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Architektonisches

Die Liebe zur Architektur kam mit der Liebe zu einem amerikanischen Architekturstudenten. Er erklärte mir die Welt von Mies van der Rohe, Herzog & de Meuron und Eames. Die Liebe überdauerte den Sommer und den Atlantik nicht, aber das Interesse für Wohnkultur ist ungebrochen. Ebenso wie der Traum, dass eines Tages ein Barcelona Daybed einzieht.

Ort des Geschehens

  Die Küche. Kochnische wäre passender. Studentisch in einen Erker gezwängt, beherbergt sie alles was ich benötige. Was ich mag ist, dass so Küche und Esszimmer ineinander übergehen. Kochen, zusammensitzen, lesen, backen – alles findet in einem Raum statt. Und weil nicht nur die besten Parties, sondern auch die besten Gespräche in der Küche stattfinden, ist diese Konstellation die beste. Was zählen schon qm? Schöne gibt es auch hier zu sehen.

aufgeräumt, umgeräumt

Eine Wohnung entwickelt sich. Selten ist ein Raum von Anfang so wie geplant, meist findet eine Evolution von Ecke zu Ecke statt. Jetzt hat es den Schreibtisch erwischt. Sicherlich auch der Prokastination geschuldet, habe ich Bücher sortiert, neu gestapelt, ans Fenster gestellt. Äußere Ordnung ist oft nur der verzweifelte Versuch, mit einer großen inneren Unordnung fertig zu werden, hat Camus gesagt. Ich glaube Feng Shui sagt, dass das Äussere das Innere wiederspiegelt. Wenn dem so ist, dann ist im Kopf jetzt Ordnung.

Blog-verliebt

Ein Blog, der schon lange zu meinen Lieblingen gehört ist „A Merry Mishap„. Sie hat einen so ruhige, klaren Stil, ein Händchen für Design, ein süßes Kind. Ganz besonders angetan hat es mir ihre Wohnung. Sie ist klein und doch strahlt sie eine Größe und Klarheit aus. Auch wenn es noch lange, lange bis Weihnachten ist, so steht die Christbaumleuchtenwanddekoration ganz oben auf meiner Liste.

versteckt

Auch wenn ich es gerne hätte. Ganz so minimalistisch leben wir nicht. Natürlich gibt es Krims und Krams, Sachen, Kleinzeug, Bügelbretter, Leitern. Sie verstecken sich alle elegant in einer großen, weißen Wand. Um den Gesamteindruck nicht zu zerstören, haben wir auf die Griffe verzichtet. Macht eine Kniebeuge am Morgen und am Abend. Und sieht gut aus.

Geschmacksanalyse

Wohngeschmäcker sind verschieden. Zu Besuch bei meinen Eltern. Ich mag, wie sich ihr Stil so konsequent durch die Räume zieht. Ein roter Faden, der immer wieder aufgegriffen wird. Da werden Möbelklassiker mit Familiengeschichte verbunden. Man sieht den Zimmern an, dass die Kinder längst ausgezogen sind. Es ist ein erwachsenes Haus, dennoch einladend, voller Geschichten und immer im Wandel. Einzelne Erinnerungsstücke, ein guter Ort. Er passt zu denen, die dort drin wohnen. Und das sollte doch die Essenz von Wohnen sein. Geschmäcker sind unterschiedlich, aber wenn Mensch und Wohnung, Mensch und Kleidung zueinander passen, wenn es stimmig ist, dann ist es richtig. Für jeden Geschmack.

Liebe zum Detail

Was mein zu Hause zu einem zu Hause macht. Das nach Farbe sortierte Bücherregal, denn welch besseres Gliederungssystem gibt es? Ich mag das Unfertige. Ein improvisierter Beistelltisch und mein neuer Lieblingsstuhl natürlich, auf dem es sich viel besser lernt und liest. Zumindest gefühlt.

Träumen von Brooklyn

Wenn ich mir Lieblingswohnorte aussuchen könnte. New York wäre dabei. Ein Brownstone in Brooklyn. Im Sommer auf den Stufen sitzend. So wie diese Dame. Wenn ich dann noch einen Wunsch frei hätte, wäre es dieses Appartement. Ruhig, klar, modern – trotzdem wohnlich. Die Wohnung von Lena Corwin wird übrigens auch gezeigt. Bis es soweit ist, träume ich mit diesem Buch.

Lieblingsecken

Ich habe Lieblingsecken. Wie meinen Schuh-Anzieh-Stuhl. Ein Stuhl, der nur dasteht, weil es zum Schuh-Anziehen bequemer ist. Daneben stehen zwei Gummistiefel. Nicht etwa weil es so oft regnet, sondern weil sie sich einfach so gut zum Stuhl machen. Schönes Licht und schöne Muster an die Wand. Nebenbei habe ich sie eigenhändig zusammengebastelt. Eine Hausbar ist Pflicht. Weil sie sich so verwegen anfühlt und es beruhigend ist, zu wissen, dass ich mir jederzeit einen Gin Tonic oder Martini mixen könnte. Spontan-Parties könnten gehalten und das bis-fünf-Uhr-früh-am-Küchentisch-über-das-Leben-philosophieren-Studenten-WG-Gefühl wieder Einzug halten. Eine kleine Sicherheit. Welches sind Deine Lieblingsecken?

Fertig eingerichtet

Schon fertig? Auf Anfragen: So sieht es bisher aus. Ich komme nach Hause und fühle mich wohl. Ich mag den Treppenaufgang, liebe unser Viertel. Ich habe lange nach Dielenboden, einer Wohnküche und hohen Wänden gesucht und nehme dafür ein minikleines Bad in Kauf. Es ist schön hell, wenige Möbel, aber die, die ich mag plus eben die obligatorisch-praktischen aus dem schwedischen Möbelhaus. Alles steht an seinem Platz und doch packt es mich immer wieder und ich stelle um. Manchmal nur im Kopf, manchmal auch im wirklichen Leben. Ist man eigentlich irgendwann fertig eingerichtet?