Schreiben gegen das Fieber

„Wenn es wahr ist, was Proust sagt, dass man glücklich ist, wenn man nicht fiebert, werde ich niemals wissen, was Glück ist. Denn ich bin besessen von einem Fieber nach Erkenntnis, Erfahrung, dem schöpferischen Akt.
Ich glaube, dass ich eine unmittelbare Beziehung zum Leben habe, die schrecklich und schmerzvoll ist. Zwischen der Gegenwart und mir gibt es keine Zeitlücke, keine Distanz. Nur Unmittelbarkeit. Aber es ist auch wahr, dass ich später, wenn ich schreibe, mehr sehe, besser verstehe, entwickle und ausbaue.“

aus: Die Intensität des Lebens von Anais Nin

1 Comment
  1. tine

    28. August 18:39

    klingt gut und logisch,
    kommt auf die reiselektürenliste,
    danke!

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