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aufgelistet: Ausdauerhelfer

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Ich habe schon immer viel Sport gemacht. Schwimmen, Ballett – das waren intensive Phasen als ich jung war. Laufen ist die eine Konstante, die geblieben ist. Langstrecke. Ich war schon immer der Typ für die langen Strecken, nicht für die kurze Distanz. Ich kann den Schmerzen, dem sich Quälen und einfach stoisch weitermachen, auch oder gerade wenn es weht tut, etwas abgewinnen. Aber auch mir geht gerade die Puste aus. Deshalb hier ein paar Kleinigkeiten zum Nachdenken, Träumen und am Ende des Tages: Weitermachen.

  • Dieses Porträt eines PR-Managers, der jetzt in Sylt aus einem Camper heraus Suppen verkauft und sein Resümee: „Materielles, das vor allem identitätspolierend ist, wollte ich nicht mehr. Stattdessen habe ich mich auf das Wesentliche konzentriert: morgens aufstehen und ein Menschenfreund sein.“ Ich möchte außerdem das Wort “identitätspolierend” in meinem Wortschatz fortan nicht mehr missen.
  • Das Interview mit Connie Palmen. Connie Palmen, die Meisterin des Liebens spricht über eben das Lieben und das tut sie mit einer Durchdringlichkeit, wie sie nur einer Connie Palmen zueigen ist. »Lieben ist, wenn du eigentlich nur geben möchtest«.
  • Work won’t love you back. Ein guter Artikel, der anregt darüber nachzudenken, wie man arbeiten will und was man von Arbeit erwartet.
  • Malcom und Marie bei Netflix. Was eine Ästhetik. Wie durchdringend dabei zuzusehen. Beim Streiten, beim Lieben, beim sich versöhnen, beim sich zerfleischen.
  • Fast besser als Sex. Das ist ein starkes Statement, aber diese kurzen Videos von Cedric Grolet sind so sinnlich. Sinnlich wie Patisserie nur sein kann. Ich könnte stundenlang zusehen. So beruhigend.
  • Neuanfänge scheinen gerade so weit weg. Anstrengend genug durch den Tag, die Woche zu kommen. Aber dieses Gespräch mit Bas Kast darüber, wie in der Mitte des Lebens Neues entstehen kann, holen sie vielleicht wieder in greifbare Nähe.
  • Die Seite Poetry Foundation, die einem Gedichte vorliest, finden lässt. Wunderbar. Nur auf Englisch. Entdeckt auf der Suche nach “If” von Rudyard Kipling – zwei Zeilen daraus stehen am Tor des Central Court in Wimbledon. Das Gedicht in Gänze ist eines das einem durchs Leben hilft.

If you can dream—and not make dreams your master;   
    If you can think—and not make thoughts your aim;   
If you can meet with Triumph and Disaster
    And treat those two impostors just the same;   
If you can bear to hear the truth you’ve spoken
    Twisted by knaves to make a trap for fools,
Or watch the things you gave your life to, broken,
    And stoop and build ’em up with worn-out tools:

Anhalten, Luft holen und weitermachen. Immer weiter.

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