frühe Einsicht

I ch krame in Schubladen auf der Suche nach dem einen Beleg, den ein Amt von mir will und finde dabei ein altes Notizbuch. Schon ganz abgegriffen. Auf den Einband habe ich die Jahreszahl geschrieben. Ich war 18 damals. 18.
Ein paar sinnlose Textfragmente, Gedankensprünge habe ich mir da notiert. Irgenwann das Schreiben aufgegeben, weil es wohl Wichtigeres zu tun gab. Die meisten Seiten sind leer. Aber der erste Satz, der die Lebenserkenntnis meiner jungen Jahre zusammenfasst, lässt mich verwundert über mich selbst zurück.

“Dem Leben sollte man immer frontal begegnen”

steht da.
Was mich damals schon zu dieser weisen Einsicht bewog, weiß ich nicht mehr. Aber viele Jahre später würde ich es genauso wieder schreiben.

2 Comments
  1. LiebLinks-Montag {01.2016}

    25. Januar 11:37

    […] „Frühe Einsicht“ und so treffend. Besser spät als nehme ich mir das jetzt auch vor. Dafür bin ich sehr […]

  2. stephiehouseofwolf

    26. Januar 16:29

    Faszinierend, was das alte/junge Selbst so über das Leben schreibt, nicht wahr? Ich liebe es in vergangenen Kalendern oder Notizbüchern zu lesen und bin immer wieder froh, dass Heute, Heute ist und nicht wie damals mit 18 Jahren 😉

    Viele Grüße
    Stephie

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