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Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Wachsen. Wobei mögen zuviel gesagt ist. Es handelt sich eher um eine Art Hassliebe. Die Tatsache, dass zwar mein Körper vor langer Zeit die Größe von 1,73 erreicht hat, aber ich als Person noch Wachstumspotential habe, begeistert mich an den Tagen, an denen ich denke, dass ich meine Lektion jetzt gelernt habe und bereit bin für die nächste Stufe und frustriert mich an denen, an denen ich merke, dass ich noch ganz am Anfang stehe. Trotzdem mag ich sie. Die kleinen Wachstumsschübe, die man so als Mensch machen darf.
Beruhigend der Satz von Roger Willemsen dazu: „Es ist ein weiter Weg, bis man sich in den Besitz des eigenen Ichs gebracht hat.“

Während ich so meinen Lebensweg gehe und im Repeat-Modus stecke, spiele ich mal wieder mit dem Gedanken mir die Haare wachsen zu lassen, weil ich sie dann zu so einem schönen Chignon rollen könnte oder besser rollen lassen könnte, weil selbst bekäme ich das nie im Leben hin. Da kann ich wachsen und reifen so lange ich will.
Und weil ich ausgewachsen bin und bitte nur das Innere weiter geformt werden will [ich spreche von den nicht zu unterschätzenden Auswirkungen die der übermäßige Konsum französischer Patisserie nach sich ziehen kann, aber das ist eine andere Geschichte], wäre das doch eigentlich der richtige Zeitpunkt für einen weiteren Rock im Schrank. Dieser hat es mir sehr angetan. Ich mag ihn sehr.

Ich mag dieses Interview, das ich Edition F geben durfte. Ich laufe unter der Rubrik „Persönlichkeiten“, was mich gleich doch ein paar Zentimeter wachsen lässt. Der Text klingt vielleicht so, als sei ich beruflich schon fertig, was ich nicht bin. Aber gewachsen bin ich auch in diesem Bereich. Reingewachsen, gewachsen mit den Aufgaben. Hätte ich so nicht von mir gedacht. Und das ist schön zu sehen. Dafür bin ich dankbar und freue mich auf alles was noch kommt.

Niemals ohne Musik, die mich immer begleitet und begleitet hat und deshalb dieses Lied und dieses gleich dazu. Kann man sehr gut hören, während man den selben Fehler schon wieder macht oder wieder in alte Muster zurückfällt. Erträgt sich dann leichter.

Das ist ein langes Montagsmögen. Und es sind mehr als zwei Dinge. Aber es ist wie mit dem Wachsen. Das hält sich auch an keine Regeln und zieht sich zuweilen sehr lange hin.

4 Comments
  1. Smusanne

    19. Oktober 13:30

    Laß uns zusammen wachsen! In cm exakt der gleiche Ausgangspunkt 🙂 herrlich geschrieben und jetzt wird gehört – hier mit gutem Gewissen auf Repeat!

  2. Nora

    19. Oktober 15:33

    Danke für diesen wunderschönen Text und den inspirierenden Denkanstoß am Montag Nachmittag!
    Liebe Grüße, Nora

  3. mme ulma

    20. Oktober 22:45

    ich mag das auch, sehr, das interview.

  4. Ylva

    23. Oktober 10:54

    Wieder so eine schöne Musikempfehlung (und das sogar gleich doppelt) zu einem wunderbaren Text!
    Hach… 🙂 Danke!
    Liebe Grüße,
    Ylva

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