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denken

Bilderreise und Kopfkino

Ich fotografiere gerne.  Durch den Sucher der Kamera sieht die Welt ganz anders aus. Das ist ein anderer Blick, den ich dann habe. Schärfer. Genauer. Mehr auf Details gerichtet. Auf das Besondere im Alltäglichen. Ein Auge, das mich aufmerksam macht und mir bewusst macht, dass jeder Lebensmoment großes Kino ist. Ob ich so dies gehört hätte? Bei den großen Momenten im Leben frage ich mich immer aber auch, ob ich sie nicht auch anders festhalten kann. Ob das Klicken den großen Moment reduziert auf ein einzelnes Bild, ob das Festhalten-Wollen schon ein Verlieren ist. Habe festgestellt, dass es für mich ein…

Lernlust

Geschafft. Monatelang gelernt für diesen einen Tag, diese drei Stunden. Jeden Abend und am Wochenende. Und jetzt ist es einfach vorbei. Unwiderruflich. Hätte besser laufen können oder schlechter. Eingetreten ist heute die Leere danach. Weil ich nie weiter gedacht habe als Klausur und Seminarwoche. Aber kaum ist es vorbei, da packt mich wieder die Lust am Lernen. Hört sich so strebsam an. Dabei war ich in der Schule nicht gut. Versetzungsgefährdet jahrelang wegen Latein und Mathe. Ich habe den Sinn nicht gesehen im reinen Auswendiglernen und wusste schlicht und einfach nicht, wie das geht, das Lernen. Aber irgendwann in der…

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Gibt es ein schöneres Gefühl, als ins kalte Bett zu kriechen und dann an den Füssen auf die wohlig-warme Wärmflasche zu treffen. Kuschelige Wärme auf dem Bauch. Einfach so, weil es sich gut anfühlt, ruhig macht. Egal wie blöde der Tage - mit Wärmflasche klingt er gut aus.…

es sind die kleinen Dinge

Was macht das Leben schön und lebenswert? Neue Kleider verlieren so schnell ihren Zauber, die Wohnung ist nie perfekt eingerichtet. Es sind die kleinen Dinge, die mich oft unendlich glücklich machen. Wie das Gefühl frisch bezogener Bettwäsche. So sauber und frisch. Mehr braucht es nicht zum Glück.…

Lebensverändernd

Homo Faber ist die klassische Schullektüre. So schade. Weil Max Frisch einer meiner Lieblingsautoren ist. Nicht wegen Homo Faber. Das ist ein nettes Buch. Mein Name sei Gantenbein hat mich bewegt. Diese eine Passage darüber, wie sich Beziehungen entwickeln. Das Fragebuch ist ein Muss, seine drei Tagebücher, Montauk liebe ich. Keiner seziert den Alltag so genau. Dann enstehen Sätze, die gleichzeitig wahr, traurig und unendlich schön sind. "Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, daß sie uns kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei. Es ist ohnehin schon wenig genug." Lest…

immer halbvoll

Ich kämpfe gerade. Mit mir selbst, gegen mich. Soviel vorgenommen, bisher so wenig geschafft. Der Berg ist immer noch viel zu groß, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Mehr Rückschläge als Fortschritte. Keinen cm geht es voran. Da hilft auch kein Espresso mehr.…

Im Überfluss

  Ich will weniger. Das will ich wirklich. Weil vieles beschwert, schwer macht. Weil überbordende Dekorationen eine Wohnung nicht schöner machen, sondern nur voller. Weil es so wenig zum Leben und zum Glücklich sein braucht. Und doch gelingt es mir nicht immer. Da ist der Wunsch nach neuen Dingen, da sehe ich mich satt an Altem. Das Gleichgewicht zu finden, das richtige Maß ist nicht einfach. Dennoch: Ich will es versuchen.…

Nacht

Mehr geht nicht mehr heute. Es reicht. Nacht ist es. Möge es eine gute sein.…