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Schlaflos mit vollem Magem

Schlaflos mit vollem Magem

Niemand blickt auf sein Leben zurück und erinnert sich an die Nächte, in denen er geschlafen hat.

Ich schlafe sehr gern. Gerne, lange und ausgiebig. Aber ich mag auch die Nächte, in denen ich nicht schlafe.
Die, in denen ich koche. Die, in denen ich mir ausdenke, was man aus und mit diesem Raum machen kann – außer eine Tafel darin aufzustellen. Die, in denen ich angespannt bin, weil ich nicht weiß, ob das, was ich mir im Kopf ausgedacht habe auch in der Realität so funktioniert. Die, in denen vieles nicht so klappt, wie es geplant war, aber daraus wieder etwas Neues, manchmal sogar Besseres ensteht. Die, in denen ich machen kann ohne zu fragen warum und wozu. Die, nach denen ich jeden Muskel spüre, weil das am Schreibtisch sitzen und wild vor sich hintippen sie nicht beansprucht. Die, in denen ich nicht denke, was ich alles noch tun muss, wer was denken könnte, weil Schwarzwurzeln geschält, Trauben gewaschen, Brote gebacken werden wollen.  Die, in denen ich machen kann und nicht fragen, um Erlaubnis bitten, abstimmen muss. Die, die ich mit Freunden verbringe, mit denen so etwas zusammen geht.

Ich gehe jetzt schlafen.

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