alles sonst so
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entschleunigt

ImageViel zu schnell gelebt, viel zu viel reingepackt. Und dann fünf Stunden im Zug sitzen. Ein Buch von Anfang bis Ende lesen, Musik hören und immer wieder einfach nur aus dem Fenster sehen. Die Gedanken treiben lassen, wie die Landschaft vorbeizieht. Notizen machen, Kalender studieren und wissen, dass die Reise eine gute ist. Nicht nur die fünfstündige.

5 Kommentare

  1. Es bleibt, Dir eine erholsame und sortierende Reise zu wünschen! Lesen, Musikhören, Gedanken treiben lassen und danach Gedanken im Notizbuch sammmeln, das sind auch meine Lieblingsbeschäftigungen im Zug.
    Hach ja, schön 🙂

    Liebe Grüße aus Leipzig,
    Katharina

  2. Tatsächlich wartet man in der Regel nicht auf irgendetwas. Man wartet zumeist auf etwas Angenehmes, auf etwas, das dem Alltag einen Höhepunkt verleiht. Dazu gehören natürlich in erster Linie zwischenmenschliche Belange – man wartet auf ein gemeinsames Essen, auf Nachricht von den Kindern oder auf seine Partnerin. Warten und die Wahrnehmung der Wartezeit – beides ist relativ. Albert Einstein wird der Satz zugeschrieben, dass eine Minute mit einer schönen Frau als sehr kurz, eine Minute mit der Hand auf einer heißen Herdplatt hingegen als sehr lang empfunden wird, was viel mit dem Thema zu tun hat. Wir warten nämlich meistens nicht auf Mahnungen, Bußgeldscheide oder Aufforderungen zur Steuernachzahlung. Wenn die eintreffen, ist das ärgerlich genug; gelegentlich hat man aus Erfahrung mit ihnen gerechnet. Beim Warten hingegen haben wir für gewöhnlich positive Momente im Sinn – Dinge, die den Alltag im besten Fall zu etwas Besonderem machen und aus dem täglichen Einerlei herausstechen. Das Warten zeigt sich ja gerade darin, dass man auf den speziellen Moment hinlebt und die Gegenwart dagegen weniger interessant erscheint. Man sieht auf die Uhr, ist ungeduldig, ärgert sich vielleicht sogar, wenn der erwartete Zug, der einen seinem Reiseziel näher bringen soll, Verspätung hat.

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