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Arbeitsort

Arbeitsort

In den letzten Monaten, habe ich hier viel Zeit verbracht. Die späten Abend- und die ganz frühen Morgenstunden, die normalerweise so gar nichts für mich sind. Die Nächte durchgearbeitet. Wenn das so ist, dann sollte es wenigstens ein Ort sein, der gut ist, der einem gut tut, an den man gerne zurückkehrt.
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Was mir hilft:

  • Ich neige zum Zweifeln, zum Zaudern, zum Hadern und zum Prokrastinieren sowieso. Da ist es gut, immer wieder daran erinnert zu werden, dass Aufgeben keine Option ist und dass das Glück und Erfolg einem nicht zufliegen. Ein kurzer Blick nach rechts genügt bei mir. Der sagt mir immer wieder, worauf es ankommt. Und weil ich einen Hauch zum Selbstmitleid tendiere, gerne auch in etwas rauherem Ton.
  • Lakritze stets in Reichweite zu haben, hilft ebenfalls sehr.
  • Weil Post sortieren und alle Routineaufgaben meines nicht sind, sind sie wenigstens hübsch drapiert: In einer alten Stechkartenbox aus der Firma meines Vaters. Von dem ich so vieles gelernt und mitgenommen habe: Das Rastlose, die Ideen, den Drang es nochmals besser zu machen, das Neugierige.
  • Außerdem sollte jeder ein paar Luftschlangen in der Schreibtischschublade haben. Man weiß nie, wann es etwas zu feiern gibt.
  • Erinnerungen, an alles, was man schon geschafft hatten, geben Mut. Weil sie mir zeigen, dass ich mich schon einmal getraut habe, dass ich das Herz schon einmal in der Hose hatte und es gutgegangen ist. Und diese kleinen Anstupser, die braucht es eben manchmal.
  • Bilder, Karten, Post, die von der schönen Sorte, alles, was mich kurz lächeln lässt, wenn ich von der Tastatur oder den Bildern aufsehe
  • Lagerkisten für Papiere, Unterlagen und alles Wichtige. Verpackt und ordentlich unter den Tisch gestellt, machen sie meine kleine Nische zu einem Arbeitsplatz.
  • endlich eine Labtophülle, die nicht nur praktisch, sondern auch schön ist.

Dazu Musik, ganz viel Musik, immer auf Repeat und grüner Tee in Litern und frische Blumen und das mit dem Durchhaltevermögen fällt nicht mehr ganz so schwer, sondern fast schon leicht.

 

View Comments (8)
  • liebe stephanie,
    ich habe das buch mit dem “ie” von dir geschenkt bekommen und mir gerade gedacht, dass ich dir auch etwas kleines zurückschenken kann.
    bei dem ersten bild und der überschrift arbeitsort habe ich direkt gedacht: der tisch steht nicht ganz richtig (ich bin innenarchitektin 😮 ). schön ist es, den tisch immer so zustellen, dass man nach draußen schauen kann (also sekrecht oder direkt vor die fassade). dann schaut man nicht mehr gegen eine wand, gerade wenn man lange arbeitet, sondern kann sich von der natur inspirieren lassen und der arbeitsplatz wird noch schöner.

  • 🙂
    Moin Stephanie, die Luftschlangen in den Schubladen sind ein Knaller. Ich glaub, ich nehm ein paar fürs Büro mit. Dann muss ich immer grinsen, wenn ich die Schublade aufmache….
    Schönen Sonntag und ich glaube, du hast dein Werk fertigstellt?!?
    Wunderbar! Herzlichen Glückwünsch!
    Liebe Grüße
    Iris
    PS: dein Arbeitsplatz ist toll. Den Stechkartenschrank find ich sehr, sehr gut.

  • Was für ein toller Platz. So persönlich.
    Der Stuhl ist wahrscheinlich vom Flohmarkt (Vintage)? Der ist wunderbar…
    Und die Lichterkette.
    Ich bin sehr begeistert. Und werden wohl mein “Stapel-Regal” (wie nennt man die?) reaktivieren…

  • Liebe Kathii, danke für den Tipp. Es ist ein kleiner Raum, mein Arbeitszimmer und eigentlich eine Nische, für die ich dennoch sehr dankbar bin, weil ich jetzt einen festen Platz habe und vorher immer meine Papiere vom Sofa auf den Esstisch und wieder zurück geschoben habe. Da ist ein eigener Tisch, wenn auch schmal, schon eine Revolution. Danke aber dafür. Bei der nächsten Wohnung und mehr Heimarbeit wird es vielleicht anders.

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