Feeling blue. So ein bisschen, manchmal. Um mich davon abzulenken, die Zeit damit verbracht mich für den Sommer zu rüsten und festgestellt, dass ich mehr blue Jeans brauche und zwar in allen Formen. Als Kleid [1], als nochmal Kleid, aber anders [2] und als Jumpsuit gleich dazu [3]. Ergänzt um goldene Schuhe. Denn die sind nie verkehrt.

Neu eingekleidet ein wenig das Internet befragt, was es zur Schwermut zu sagen hat und diesen schönen Artikel über das Glück und die Melancholie gefunden.

“Der Melancholiker wird gerade deshalb melancholisch, weil er erkennt, dass ihm niemand die Last seiner Existenz von den Schultern nehmen kann. Und deshalb hat er das Gefühl, in seiner Existenz vollkommen allein gelassen zu sein. Der Melancholiker kann sich an nichts festhalten, ihm ist, als habe ihn die Existenz verstossen. Wer melancholisch ist, bemerkt, dass die Dinge auch ein unbekanntes Gesicht haben. Er wird ein ständiges Heimweh nach jenen unbekannten Gefilden haben, nach denen dieses Gesicht blickt.

Diese unbekannten Gefilde sind jenseits aller Grenzen. Nicht seine Trauer verzeiht die moderne Gesellschaft dem Melancholiker nicht, sondern dass er in seiner Seele diese Grenzen überschritten hat. Eine Voraussetzung der Gemeinschaft besteht darin, dass alle sich dem Mass verpflichten und die Grenzen respektieren. Die Überschreitung von Grenzen ist in jeder Hinsicht «gemeinschaftsfeindlich». Und das gilt auch für die Melancholie. Aber wenn das stimmt, warum nennen wir sie dennoch einen positiven Zustand, ohne den die Welt durchaus ärmer wäre? Weil der Mensch bei Überschreitung der Grenzen auf das unfassbare Fundament seiner eigenen Existenz stösst. Grenzenlosigkeit bedeutet keine Unendlichkeit der Tiefe, der Höhe, der Grösse oder der Entfernung, sondern der Unerschöpflichkeit. Die Melancholie ist das Erlebnis dieser Unerschöpflichkeit. Deshalb ist sie in einer Zeit wie der unseren, in der die «heilige Dreifaltigkeit» von Technik, Ökonomie und Politik für ausnahmslos alles Lösungen bietet, nur schwer zu akzeptieren.”