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Orientierungshilfe

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„Mein Leben lang habe ich mich an dieser Figur orientiert – dem Trainer. Und irgendwie ist immer einer dagewesen, irgendwie scheine ich immer eine Version von ihm in den Menschen zu finden, mit denen ich arbeite; ich scheine mich immer auf jemanden zu verlassen, der mich zu Höchstleistungen antreibt.“

„James ist das Gegenteil eines Trainers. Er ermutigt mich, lange zu schlafen, es stört ihn nicht, wenn ich eine Verabredung absage, er zuckt die Schultern über meine Launen, meine Fehler, meine Abstecher ins totale Gehenlassen. Ich erzähle ihm von Edmund Wilson, der seine damalige Frau stundenlang in ein Zimmer sperrte mit dem Auftrag, eine Geschichte zu schreiben. Ich sage ihm, dass ich die Vorstellung romantisch finde.
Ich muss dich nicht in ein Zimmer sperren, sagt James.
Das machst du selbst.“

aus: Bahnen ziehen

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