkeitserklärung. Was ein wundervoller Gedanke. Die sollte eigentlich jeder schreiben und …

aufgelistet: Treibgut einer faulen Sommerwoche

Eine Woche lang mein eigener Rhythmus. Ich und alleine ich bestimme, was ich mache, wann ich es mache und ob überhaupt. Das sagt sich leicht und denkt sich so einfach in Zeiten, in denen andere den Ton vorgeben. Und dann saß ich da und musste das erstmal wieder lernen. In der Hängematte liegen und den Wolken zusehen. Lesen. Oder auch nicht. Nichts Absichtsvolles tun, nichts, dass mich irgendwo hinführt, einzig allein mich treiben lassen. Dabei eingefangenes Treibgut, dass mir so ins Leben gespült wurde: Eine Sendung mit Andreas Weber gehört. Gedanken, die so ganz anders waren. Ein Interview mit ihm gelesen und mir sein neustes Buch bestellt. Es handelt von Enlivenment. Das ist ein sperriges Wort, für das, was die Aufklärung ergänzen könnte und ein Denken, dass von Kontrolle und Verwertbarkeit ausgeht eintauscht gegen Kreativität, Sinnhaftigkeit und unbändige Freude. Peter Bieri, den ich so mag über würdevolles Leben. Ein Artikel über Frauen und Sport. Nicht, den um der Pflichterfüllung willen, der ein weiteres „Du musst noch“ auf der langen Liste ist, sondern den, der Spaß macht, weil man sich verausgaben kann und spürt. Warum es …

Sommersonnenabendleichtigkeit

Natürlich klappt nicht alles wie es soll. Natürlich gibt es hunderttausend Sachen im eigenen Leben, die suboptimal laufen und in der großen weiten Welt sowieso. Aber es gibt auch Sommersonnenabende. In denen man in meinem Fall an der Isar sitzt und aufs Wasser blickt. In dem all die großen Dinge sehr klein und sehr unwichtig werden in Relation zum großen Ganzen. Dort kann man dann alleine sitzen oder mit jemandem, den man gerne hat. Und dann ist da diese Kombination von Sommerleichtigkeit und Gesprächsschwere, die schwer zu überbieten ist. Ein paar Gedanken, die zur Sprache kamen: „Ganz am Ende“ ist einer der berührendsten Texte, die ich seit langem gelesen habe. Einer der stirbt, beschreibt seinen eigen Tod. Da muss man schlucken, da will man nicht dran denken. Dabei lohnt es sich hin-, statt wegzusehen. Neugier. Immer neugierig sein. Ausdruck großer Lebensfreude. „Neugier ist die Kunst des Fragens“ ist ein schöner Beitrag. Von dieser Art der Sommerkleider werde ich nie genug haben. In weiß oder Jeans. Ja, es ist ein deutsches Lied. Ja, es ist ein wenig kitschig. Aber ich mag …

aufgelistet: Rebalancing

„The key to keeping your balance ist knowing when you´ve lost it“, habe ich einmal gelesen, mir sogleich notiert, weil ich dachte, dass kann man mal wieder gebrauchen. Ein beruhigender Satz, wie ich finde. Die Essensbalance ist mir abhanden gekommen. Das viele Reisen und unterwegs sein, die frühen Flüge und langen Tage führen immer dazu, dass ich nicht nur unregelmäßig, sondern auch einfach Ungutes esse. Nichts Verbotenes, weil ich von Essensverboten nicht viel halte, aber nicht das, worauf ich Lust hätte, sondern einfach das was gerade da ist und das sind dann Kaffee, Kekse, Brezeln und Fast Food. Weil dem gerade so ist, traf mich Meike Winnemuths Lobgesang auf das Fasten so unmittelbar und weil das gerade nicht geht, habe ich jetzt die Schmalspurversion eingelegt. Viel Saft, sonst von allem eher wenig. Das nennen Frauenzeitschriften dann Detox, was mich aber nicht weiter stört. Rebalancing nenne ich das. Das andere Extrem leben. Das gibt im ganzen betrachtet dann den Ausgleich. Soviel zu meinen Lebensweisheiten. Einiges aufgelistet, was mich bewegt und umtreibt seit langem in all den Bereichen, in …

aufgelistet: Lichtblicke

Ich bin kein Morgenmensch, aber ich mag den Morgen. Weil er immer auch ein neues Versprechen ist. Alles ist neu, alles wird neu, alles liegt vor mir, alles scheint in neuem Licht nach einer Nacht und wenn sie noch so schlaflos und kurz war. Die Chance es heute besser zu machen als gestern, es nochmals versuchen zu dürfen wirft ein völlig neues Licht auf die Dinge. Alles ist möglich. Der Tag noch unberührt. Es gibt so viel zu lernen und zu entdecken. Ein paar Lichtblicke, die neues Licht werfen auf vermeintlich Altbekanntes. Doch ich glaube das braucht es und jetzt mehr als sonst: Ein Handbuch für den Medienkonsum Man lernt nie aus. Deshalb: Wie man richtig spazieren geht. Gute Nebenwirkung des kreativen Seins: nahe am eigenen Selbst zu sein. Ich mag mögen-Listen. Diese ist sehr schön. Ein anderer Blick auf das, was wir meist meiden: Über das Schöne am Tod und über das, was wir suchen oder verdrängen: Über Erfolg und Scheitern. Eine Kinderserie, die schon alt ist, in die ich aber schwer verliebt bin. Wunderschön gezeichnet, sehr wahr. Senior Rossi …

aufgelistet: Leise Stimmen, neues Licht

Soll ich etwas schreiben oder soll ich nicht? Ist das meine Aufgabe? Reden nicht schon genug Menschen diese Tage und geben ihren Senf dazu? Was zählt da meine Stimme? Und was ist überhaupt mein Beitrag? Alle sind sich so sicher, wer auf der richtigen Seite steht, wer Schuld hat und was zu tun sei. Ich nicht. Ich höre den Argumenten der einen und denen der anderen Seite zu und versuche irgendwo dazwischen etwas zu finden, was nicht Wahrheit ist, weil ich nicht glaube, dass es die eine gibt, aber vielleicht einen Weg. Was schon einmal ein Ausweg wäre aus der Sackgasse des lauten Beschimpfens, der Schuldzuweisungen und der einfachen Antworten. Im Sinne von Hannah Arendt, die ich so bewundere für ihre Klarheit, versuche ich zu verstehen, was mir zwar nur mittelmäßig gelingt, mich aber nicht davon abhält, es weiterhin zu versuchen. Ein paar kleine, leise Stimmen, die mich zum Nachdenken gebracht haben in den letzten Wochen und eine neues Licht geworfen haben auf Aspekte, die ich so nicht gesehen oder bisher übersehen hatte. Einige, die mich einfach …

aufgelistet: zurück im Alltag

I ch hatte gefühlt zu lange Urlaub. Zu lange Urlaub haben, geht überhaupt nicht, aber ich war so lange aus dem festen Rhythmus draußen und nur meinem eigenen Takt unterlegen, dass ich nun ab und an noch hadere mit der neuen Schlagzahl. Ein Satz von Stephen Nachmanovitch, der so vieles ist, der Künstler ist, Lehrer, Buchautor, Computerwissenschaftler – also auch viel zu tun hat, hilft mir: „Jede Handlung kann als Kunst, als Handwerk oder als Schinderei ausgeübt werden.“ Das ist eine Ansage, an der sich gut festhalten lässt und auf einmal ist Alltag nicht alltäglich. Einiges, das bei mir hängen und haften geblieben ist: Niemals vergessen, wie privilegiert man ist. Miese, fiese Liebe. Ein wunderschöner Liebescomic-Generator. Herrlich lustig. Erich Fromm zuhören, wie es mit dem guten Leben oder Frank Berzbach, wie es mit dem kreativen Leben leben geht oder Stephan Nachmanovitch, wie das mit der Improvisation geht. Am besten alle drei. In Kombination sind die unschlagbar. Ein schöner Literaturblog und ein Interview mit Kathrin Wessling drin. Das mit dem sein Ding machen mal hinterfragen. Als ewiger Optimist, der …

aufgelistet: Kann man so sehen oder so

Wir haben immer die Wahl. Wie wir es sehen und auch was wir sehen. Entweder fällt einem das nervige Baugerüst ins Auge, dass jetzt schon seit über einem Monat die Sicht versperrt. Oder man bemerkt das Blatt, das sehr schöne, das im Novemberregen auf besagtem Gerüst vor meinem Fenster in der Sonne glitzert. Es ist beides drin. Immer. Es ist nur eine Frage der Perspektive. Einiges, dass auch so oder so betrachtet werden kann: Ein so guter Artikel darüber, warum vor lauter Sehnen nach dem Sabbatical der wahre Systemfehler unentdeckt bleibt und warum das ganze Gerede vom Aufladen, Auftanken vergessen lässt, dass wir keine Duracel-Häschen sind. Ein Lied. Ein altes. Ein immer noch so gutes. So schade, dass diese Frau nicht mehr unter uns weilt. Sie hat so viel Gutes gesagt und es dabei immer einfach gemacht. Weil gute Dinge sagen ja viele, aber manches Mal eben so, dass sie keiner versteht. Sie war immer klar und auf den Punkt. Vera Birkenbihl. Einer ihrer schönsten Beiträge über Kommunikation. Jeder sieht, was er will und was er sieht, sagt …

aufgelistet: Wegweiser

Gerald Uhlig, der Mann, dem ich einen meiner Rückzugsorte in Berlin verdanke, der Ort, an dem nicht nur ich gerne verweile, sondern auch die wirklich Wichtigen, Politiker und Geschäftige sitzen, auf jeden Fall beobachtet er sie still aus seiner Ecke herau, notiert, wie sie sich geben, verhalten, nach welchen Regeln sie spielen. Er fasst seine Beobachtungen in Worte: „Einige Leute, die hier morgens ihren […] Geschäften nachgehen, sind Körpergeister. Sie nehmen ihre Umgebung gar nicht wahr. Sie sind so eingezwängt in die Machtstrukturen, sind so angespannt, dass sie sich gar nicht mehr in ihrem Körper zu Hause fühlen. Das merkt man, die dünsten das aus. Sie haben kein poetisches Ich.“ Zwei Dinge: Einmal zum Hören und Sehen, einmal zum Lesen. Beide vielleicht dazu gemacht, dem poetischen Ich auf die Sprünge zu helfen. Eine Lesung oder vielmehr eine Vorstellung seiner Thesen. Von einem, der ein gutes Buch darüber geschrieben hat, wie das geht, das mit dem kreativen Leben leben. Sachlich und ruhig beschreibt er, was es braucht, worauf zu achten ist. Ein Comic. Ein Comic, das den Weg, die Geschichte und die Gedanken …