Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Ich mag die Illustrationen von Melanie Garanin. Ihre Kerzentiere, kann man erwerben und sich ansonsten an all ihren Alltagszeichnungen erfreuen. Diese hier bedeutet mir besonders viel. Und ich mag das neue Buch von Okka Rohd. Herdwärme.…

aufgelistet: Kopffreimacher, Herzerweiterer und Nichtstuerlauber

Eine Liste zu schreiben ist schon halb erledigt. Kein richtiges Deutsch, stimmt trotzdem. Wenn ich es aufgeschrieben habe, muss ich nicht mehr dran denken, mich nicht mehr sorgen, dass ich etwas Überlebenswichtiges vergessen könnte und der Kopf ist frei für die anderen wichtigen Dinge. Dasitzen, träumen, schweigen, nichts tun. Im Bett liegen, Eis essen, in Büchern zu blättern, ein wenig dösen und einfach noch mehr nichts tun. Dann ist irgendwann auch die große Lust wieder da etwas zu machen. Das Dumme an Vorurteilen, den Bildern, die wir im Kopf haben von Männern, Frauen, von dem was richtig und was falsch…

Der Sommer geht in die Verlängerung

Meine Oma hat immer "eingeweckt". Weckgläser finden sich ja heute in jedem guten Hipster-Cafe, aber die dazugehörige Einmachtradition lies sich leider nicht hinüberretten. Schade. Denn mit ihnen lässt sich der Sommer ein wenig verlängern und die Aprikosen bis in den Herbst hineinretten. Eingelegte Aprikosen (aus: Die grüne Stadtküche) 500 Gramm Aprikosen 300 Gramm Rohrzucker 200 Milliliter Weißweinessig 1 Stange Zimt 1 Teelöffel Senfsaat 1 Anisstern Für die Pasta mit Pinienkernen, eingelegten Aprikosen und Fetaziegenkäse. Einfach Pasta kochen - die Muschel-förmigen sehen am schönsten aus -, abseihen, Pinienkerne anbraten, eingelegte Aprikosen und Fetaziegenkäse drüberstreuen. Salzen und Pfeffern eh klar. Abschied nehmen.…

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. "Be a nice human". Freundlich sein. Zu sich selbst und zu anderen. Immer wieder.  Unerbitterlich. Und jetzt erst recht. Ich mag diese Decke oder diese, auch wenn sie mein Budget überspringt und verstecken nicht gilt. Gerade jetzt nicht. Ich mag dieses Lied. "Black".…

Hört auf Pflanzenforscherinnen: Von Wissenschaft, Wachsen und Bäumen

Ich habe das Buch von ihr noch nicht gelesen. Hope Jahren ist Pflanzenforscherin. Von dieser Zunft besitze ich wenige bis eher gar keine Bücher. Selbst ein Mensch mit breiten Interessen hat Grenzen. Aber in einem Interview hat sie mir auf zwei Dinge eine andere und, wie ich finde, sehr schöne Perspektive gegeben: Wissenschaft und Bäume. Den Sinn, den sie aus ersterer zieht, sagt mir so sehr zu und das was wir von Bäumen lernen können, lässt sie mich gerade anders betrachten. "Ich sehe den Zweck der Wissenschaft ausschließlich darin, die Seele zu füttern. Genauso wie Musik, Kunst oder Literatur die Seele…

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Immer wieder den feinen Radar nachzujustieren, ob ich das für mich mache oder um anderen zu gefallen. Ich mag diese Schuhe. Und zwar beide: Samtslipper und Sneaker bitte. Und ich mag dieses Lied: Without fear. Ohne Angst. Für mich.…

von Dauer

"Vielleicht schicke ich Ihnen bald wieder etwas, nur das kann dauern. Was immer das jetzt heißt", endete Charles Bukowski einen Brief an seinen Verleger. Bukowski verlor sich gerne und oft ans Trinken, ans Boxen, an die Frauen. Ich mich an den Sommer. Mir fiel nichts ein. Manchmal ganz viel. Aber nicht so viel, dass es reichte. Es fehlte die Lust. Dieses Wollen, das so groß ist, dass es wieder ein Müssen wird. Ein befreiendes. Und das ist etwas ganz anderes als das Müssen, das einem Schule, Eltern und was-weiß-ich -nicht-noch-wer eingetrichtert haben. Manchmal passiert eben nichts und das gilt es…

a la carte

"Man schaut nicht einfach hin und wählt etwas, man steckt immer schon bis zum Hals in seinem Leben." Iris Murdoch in Autonomie von Beate Rössler…

Montagsmögen

Jeden Montag und manchmal auch dienstags: Zwei, die ich mag. Es ist immer, was Du daraus machst. "Things are what you make of them." Ich mag die 8 Ratschläge von Adam J. Kurtz.  Ach, eigentlich alle. Ich mag dieses Kissen. Ich mag dieses ganze Album. Die sinnlichste, sommerlichste Musik, die ich mir vorstellen kann. Ich mag ziemlich viel gerade. Eigentlich fast alles.…

Vom Beginn des Sommers

Amerikanische Universitäten geben eine Sommerbuchempfehlung. Die Idee dahinter ist die, dass die Studenten gleich zu Beginn des neuen Semesters über etwas Gemeinsames unterhalten können. Ich habe mein eigenes Sommerbuch. Nicht, um mich mit jemandem darüber zu unterhalten, wobei das auch immer nett ist. Aber ich habe immer ein Buch, das für mich den Sommer einläutet. Die Zeit, in der es ein wenig ruhiger zugeht, in dem allem das Tempo genommen ist, weil entweder immer jemand im Urlaub ist, weil klar ist, dass vor Anfang September sich eh nichts tun wird oder es einfach zu heiß ist für kühne Pläne und…

Montagsmögen

Fast jeden Montag: Zwei, die ich mag. In Momenten des Zweifelns erinnere ich mich an die eine Sache, in der ich wirklich und unwiderruflich unschlagbar bin. Ich bin zäh. Ich habe Ausdauer. Wieder und Wieder. Das mag ich. Ich mag dieses Geschirr vom kleinen Label motelamio so sehr. Wunderschöne Sachen. Ich mag dieses Lied. (Beginnt erst ab Sekunde 33. Soviel Ausdauer muss sein. Wird aber danach belohnt mit schönsten Tönen).…

Ausbruch

Über die Wut: Der Psychoanalytiker Arno Gruen formulierte einmal die These, dass für menschliche Ohren Babygeschrei so schwer auzuhalten sei, weil wir diese Ungeheuerlichkeit, dass ein kleines Wesen sein Unwohlsein und Nicht-Gefallen an dieser Existenz und Welt einfach so frei herausbrüllt nicht ertragen. Es ist das schlichte Ungehaltenensein, das im so großen Gegensatz steht zu der Beherrschtheit von uns Erwachsenen steht. Der Kraftaufwand ist ähnlich groß, nur leiten wir ihn anders um. Wir verwenden die Energie nicht um lauthals zu schreien, sondern um die Zähne zusammenzubeißen und uns nicht so anzustellen.  …

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Fragen, immer fragen. Hinterfragen. Das Fragebuch von Max Frisch liegt mir schon lange am Herzen. Fragen an mich selbst und an das Leben habe ich kürzlich entdeckt. Und gestern erst diese sieben Fragen von André Heller. Kommen in die Küche. Mag ich. Ich mag diese rote Regenjacke. Meine Antwort auf Regenwetter. Ich mag dieses Lied und diesen kleinen Film übers glücklich sein. Noch Fragen? Kommt gut in die Woche.…

Machen wir was. Besuch mich

Früher hingen wir rum. Oder ab. Ich weiß nicht mehr, was damals genau der Jugendjargon war. Wir trafen uns am Nachmittag. Was hätte man auch sonst machen sollen auf dem Land? Micha, Ami und David. Manches Mal kamen noch andere dazu. Meist aber waren wir  zu viert. Es wurde ausgemacht, wo wir uns trafen. Meist bei Micha. Wir saßen so rum und überlegten gemeinsam, was man wohl tun könnte. Wir wussten nichts so recht mit uns anzufangen, vielleicht weil man in dem Alter noch gar nicht weiß wo sein Platz in der Welt ist. Manchmal fuhren wir an den Fluß.…