“Sich selbst zu kennen heißt, selbst zu sein,
heißt, Herr seiner selbst zu sein,
sich von den anderen zu unterscheiden,
aus dem Chaos auszuscheren,
ein ordnendes Element zu sein,
aber eins der eigenen Ordnung und der eignen
einem Ideal verantwortlichen Disziplin.
Und das kann niemand erreichen, 
der nicht die anderen kennt, ihre Geschichte,
die Folgen ihrer Mühen, diejenigen zu werden,
die sie in der Tiefe sind (…)
All das gilt es zu lernen, ohne das letzte Ziel aus den Augen zu verlieren,

nämlich sich selbst durch die anderen besser zu erkennen
und die anderen durch sich selbst.”

Antonio Gramsci.
Gelesen in “Lebendigkeit: Eine erotische Ökologie” von Andreas Weber