Monate: November 2013

guter Tee-Start

Scones zum Frühstück ist der beste Start in den Tag. Sie sind warm, buttrig-zart und fallen fast auseinander. Weil sie einen kräftigen morgendlichen Earl Grey Tee so gut begleiten, ist ein wenig Tee gleich ins Gebäck gewandert. Earl Grey- Schokoladen-Scones von hier * 2 Tassen Mehl * 1/3 Tasse Zucker * 1/4 Teelöffel Backpulver * 1/2 Teelöffel Salz * 1 Tasse geraspelte Schokolade * 8 Teelöffel Butter * 1 Ei * 1/2 Tasse flüßige Sahne * 2 Teebeutel Earl Grey Erst alle trockenen Zutaten in einer Schale vermischen. Dann vorsichtig das Ei, die Butter und die Sahne dazugeben. Zum Schluss die Schokolade unterheben. Am besten alles nur mit einem Holzlöffel und anschließend mit den Händen verkneten. Es soll kein fester Teig entstehen, sondern nur eine gute Durchmischung. In vier gleich große Teile schneiden und für 10-12 Minuten bei 250 Grad in den Ofen. Tee aufsetzen. Gut in den Tag starten oder den Nachmittag oder den Abend.

mittendrin

Novembersonntagnachmittage sind der beste Zeitpunkt um sich mit dem gesammelten Zeitschriftenstapel auf dem Sofa Platz zu nehmen. Ostfriesentee mit Kandiszucker und über die Lebensmitte zu lesen. Besonders den Artikel von Harald Martenstein. „Was uns zu schaffen macht, auch mir, ist der Verlust von Optionen. man ist jemand geworden. Man wird nichts mehr.“ „… jeder dieser Träume schien mir eine Möglichkeit zu zeigen, die es tatsächlich gab….Aber gleichgültig, was einem gelingt, es reicht eben nie an die Allmachtsfantasien der Jugend heran.“ „Ich kann niemand anderer mehr werden, aber ich muss es auch nicht. Ich kann immer noch abstürzen, aber heute habe ich ein Netz. Und damit meine ich nicht nur die Ersparnisse.“ „Viele schöne Erlebnisse sind bei mir früher einfach so durchgerauscht, ich hatte noch nicht begriffen, wie selten und kostbar sie sind. Und wie selten man Menschen trifft, mit denen man sich gut versteht oder sogar das Leben teilen kann.“  

gesucht

gelesen von Monika Maron: „Ich vermeide mit Anstrengung die großen Wörter. Ich habe im Leben und beim Schreiben große Hemmungen, mich sprachlich aufzuplustern, und suche eigentlich immer das geringste Wort, wenn es denn noch das Richtige trifft.“ Den richtigen Buchstaben für die Küche habe ich gefunden.

auferweckt

„… und küßte sie mit einer Erregung, von der wir glaubten, sie sei ein Zeichen unserer Liebe und unserer Zukunft. In Wahrheit ahnte ich, dass ich durch Gudrun hindurchküsste und im Hintergrund Franz Kafka dafür dankte, weil er mich wieder so lebendig gemacht hatte.“ aus: Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman von Wilhelm Genazino

bis zum Umfallen

Sie sehen schön aus, sie schmecken gut. Und es sind gleich zwei göttliche Zutaten drin: Nutella und Minzschokolade. Sie sind weich, leicht minzig, tiefst schokoladig. Sie schmecken zum Umfallen gut. Schokoladen-Minz-Kekse von Bakers Royale * 1/3 Tasse Mehl * 2 Teelöffel Kakao * 1 Tafel Minzschokolade * 2 Teelöffel Butter * 1/4 Tasse Nutella * 2 Eier * 1 Eiweiß * 3/4 Tasse Zucker * 1 Tasse Puderzucker Schokolade, Butter und Nutella über dem Wasserbad erhitzen und schmelzen. Die Eier, das Eiweiß und den Zucker schaumig schlagen, die flüßige Schokoladenmasse unterheben und anschließend langsam das Mehl und den Kakao hinzufügen. So lange kneten bis ein fester Teig entsteht. Für zwanzig Minuten kühlen. Kugeln formen, platt drücken und im Puderzucker wälzen. Bei 250 Grad für 10 bis 12 Minuten backen. Wenn sie aus dem Ofen kommen, kurz platt drücken, weil dann die Risse noch besser zu sehen sind.

außergewöhnlich

„Wer unbedingt aus dem Rahmen fallen will und hart daran arbeitet, als exzentrisch und außergewöhnlich zu gelten, ist in der Regel leichter durchschaubar als jemand, der gemeinhin als normal, durchschnittlich, alltäglich und unauffällig betrachtet wird. Sobald Besonderheit gewollt ist, ist nicht mehr viel Besonderes dran. Wirklich außergewöhnliche Menschen sind sich selten dessen bewusst, dass sie außergewöhnlich sind, und wenn sie im Laufe der Jahre allmählich dahinterkommen, dass da etwas ist, was sie von anderen unterscheidet, brauchen sie meiste den Rest ihres Lebens dazu, sich damit abzufinden.“ aus: Die Freundschaft von Connie Palmen