Eine Liste: Resonanzerzeuger

Hartmut Rosa hat in einem Artikel im aktuellen Stern den schönen Satz gesagt: "Resonanz ist, wenn die Welt antwortet, obwohl man gar nicht gefragt hat." Er hat ein ganzes Buch über Resonanz geschrieben, warum sie so wichtig ist, warum wir sie suchen sollten. Gerade jetzt. "In dem Wahn etwas darstellen zu müssen, verpasse ich es zu fühlen, zu sein, mich wirklich vom Leben berühren zu lassen." Eine Liste von Texten, Musikstücken, Interviews, die etwas zum Klingen bringen, fühlen lassen. 40: Wie das so ist mit der 40, was sie mit einem macht. Zwei Frauen, die ich sehr mag schreiben darüber…

Montagsmögen

Montags: Zwei, die ich mag. Meinen neuen Desktophintergrund. Die Erinnerung an das, was wichtig ist. Dieses Kleid oder jenes. Dieser Rock. Dieses Lied. In Dauerschleife. Summergirl.

Back doch

Es gibt hundert Dinge, die ich tun sollte. Stattdessen. Mir muss keiner etwas erzählen über Prokrastination. Kenne ich. Beherrsche ich. Oder sie mich. Die Verhältnisse sind hier nicht ganz klar.Aber dieses Mal ist es etwas anderes. Ich bin dem Sauerteig verfallen. Ihm dankbar. Er hilft mir. Er erinnert mich. Er bringt mir vieles bei. Zwar nichts über Multivariantenanalysen, Patentanmeldungen oder den neusten Stand in Sachen Innovation, oder eben doch. Wir hatten es schon öfter miteinander versucht. Mit nur mäßigem Erfolg. Für ein Bild bei Instagram reichte es. Aber wirklich gut war es nicht. Das Brot war nicht luftig genug, brach…

Auswahl

"Und wenn du nicht weißt, wer du bist, such dir aus allen Möglichkeiten deines Ichs die Unmöglichste aus und werde es.."

Montagsmögen

Montags: Zwei, die ich mag. Regenbogenfingernägel. Weil bunt immer besser ist. Diese Sneaker, weil Sneaker gehen immer. Mein neuer Lederrock, den ich nicht mehr ausziehe. Schon ein wenig Herbst, aber geht auch im Sommer. Dieses Lied. Ich dachte etwas übers davonlaufen wäre ganz passend.

Entdecke den Titan in Dir

Werbung Ich habe nicht die leiseste Ahnung warum, wie und wo ich dieses Buch gekauft habe. Ein Buch, das den bescheidenen Titel " Werkzeug der Titanen" trägt. Ich zähle mich nicht zur Titanen-Kategorie. Nicht im entferntesten. Ich bin der Antipol zum Titanen. Nicht, dass ich mir nichts zutraue. Es gibt einige Dinge, die ich gut kann. Denken, Ideen haben und in die Tat umsetzen, Dinge anpacken, obwohl sie mir Angst machen, andere mitnehmen, vorangehen. Es gibt Dinge, die ich nicht gut kann und wohl auch in diesem Leben nicht mehr beherrschen werde. Kontoauszüge abheften, Projektdetailpläne erstellen, immer gleich alles auf…

aufgelistet: Kleine Sequenzen und lange Gedankenstrecken

Irgendwann Ende September lag ein Umschlag im Briefkasten. Zwischen den üblichen Rechnungen und der Krankenkassenwerbung mit dem neuen Tarifangebot gab es Post von Lina. Ein kleiner Gruß und ein sorgsam ausgeschnittener Zeitungsbeitrag. Ein Bericht über Roger Willemsen, den ich doch so mochte. Der Artikel war schön. Aber noch schöner das Wissen, dass jemand ihn gelesen und an mich gedacht hatte. Ausgeschnitten, in einen Umschlag getan, eine Notiz dazu, Briefmarke drauf und zur Post getragen. Nicht nur an jemanden zu denken, sondern den Schritt weiter zu gehen und es zu sagen, zu schreiben, kundzutun. Es sind die kleinen Dinge.Einige Dinge, manche…

Erzähl mir was

"Es haben viele Leute den Mut zu leben, aber weniger ihr Leben zu erzählen", hat Godard einmal gesagt. Mir fehlte der Mut, der Antrieb und ja, auch die Kraft. Wo sonst immer so viel und manchmal sogar zu viel Energie war, war auf einmal nichts. Alles andernorts verbraucht. Gut, dass es neue Anfänge gibt, dass es ein Aufstehen gibt, ein Weitermachen. Es gibt so viel zu erzählen.…

Lebenslang

„How we spend our days is, of course, how we spend our lives.“ Von Annie Dillard und hier entdeckt…

Ist mir sowas von Hummus

"Die Eiche: Kümmert sich kein Stück um das Blühen der Kirsche." Basho Der Bärlauch blüht auch. Wenn man eine Dose Kichererbsen nimmt. Davon einen Teelöffel der Flüssigkeit zur Seit stellt und die Hälfte der Dose im Mixer zerkleinert, während man 1/3 Tasse gutes Olivenöl dazugibt und den Saft von einer Zitrone daruntermischt. Wenn man dann noch einen Teelöffel oder zwei Tahini hinzugibt, das Ganze nochmals cremig schlägt. Dann noch etwas Knoblauch und einen halben Bund Bärlauch kleinhakt, den Teelöffel Kichererbsensaft unterhebt und zum nun dritten Mal die Mischung mit dem Mixer cremig rührt, dann das Ganze auf einem Teller anrichtet,…

nichts verstanden

Meine App sagt, dass ich dieses Lied schon 37 Mal gehört habe. Das kommt mir persönlich ein wenig viel vor. Aber dann wieder auch nicht. 37 Mal nur zuhören. Das vergisst man doch so oft. Wie gut es tut, nichts zu verstehen. Wie gut es tut, nichts verstehen zu müssen. Wie viel man dann verstanden hat.…

Montagsmögen

Montags: Zwei, die ich mag. Diesen Satz von John Lennon. Dieses Streifenkleid oder dieses und diese Sandalen dazu sehr. Dieses Cover. Schon so oft gehört. Wie gut. Wie gut zu denken man kennt etwas und dann ganz neu überrascht zu werden. Ich mag gerade so viel.…

Müde Wahrheit

Müde. So müde. Auf die gute Art. Die wenn man sich angestrengt hat und alles gegeben. Zu müde, um ins Bett zu gehen. Zu müde, um lange nachzudenken bevor ich etwas sage. Und doch wach genug um zu merken, dass der Satz, den ich da gerade so beiläufig habe fallen lassen, einer von den wahren ist. "Seit ich mich selbst mehr mag, mag ich andere Menschen viel lieber." Man begegnet sich immer selbst. MerkenMerken MerkenMerken…

Freundliche Erinnerung

"Im Gespräch nicht immer bloß sich selbst zu hören. Im Hinsehen nicht nur das Eigene zu sehen. Er begriff das als ein radikales Lieben, und das tat er verschwenderisch: lieben." Aus einem Nachruf, den ich schon so oft gelesen habe, der dennoch nichts, aber auch gar nichts an Wirkkraft verliert.…

Große Frage und leichte Gereitzheit

Ich konnte ihn vom ersten Augenblick an nicht leiden. Die Rede ist von Richard Kraft, Rhetorikprofessor aus Tübingen. Kraft ist die Hauptperson im Buch was sich schon am Titel "Kraft" erahnen lässt. Nicht trotz, sondern wegen dieser Abneigung von Beginn an habe ich es bis zum Ende und dies auch noch sehr gerne. Das macht den Sog des Buches aus, dass einem die Hauptperson so nahe kommt, dass sie einem unendlich auf den Geist geht, dass nebenbei die große Theodizee-Frage warum Gott Leiden zulässt und wo die Grenzen der Technik liegen, erörtert wird und sich so genervt - und gleichzeitig…