Tröstlich

Trostessen. Als Kind durfte ich mir sich etwas zu essen wünschen, wenn ich krank war. „Was soll ich Dir kochen?“ ist heute noch die Frage, wenn ich meine Eltern besuche. Vanillepudding heilt keine Wunden. Es ist nicht wissenschaftlich belegt, dass Pfannkuchen Fieber senkt oder Matjes mit Salzkartoffeln Familiendynamiken außer Kraft setzt. Aber vielleicht muss es das auch gar nicht. Vielleicht reicht es, wenn es einfach nur ein wenig gut tut. An allen Tagen. Nicht nur den kranken oder denen der Heimkehr.
Wenn ein Gericht eine Belohnung dafür ist, dass man es redlich und ordentlich durch diesen Tag geschafft hat, zwar nichts Besonderes und Großes vollbracht, aber auch keinen allzu großen Schaden angerichtet, ist es genug. Wenn der heutige Beitrag zum Bruttosozialprodukt nicht ersichtlich ist und das auch völlig egal, weil man aufhören muss den eigenen Wert an der Leistung zu messen, hat man viel geschafft.
Einfach so. Sich selbst mehr gut tun. Sich trösten, weil es doch keiner unbeschadet durch dieses Leben schafft. Weil es in Ordnung ist gnädiger und liebevoller mit sich selbst zu sein. Weil man es dann auch zu anderen sein kann.

Apfelgalette mit karamellisierten Walnüssen und warmer Salzkaramellsauce

Für den Teig

  • 1 1/4 Tassen Mehl
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Salz
  • 125 Gramm Butter
  • 1/4 Tasse eiskaltes Wasser
  • 1 Ei
  • 1 Teelöffel brauner Zucker
  • Vanilleschote

Für die Füllung

  • 2-4 kleine Äpfel
  • 2 Teelöffel brauner Zucker
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 1 Teelöffel Stärke
  • 1 Zitrone
  • Walnüsse
  • noch mehr brauner Zucker

Für die Salzkaramelsauce

  • 1 Tasse Zucker
  • ein paar Butterflocken
  • 3 Teelöffel Wasser
  • 3/4 Tasse Sahne
  • etwas Fleur de Sel

Das Mehl mit Zucker und Salz vermischen. Kalte Butter in kleinen Stücke schneiden und alles so lange verrühren, bis kleine Streusel entstanden sind. Vanille dazugeben. Eiskaltes Wasser zugeben und verrühren. Mit den Händen zu einem glatten Teig verrühren. In Plastikfolie einschlagen. Im Kühlschrank mindestens 1 Stunde ruhen lassen.

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Äpfel in dünne Scheiben schneiden. Zucker mit Zimt, Stärke und Zitronensaft vermischen. Apfelscheiben zugeben und alles vermischen. Teig in vier oder mehr Teile teilen. Jeweils Kugeln formen und dann ausrollen, ein wenig Rand lassen, mit den Äpfel belegen und mit Zucker bestreuen. Im Ofen für 30-35 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Walnüsse mit etwas braunem Zucker rösten.
Zucker und Wasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Mindestens fünf Minuten bis es goldgelb wird. Den Topf vom Herd nehmen, Butterflocken einrühren und Sahne dazugeben unter ständigem Rühren. Ein wenig Fleur de Sel einstreuen.
Die Apfelgalette erst mit den Walnüssen bestreuen, dann die warme Karamellsauce damübergeben.

 



Tröstlich.

 

3 Comments
  1. Minon

    28. Oktober 18:11

    Mmhhh.. sieht lecker aus ! Werd ich mal ausprobieren …

  2. Micha

    28. Oktober 19:24

    ein gutes Bauchgefühl, das vermag schon viel…
    ebenso wie Apfelkuchen!

  3. Tomke

    29. Oktober 0:24

    „Sich trösten, weil es doch keiner unbeschadet durch dieses Leben schafft.“ Danke für diesen Satz!

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