von Dauer

„Vielleicht schicke ich Ihnen bald wieder etwas, nur das kann dauern. Was immer das jetzt heißt“, endete Charles Bukowski einen Brief an seinen Verleger. Bukowski verlor sich gerne und oft ans Trinken, ans Boxen, an die Frauen.
Ich mich an den Sommer.

Mir fiel nichts ein. Manchmal ganz viel. Aber nicht so viel, dass es reichte. Es fehlte die Lust. Dieses Wollen, das so groß ist, dass es wieder ein Müssen wird. Ein befreiendes. Und das ist etwas ganz anderes als das Müssen, das einem Schule, Eltern und was-weiß-ich -nicht-noch-wer eingetrichtert haben.

Manchmal passiert eben nichts und das gilt es auszuhalten. So lange bis es weh tut. So lange, bis wieder ganz viel passieren kann. Von selbst und leicht. „Es muss fließen“ steht an meiner Küchenwand, damit ich ihn nicht vergesse diesen schönen Zustand, in dem sich eines zum anderen fügt, bewegt und vorangeht wie von selbst.
Das hat gedauert.
Ich bin wieder da. Was immer das jetzt heißt.

7 Comments
  1. Minon

    17. September 14:42

    Das ist schön, daß du wieder da bist !…so lang gewartet…
    aber du hast ganz recht : ein Wollen soll es sein, kein müssen..
    du willst, du kannst, du mußt – am besten du hast Lust !

  2. Taija

    17. September 19:37

    Ach, wie mag ich das Isargekiesel…und schön, dass es ein geduldiger Sommer für Dich war….

  3. Erika Heinemann

    18. September 6:37

    Da freu ich mich aber, sehr vermisst hab ich Dich 🙂

  4. barbara

    18. September 8:22

    Liebe Stepanini, auf dich warten lohnt immer…
    Barbara

  5. E.

    18. September 17:39

    Wie schön! Ich freu mich

  6. Anonymous

    18. September 19:20

    Wie schön, wieder von dir zu lesen!
    Bei den herrlichen (Spät-) Sommer-Impressionen wird mir warm ums Herz.
    Danke!
    Clara

  7. Davina Goldammer

    19. September 22:20

    such a talent! a gift for writing

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