The answer is love

Arno Gruen beginnt eines seiner Bücher mit dem unglaublichen Satz: “Die menschliche Entwicklung bietet zwei Möglichkeiten, die der Liebe und die der Macht.” Eigentlich müsste man nicht mehr weiterlesen. Alles Wesentliche bis zum Rest des Lebens ist gesagt.

Ich habe die ganze Woche über ein Lied gehört. Entdeckt habe ich es bei Juli. Entstanden ist es, weil die Sängerin lange auf ein vier-jähriges Mädchen aufgepasst hat und sie sich irgendwann, als sie weniger Zeit füreinander hatten, anfingen sich Videobotschaften zu schicken. Während sie mitten im Songschreiben steckte und nicht weiterkam, kam eine Nachricht von ihr. Das kleine Mädchen sitzt am Tisch, isst Maultaschen, erzählt, dass sie heute ganz viel mit Playmobil gespielt hat und dann diese tollen Sätze zum Abschied: “Ich hab´Dich so lieb. Und ich tunk Dich so tief in meine Liebe, bis zum Boden und Du bleibst drin stecken. Und Du wirst Dich ganz gut fühlen.” Und damit war das Lied da.

Nicht nur die Worte. Die Unschuld, das so gar nicht Berechnende, das fehlende Machtkalkül, weil der Gedanke gleich einzukalkulieren, was es zurückbekommt, wenn es etwas gibt, noch ganz fern ist.

Das hat mich die ganze Woche begleitet und ich hoffe, es trägt darüber hinaus.
Einfache Anweisung: Egal was oder wer mir, wie ich mir selbst begegne: Einfach eintunken bis zum Boden. Statt zurückzuhauen, einfach nachtunken. Drin steckenbleiben.
Ab ins Bodenlose.

4 Comments
  1. Micha

    21. Mai 11:39

    … dann fühle dich mal getunkt
    mit sonnigen Grüßen

    • stepanini

      21. Mai 17:55

      Liebe Micha,
      das kannst Du. Bis zum Boden.
      Auf dass Du Dich ganz gut fühlst.

  2. Valentina

    21. Mai 15:25

    Großartig! Danke für´s Teilen….

  3. Slo

    22. Mai 21:39

    Wie großartig 🙂
    Danke für’s Teilen,
    Slo

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