Strohfeuer

171„Wir müssen uns alle von Zeit zu Zeit das Recht auf Projektionen zugestehen, die Gelegenheit, uns in die imaginären Roben und Abendanzüge dessen zu werfen, was nie war und nie sein wird. Das poliert unser mattes Leben etwas auf, und manchmal können wir eine Traum statt eines anderen wählen und in dieser Wahl etwas Erholung von der gewöhnlichen Traurigkeit finden. Schließlich kann keiner von uns allen das Knäuel von Fiktionen entwirren, die jenes wackelige Ding bilden, das wir Selbst nennen.“

aus: Der Sommer ohne Männer von Siri Hustvedt

1 Comment
  1. M i MA

    30. Dezember 21:57

    huh! wie wahr….

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