Küchenpsychiater

ruhig_2Wenn es zu viel ist, die to-do-Listen zu lang, die Anforderungen zu hoch, dann stelle ich mich an den Herd. Glücklich backen. Zufrieden kochen. Das geht, weil in der Küche gilt, was im Leben nicht funktioniert. Die Regeln sind vorgegeben. Eines nach dem anderen.

Ich werde ruhig. Weil ich weiß, was jetzt kommt. Jetzt hilft kein Nachdenken, kein Grübeln über das was heute war. Kochen hat einen klaren Anfang und ein Ende. An dem ich auch noch etwas in den Händen halte. Das Ergebnis meiner Anstrengungen. Wenn dann die Butter in der Pfanne golden wird, aus dem Mehlhaufen ein Teig wird. Gemüse schneiden, Zutaten wiegen, rühren, ankommen. Da ist so eine klare Linie und Struktur. Ich habe mich hier nie um Schnelligkeit bemüht. Ich mag es, dass mich das Kochen zur Ruhe zwingt. Eine Scheibe nach der anderen, erst die Eier, dann der Zucker.

Zufrieden gebacken und glücklich gekocht.

4 Comments
  1. julie

    12. September 19:12

    so ist es! ich mag deine durchdachten und feinsinnigen texte, immer wieder. und freue mich, dass es neben so vielen schönen gefundenen zitaten auch immer mehr stepanini-zitate gibt!

  2. Susanne

    13. September 1:50

    mein kopf nickt und lächelt :: auch mit tochterbaby vorne in der trage zusammen beruhigt und zufrieden zusammen.

  3. lingonsmak

    13. September 5:40

    auch hier ein ja 🙂

  4. alma

    14. September 16:24

    zufrieden gebacken
    das stimmt so sehr 🙂

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