Es gibt ja Essen-Patriotisten. Ich gehöre nicht dazu. Ich nehme mir aus jedem Land das Beste. Französische Patisserie ist schwer zu toppen, aber die amerikanische Süßkultur hat dafür andere Qualitäten. Mein liebstes sind Donuts. Donuts schmecken für mich nach Freiheit, nach Roadtrips, nach unendlichen Möglichkeiten. Nicht die kaugummiartigen aus dem Supermarkt. Frische, noch warme, leicht zähe und zarte Donuts, die müssen es sein. Hier bin ich fündig geworden und wurde nicht enttäuscht.

Es erfordert ein wenig Zeit, lässt sich aber wegen der vielen Ruhezeiten dazwischen, ganz hervorragend so nebenbei erledigen. Einfach zwei Päckchen Trockenhefe mit etwas Wasser und 1 Teelöffel Zucker vermischen und zehn Minuten ruhen lassen, bis sich kleine Bläschen gebildet haben. 750 gr. Mehl mit 125 gr Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und einem Teelöffel Salz mischen. Dann die Hefe-Zucker-Wassermischung daraufgeben und gut durchrühren. Anschließend 75 gr zerlassene Butter  mit 300 ml lauwarme Milch und zwei verschlagenen Eiern dazugeben und  zu einem weichen Teig kneten. Zugedeckt mindestens eine Stunde gehen lassen.

Dann ausrollen, ausstechen und nochmals eine Stunde gehen lassen. Anschließend in heißem Fett kurz fritieren und anschließend in Zimt und Zucker wenden oder mit Schokolade glasieren. Beides gut. Für jede Nation. Ein Hoch auf gutes Essen.