Buchbindung

5. März

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Mein Versuch über die Wirkung eines Houellebecq-Buches zu schreiben ist natürlich kläglich angesichts dessen, was er selbst über die Bedeutung von Literatur in besagtem schreibt.

“Über die Literatur ist vieles, vielleicht zu vieles geschrieben worden (als Literaturwissenschaftler steht mir dieses Urteil mehr als jedem anderen zu), dabei ist die spezifische Besonderheit der Literatur, der hohen Kunst der westlichen, vor unseren Augen untergehenden Welt nicht schwierig zu bestimmen. Die Musik kann im selben Maße wie die Literatur erschüttern, eine gefühlsmäßige Umkehr, Traurigkeit oder absolute Ekstase bewirken; die Malerei kann im selben Maße wie die Literatur verzücken, einen neuen Blick auf die Welt eröffnen.
Aber allein die Literatur vermittelt uns das Gefühl von Verbundenheit mit einem anderen menschlichen Geist, mit allem, was diesen Geist ausmacht, mit seinen Schwächen und seiner Größe, seinen Grenzen, seinen Engstirnigkeiten, seinen fixen Ideen, seinen Überzeugungen; mit allem, was ihn berührt, interessiert, erregt oder abstößt. 


Ein Buch, das man mag, ist zudem vor allem ein Buch, dessen Autor man mag, dem man gern begegnet, mit dem man gern seine Tage verbringt.”

aus: Unterwerfung von Michel Houellebecq

Kräuterspiele

3. März

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Unbenannt-1086124130“Mit Essen spielt man nicht.” “Kräuter sind gesund.” Zwei Grundsätze der deutschen Esskultur, die hier getrost beiseite gelegt werden können.
Wer will kann die gepflückten Kräuter natürlich auch lieblos in den Teig drücken. Viel spaßiger wird es allerdings und schöner fürs Auge, das ja bekanntlich mit isst, wenn man Rauten legt und Zweige und einen Blätterwald oder Regentropfen oder strenge Linien.
Kräuter mögen zwar gesund sein, leider fehlt in diesem Falle die Verhältnismäßigkeit zum Kohlenhydrate-Fukushima-Weizenwampen-Teig flankiert von ordentlich Sahne. Das macht aber gar nichts.

Widerlegte Kräutercracker
[für Yvonne]

* 2 Tassen Mehl
* 1 1/2 Teelöffel Meersalz
* 1/2 Teelöffel Muscovadozucker
* 1 Tasse Sahne
* 3 Teelöffel kalte Butter
* 1 Eiweiß
* 1 Handvoll was der Krätuergarten hergibt [Basilikum, Thymian, Schnittlauch, Salbei, Estragon…]

Das Mehl mit dem Salz und Zucker vermischen. Die Butter zerkrümmeln und in den Teig mischen, die Sahne dazugeben und so lange kneten, bis sich ein Teig formt. In Frischhaltefolie packen und für 30 Minuten in den Kühlschrank. Kräuter pflücken.Den Teig sehr dünn ausrollen. Die Kräuter auf den Teig drücken und mit dem Eiweiß bestreichen. Mit dem geräucherten Salz oder Meersalz bestreuen.Mit der Gabel den Teig einstechen. Mit einem Messer oder einem Pizzaschneider in die gewünschte Form schneiden. Für 12 Minuten bei 175 Grad in den Backofen.

161162185Sie schmecken buttrig-weich und lassen einen die Widersprüche, die das Leben im allgemeinen und man selbst so mit sich bringt, leichter nehmen.

Montagsmögen

2. März

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Unbenannt-1Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Dieses Selbstportrait. Von Gabriela Herman. Weil es fröhlich ist, weil das beste Gefühl von allen drin steckt. Das “ist-mir-doch-gerade-egal-ich-mache-das-jetzt”, aber nicht verkrampft, sondern mit der nötigen Leichtigkeit. Ich war sofort verliebt. Ebenso wie in dieses von Max Snow. Ob hinter das Gesicht schauen, auf den Busen sehen bedeuten muss – darüber kann man sich streiten. Trotzdem tolles Bild.
Sofortige Liebe war auch dieses Lied. Und noch einmal mehr wegen des Titels:  “I know it’s pathetic but that was the greatest night of my life”.

Unangenehm, aber wirkt

1. März

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123128Eine Strategie, um erfolgreich durch den Tag zu kommen, ist, die Dinge, die man meidet oder ungern tut, zuerst zu erledigen.

Ich habe dieses Buch gleich nach Erscheinen gelesen, was ich selten tue, aber es ist eben ein Houelllebecq und was soll ich sagen? Ich hege eine gewisse Verehrung für ihn. Er greift Stimmungen der Gesellschaft auf und packt sie in Romane und dafür und für vieles andere mag er umstritten sein, aber ihm sind große literarische Schachzüge gelungen und ich ihm irgendwie verfallen.
Mit meiner Verehrung für ihn stehe ich zuweilen alleine da, weil er aneckt und schwer verdaulich ist und trotz meiner Bewunderung für ihn habe ich sein neustes Buch “Unterwerfung” mit großem Unbehagen aufgeschlagen.

Ein paar Seiten gelesen, weglegen, erst einmal durchatmen, noch ein paar Seiten.

Das liegt zum einen daran, dass die Fiktion zu nah an der Realität ist. Die Bilder der Anschläge in Paris  sind noch so präsent und der Plan, der tagesaktuellen Aufgeregtheit zuweilen in Büchern zu entfliehen, geht hier nicht auf.
Es ist ein Buch, das aufstößt. Worte zu lesen, die schwer im Magen liegen, die hart treffen. Wie er über Frauen schreibt und deren gealterte Körper abfällig kommentiert. Wie er eine islamisierte und totalitäre Gesellschaft schildert, in der ich nicht leben will. Leichte Kost sieht anders aus. Aber weil Wegsehen und Unangenehmes meiden keine Option sein kann, deshalb ist es ein gutes Buch.

Und aus der tiefen Überzeugung heraus, dass Bücher diese Welt zu einer besseren machen könnten. Das kann Literatur. Sie zwingt uns, den Platz eines einzunehmen, dessen Leben wir sonst nie verstehen würden. Wir fühlen uns in Effi Briest einer Ehebrecherin nahe, wir sehen die Welt durch deren Augen und das führt vielleicht dazu nicht mehr so schnell zu urteilen.

Die Welt durch die Augen eines älteren Franzosen, der als Universitätsprofessor in einer Gesellschaft lebt, die politisch umbricht, gesehen zu haben, war nicht immer angenehm. Aber ich bin dennoch froh, es nicht vor mir hergeschoben zu haben. Es bringt mich ein kleines bisschen besser durch die Welt, lässt mich manche aktuelle Diskussion aus einer anderen Perspektive sehen.

Neue Seitenansichten

27. Februar

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“Als Bildermacher wollen die Leute dich immer in eine Schublade stecken. Ich glaube, dass jeder von uns viele verschiedene Seiten hat, und nicht immer dürfen wir alle diese Seiten zeigen, schon gar nicht gleichzeitig ausleben.”

Hat Mario Testino gesagt. Gilt nicht nur für Bildermacher, sondern für so vieles und uns alle. Ist ein Grund mehr sich diese Ausstellung anzusehen oder einfach ganz neu auf die eigenen Ecken seines selbst zu blicken und vielleicht sogar den Rahmen zu sprengen.

Dienstagsmögen

24. Februar

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montagsmoegen_finalJeden Montag, heute Dienstag, zwei, die ich mag: Das gesamt, bunte Leben mit allen Wirrungen,Verstrickungen, sowie all dem, dass ich manchmal nicht sehen möchte.Wie es sich wiederfindet in diesen Illustrationen von Alexandra Ethell.

Und eine Tasche, in das ganze Leben passt. Oder zumindest alles, was ich zum Überleben brauche. Lippenstifte, Taschentücher, immer ein paar von diesen wahnsinnig guten Trüffelpralinen als Notfallration für blöde Tage, zehn Stifte, einer davon immer ohne Kappe und gerade mal keinen, wenn man einen braucht, Notizzettel, ein Notfallbuch für kluge Sätze zwischendurch, die französische Handcreme, die so schön nach Urlaub riecht, Kekskrümmel, alte U-Bahn-Tickets, mein Notizbuch, Post-Its, das Handy, Kopfhörer, um die Welt kurz auszublenden – Leben eben.

Aufbruchsbereit

19. Februar

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schoen_waere_esSchön wäre es. So einiges. Mir ist nach Neuem. Nach ein wenig Veränderung. Nach ein wenig Glanz und Abwechslung und Farbe. Nach frischer Luft und neuem Wind bitte gleich dazu. Dieses ab-heute-wird-alles-anders-Gefühl, das dann meist doch nur in den kleinen Aufbrüchen endet. Aber immerhin.

Gelingen könnte es mit einer Lederjacke, wie dieser hier [1]. Lederjacken sind an sich ein Statement. Ich weiß nicht, was einem so angezogen nicht gelingen könnte und wer einem etwas anhaben könnte. Sie wirkt nach außen und nach innen.
Eine neue Brille wäre schön. Nur damit ich nicht immer dieselbe tragen muss. Und wenn schon, dann wäre es dieses Mal eine mit hellerem Rahmen [2].
Dieses Buch von Leane Shapton, die ich so sehr mag und die gemeinsam mit tollen anderen Autoren über Frauen und Kleidung und was Kleidung mit Frauen macht und aus Frauen macht [3] geschrieben hat. Diese Jeanspants, die Jeans sind und Joggingspants und somit edel, aber auch lässig und darüber hinaus einfach sehr bequem sind. [4] Wenn alles neu wird, schadet das sicher nicht.
Und ein gute-Laune-Sweat-Shirt. Eines wie dieses [5], das man einfach nur anziehen muss und es kann einem nichts mehr passieren und es ruft Frühling und Strand und Eiscreme und irgendwie auch ein klein wenig Las Vegas. Weiß auch nicht warum.
Ein neuer Rollkoffer wäre schön [6], weil beim alten die linke Rolle so knarzt und klappert und dieser noch pilotiger aussieht und so robust, dass bestimmt keine Shampoo-Flaschen darin mehr auslaufen können und keine Kleider zerknittern. Ein Seidenshirt, weil sich wenig so gut anfühlt wie Seide auf der Haut und das ja auch ein Statement ist an die Welt und alle da draußen. Dieser leicht-schimmernde Stoff, der nicht nötig wäre, aber gerade dadurch allem mehr Glanz verleiht [7]. Und dann noch schon jetzt Flip-Flops shoppen wie diese von hier [8]. Meine Aversion gegen Winterstiefel ist groß, der nächste Schritt ist sockenfrei und die Krönung, die wahre Freiheit liegt aber in fast barfuß. Damit laufe ich dann schon ein wenig in der Wohnung herum und träume von neuen Leben und Aufbrüchen und Neuanfängen und allem was schön wäre und schon schön ist.

Montagsmögen

16. Februar

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montagsmoegenJeden Montag: Zwei, die ich mag. Der kleine Ausbruch, der unverhoffte Bruch, das Unerwartete. Immer wenn es nicht zu stromlinienförmig ist. Wenn eine Komponente mit reinkommt, die das Gesamte in neuem Licht erscheinen lässt.
Eine die es beherrscht, ist diese Dame, eingefangen von “The Sartorialist“. Elegant und geschäftig und mit Lederjacke und roten Lippen. Mit Faltenrock und spitzen Schuhen. Das sind Stilbrüche, kleine, aber konsequente und eine so gute Mischung, die das Ganze auf eine andere Ebene hebt.
Ein Bruch mit dem immer gleichen Fotostil in der Cuisine. Ein Buch, das zeigt wie Essen fotografiert wurde. Die Käsewürfel in den achtzigern und die Opulenz der 90er. Eine Mischung verschiedenster Kochbuchdesigns [2] – das mag ich auch. Ein Meta-Designkochbuch sozusagen.

aufgelistet: Pausenfutter

15. Februar

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004Dafür sind Sonntage doch da. Zum zwischendrin anhalten und eine Pause machen. Das Tempo drosseln. Die Welt weiter laufen lassen und etwas lesen, das nicht zielführend ist, keinen direkten und erkennbaren Mehrwert liefert, aber den Horizont erweitert, den Blick schärft, die Richtung justiert. Etwas ansehen, das einfach nur schön ist, zum Weinen schön.
Was beim Pause machen helfen könnte, habe ich gesammelt – nicht nur für Sonntags.

  • Ferdinand von Schirach. Wie ich seine Bücher mag. Und diese Filme werden ihnen gerecht, was ja nicht immer gelingt bei Filmen zum Buch.
  • Ein wenig Berlinale für zu Hause. Kurzfilme. 3-Minüter. In die viel reinpasst. Nämlich Beziehungstypisches Verhalten. Paare auf der Couch.
  • Ein Text. Ein so schöner und guter. Über Schmerz.
  • Zwei Mal – aus ganz unterschiedlichen Kontexten heraus, warum es sich lohnt zwei Mal hinzuschauen, zu hinterfragen, Bekanntes nicht so stehen zu lassen, tiefer zu sehen, den eigenen Standpunkt nicht mit dem alleinig richtigen gleichzusetzen.
    Erster Blick und zweiter Blick.
  • gut aussehende Männer können alleine schon eine Augenweide sein. Aber gut aussehende Männer, lesend, mit einem Buch in der Hand heben das Ganze gleich nochmal auf eine noch höhere Ebene. Double good looking quasi.
  • Diese Sprache. Die ohne Worte auskommt, weil der Körper schon alles sagt. Da ist es fast egal, dass das Lied nicht so meines ist.
  • Ich mag Alain de Botton so sehr. Und Architektur. Alain de Botton über Architektur kann also nur gut sein.
  • Nochmals Bilder. Gleichförmige. Überaus konformistische. Diese eine Ästhetik, die sich durch die Fotos zieht, die gesättigten Farben, die Familienharmonie, der Landidylle und das ewige Lobpreisen des einfachen, guten Lebens. In denen ein wenig mitschwingt, dass es das richtige ist. Ein kleines zurecht Justieren der sauber-reinen Filterblase.
  • Ein Interview, von dem ich so hoffen würde, dass es nicht nur hohle Worte sind, sondern sie sich durchsetzen, ankommen, Realität werden. Ich zumindest will meinen bescheidenen Beitrag dazu leisten.
  • noch eine Universitätsabschlussrede. Eine so gute, weil sie bodenständig ist. Das Leben für das schätzt, was es ist, Erfolg nicht überbewertet, keine falschen Versprechungen macht und gerade deshalb so groß ist. Und rhetorisch brilliant nebenbei, dazu und obendrauf.
  • Innovationen sind mein Thema im Beruflichen. Hier eher weniger. Aber wer kann das schon so genau trennen? Ein guter Artikel über die Lust am Neuen, über das was dafür nötig ist und was es ausmacht.
    “Freude am Neuen, am Verlassen von Komfortzonen, am Experimentieren — diese Eigenschaften legt man ja nicht abends ab, wenn man vom Büro heimkommt. Menschen, die so denken, tun das meistens sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld.”

Aber das. Immerhin das. Das kann ich.

12. Februar

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072078130128An Tagen, an denen ich denke, dass ich nichts, aber auch wirklich gar nichts zustande bringe, dass nichts klappt und überhaupt alle anderen Menschen auf dieser Welt schöner, klüger, erfolgreicher sind und souveräner durchmarschieren durch dieses Leben. An Tagen, an denen ich vergesse, dass ein halbwegs anständiger Mensch zu sein schon eine Lebensleistung an sich ist, da hilft die Küche. Nicht, dass dort nicht auch einiges schief ginge. Die Überreste des Schokoladenkuchenteigs, der sich noch heute in den Holzritzen des Küchenbodens finden lässt, erinnern mich daran. Aber es geht auch manches gut. Das liefert dann eine “instant gratification”, wie es die Psychologen nennen und mir das Gefühl in der persönlichen Erfolgsbilanz wenigstens etwas aufweisen zu können. Allerdings sollte man sich an Versagensgetränkten Tagen nicht aufmachen mit dem Ziel die französische Haute Cuisine zu bezwingen. Eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben, liefert allerdings auch nicht das Gefühl etwas erreicht zu haben, sondern verschlimmert mitunter noch alles. In Zeiten, in denen jeder zum Fernsehkoch avanciert, den Tag mit grünen Smoothies beginnt oder wenigstens das Gemüse selbst anbaut, reicht es bei einem selbst nur für Glutamat-durchtränkte Fertiggerichte. Das will keiner. Das ist nicht Ziel-fördernd.
Diese Tartelettes hingegen schon. Sie sind leicht und schnell gemacht. Machen etwas her und geben so das Gefühl wenigstens in der Küche nicht auf verlorenem Posten zu stehen.

Blätterteigtartelettes mit Ziegenkäse mit karamellisierten Zwiebeln und Thymian

* 1 Packung fertiger Blätterteig
* 2 Zwiebeln
* 1 Esslöffel Muscovadozucker
* Öl zum Anbraten
* 1 Packung Ziegenkäse
* 1 Bund Thymian
* 1 Eigelb
* Salz, Pfeffer und Honig zum Würzen

Die Zwiebeln in Ringe schneiden und in Öl leicht anbraten. Mit Zucker bestreuen, so dass sie noch karamelliger werden. Den Blätterteig ausrollen. Kreise ausstechen. Mit einer kleineren Tasse nochmals eindrücken, so dass ein schöner Rand entsteht. Mit einer Gabel den inneren Kreis einstechen, so dass der Teig keine Blasen wirft. Die Ränder mit dem Eigelb bestreichen. Je einen Löffel Ziegenkäse auf einen Blätterteigkreis geben. Zwiebelringe oben auf legen. Und mit Thymian bestreuen. Ein wenig Salz und Pfeffer ebenso.
Bei 200 Grad für zehn Minuten in den Ofen. Zum Schluss noch mit etwas Honig beträufeln.

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Während man die Zwiebeln schneidet, kann man noch ein wenig das Ungenügen des eigenen Leben beweinen. Das müssen die Zwiebeln sein.
Spätestens wenn die Tartelettes aus dem Ofen sind, sind die Tränen getrocknet und die Erkenntnis da, dass morgen auch noch ein Tag ist und vieles doch ganz gut und überhaupt: Ich kann Tartelettes backen. Und das, das lasse ich mir nicht nehmen.

Montagsmögen

10. Februar

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montagsmag_stepaniniJeden Montag: Zwei, die ich mag. Verloren sein. [1] Nicht, dass es schön wäre. Aber es passiert manchmal. So wie das Leben. Und das mag ich. Was auch oft passiert ist, dass vieles verloren geht. Trotz großer Tasche. [2] Oder in der großen Tasche. Schüssel, Handys sind wieder einmal nicht auffindbar, dafür aber fünf Lippenstifte und drei Handcremes. Egal. 
Was ich uneingeschränkt mag, weil es tröstet, wenn wieder einmal etwas abhanden gekommen und ich verloren bin: Dieses Lied

vollkommen abwegig

8. Februar

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081079“Mir kam niemals auch nur die Idee, dass ich nicht das Leben leben könnte, das ich leben wollte. Ich dachte, ich gebe einfach nicht auf.”

Das hat Susan Sonntag gesagt.
Das sollte und muss in seiner gesamten Großartigkeit einfach so stehen gelassen werden.
Mir ist es kurz abhanden gekommen.
Aber das passiert nicht wieder.

die wahre Freiheit

3. Februar

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278“Die wirklich wichtige Freiheit erfordert Aufmerksamkeit und Offenheit und Disziplin und Mühe und die Empathie, andere Menschen wirklich ernst zu nehmen und Opfer für sie zu bringen, wieder und wieder, auf unendlich verschiedene Weisen, völlig unsexy, Tag für Tag.
Das ist die wahre Freiheit.
Das heißt es, Denken zu lernen.”

aus: Das hier ist Wasser: Anstiftung zum Denken von David Foster Wallace
Ein Auszug der Rede als Film.