22. August

Die Sache zieht sich

weintrauben (2)Mäandern. Ich habe mich in dieses Wort verliebt. Weil es sich so hinzieht, weil da alles drin steckt. Die ewig sich schlängelnden Serpentinen. Das Wort selbst ist ein einziges langgezogenes: Mama, wie lange noch?

Ich möchte am Wochenende ein wenig mäandern. Das können nicht nur Straßen, habe ich beschlossen. Auch ich will mich langmachen auf der Couch, mich ziehen, strecken und dehnen, herumlungern, mich ganz und gar dem Nichtstun widmen, überraschen lassen von dem, was sich hinter der nächsten Gedankengabelung verbirgt, mit was das Leben so aufwartet, verlaufen, blind folgen, durchschlängeln, mich verlieren. Mich der Provokation des Unabsichtsvollen hingeben.
Wann sind wir endlich da? Noch lange nicht. Noch lange, lange nicht.

One Response

  1. Anja sagt:

    hallo nochmal,
    hier finde ich auch so eine tolle Formulierung: „… der Provokation des Unabsichtsvollen hingeben.“ Hach, damit kann man sicher Tage verbringen. Toll!!

    Und nochmal viele Grüße
    Anja

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