über die Einsamkeit

113„Einsamkeit. Man weiß instinktiv, dass sie mehr an Befriedigung bereithält als andere Zustände, aber trotzdem ist sie schwierig. Und außerdem, wie soll man zwischen Zuständen unterscheiden, die wertvoll sind, die uns trotzt ihrer Unbequemlichkeit Kraft geben und zu großen Dingen treiben, und den anderen, denen man besser ausweichen sollte? Welche sind kostbar und welche nicht? Warum ist es so schwer, allein glücklich zu sein? Warum ist es unmöglich? Warum werde ich, wann immer ich nichts zu tun habe, manchmal sogar, wenn ich mitten in einer Beschäftigung stecke, langsam, aber unvermeidlich zum Opfer dessen, was sie tun, der Kraft ihrer Handlungen ausgeliefert?“

aus: Ein Spiel und ein Zeitvertreib von James Salter

3 Comments
  1. Cynthia alias Rübenigel

    11. Juni 8:26

    Spannend… gerade heute morgen hatte ich einen Traum, der von Einsamkeit handelte. Da ging es auch um die Traurigkeit und Unausweichlichkeit dieses Zustandes… aber auch letztendlich um die Kraft, die ihr innewohnt, wenn ich den Zustand akzeptiere und die Gestaltung in die eigenen Hände nehme.

    Wie ist das Buch denn sonst so? Lohnt es sich? Ich gestehe, dass ich von diesem Autor bisher noch nichts gelesen habe.

    • stepanini

      20. Juni 16:34

      Der Autor ist großartig. Mir hat mal gesagt, dass es ein sehr männlicher Schreiber ist. Es gibt viele explizite Szenen, aber ich mochte es sehr.

  2. Cynthia alias Rübenigel

    20. Juni 17:18

    Danke. Dann setz ich es mal auf meine Jagdliste 😉

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