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006Am Sonntagmorgen keine Lust auf die Zeitung und das Tagesaktuelle. Die Weltpolitik beiseite legen und sich im eigenen Universum drehen.
Wahllos in den Bücherstapel greifen und diese eine finden, das mir so viel bedeutet hat. Es in der Hand halten mit dem Wissen, dass es Schätze beherbergt, wunderschöne Stellen, feine Geschichten. Traurig sein, dass ich nicht noch einmal ganz frisch eintauchen kann, es neu entdecken, aber glücklich über Sätze, Textfragmente, die ich wiederfinde und die Erinnerung an die gelesenen Seiten mit sich tragen.

Wie diesen, von dem ich insgeheim wünschte, ich könnte es auch öfter von mir sagen:

„Ich bin noch nie einer Frau begegnet, die so viel sieht, die so sorgsam und einfühlsam hinschaut. Dafür liebe ich Dich. Ich bin in Deinem Blick aufgehoben…. Du weißt, wer Du bist, wo Du herkommst, wo Du hinwillst und was Du brauchst, damit das Leben stimmt. Ich liebe Dich für den festen Ort, den Du in der Welt hast.“

 Bernhard Schlink, Liebesfluchten

1 Comment
  1. Iris

    23. März 20:42

    Liebe Stephanie,
    wunderschön, die Textzeile! Ich muss das Buch auch wieder rauskramen.
    Liebe Grüße
    Iris

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