einschlafen und aufwachen

26. August

Filed Under : alles sonst so - lesen

Unbenannt-1Jeder Mensch hat seine Mechanismen mit dem, was das Leben einem so entgegen schleudert oder auf den Rücken packt, umzugehen. Die entwickeln sich eben so im Laufe der Jahre. Welches Geheimrezept aus dem Apothekerkasten gegen die Sinnfragen und den Weltschmerz am besten funktioniert, hat man irgendwann heraus. Manche rennen davon, mancher betrinkt sich, andere zerstreuen sich und manches Mal hilft auch nur alles zusammen oder wahlweise hintereinander. Mache ich auch alles gerne. Aber mein ultimatives Heilmittel ist der Schlaf. In den Momenten, in denen die Welt ein wenig zu viel für mich ist und ich nicht weiß was tun, wie die richtige Antwort lautet, was jetzt das Passende zu sagen, zu tun oder zu lassen wäre, da ist für mich die Lösung: Mich hinlegen.  Ins Bett begeben, schlafen oder wenigstens wegdämmern ist ein recht zuverlässiger Ausweg aus jeder komplexen Fragestellung. Wobei ich eigentlich nur einschlafen möchte, um dann wieder aufzuwachen. Weil egal zu welcher Tageszeit Aufwachen auch immer ein Neubeginn ist. „There is always a second chance: It is called tomorrow“ oder wie Audrey Hepburn gesagt hat:“  I believe that tomorrow is another day and I believe in miracles.” Jeder Morgen, jedes Aufwachen ist eine neue Chance. Eine neue Gelegenheit. Restart. Und damit die Möglichkeit, dass es besser werden kann, dass ich es besser machen kann.
Aber selbst in guten Zeiten, in denen alles läuft wie geschmiert, ist Schlafen eine so herrliche und vollkommen unterschätze Betätigung. Ich mag mein Bett. Sehr. Das ist ein herrlicher Ort zum Lesen, Dösen und sich weit weg träumen ist in dieser superoptimierten, durchgetakteten Zeit meine eigene Form des Widerstandes. Lange schlafen, mich mittags nochmals hinlegen oder während alle Welt draußen wilde Parties feiert einfach früh ins Bett zu gehen, gibt mir ein herrliches Rebellionsgefühl. Und hilft gegen Falten. Double win.

In einem meiner liebsten Bücher von Haruki Murakami geht es um Frau, die nicht mehr schläft. 17 Tage lang nicht. „Schlaf“ heißt konsequenterweise die Erzählung, die leider so wenig bekannt ist. Sie ist zudem wunderschön illustriert. Sie hat das, was so viele Geschichten von Murakami trägt und durchzieht: Den Menschen darin passiert das Leben. Es kommt so über sie, sie wehren sich nicht, sie kämpfen nicht, sie haben sich ihm und dem was kommt ergeben. Die japanisch, elegante Art sich dem Leben zu stellen.
In der Erzählung wird eine Frau aus der Gleichförmigkeit ihres Alltags geworfen, weil sie auf einmal nicht mehr schlafen kann. Das verwundert sie zwar zuerst, aber sie begehrt nicht auf, sondern nutzt ihre Nächte, die somit aufregender werden als ihre Tage. Es ist ein ruhiges Buch, sanft wie ein Traum. Realität und Fantasiewelt verschwimmen, es ist wie dieser Zustand kurz vor dem Aufwachen. Schon da, aber noch nicht ganz. In dieser seltsamen Zwischenwelt, die klar scheint und verträumt wirkt und einem noch offen steht, auf welche Seite man wechseln will.
Es endet abrupt. Wie manches Mal das Weckerklingeln am Morgen.
Es ist eine kurze Geschichte. Eine, die man gerne zum Einschlafen lesen kann. Denn das Aufwachen danach wird ein anderes sein. Und der Tag auch. Ein Tagtraum.
Es ist eine, wie ich finde, ganz wunderbarer, leiser und zarter Murakami, der eine klare Sprache spricht und es ist so schade, dass die Erzählung so wenig bekannt ist. Genauso wenig wie das günstigste Medikament der Welt: Einfach wegdämmern.

angekommen

25. August

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14066470640_6e62668f9d_z»Manchmal denke ich, wir sollten an einem ganz anderen Ort wohnen, in einem anderen Haus, wir könnten ein ganz anderes Leben leben; doch sobald ich den Kiesweg hochgehe und die Tür aufschließe, bin ich unendlich froh, zu Hause zu sein«, hat Tomas Espedal gesagt.
Gerne gebe ich es nicht zu, aber neidvoll und voller Bewunderung blicke ich auf diese Worte. Weil er solch passende gefunden hat, aber auch weil ich den Eindruck habe, dass sie für ihn wahr sein könnten. 

Montagsmögen

24. August

Filed Under : alles sonst so - mögen

montagsmaggggagaga (4)Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Diesen Vorsatz, den ich mir ausgedruckt und an die Wand gehängt habe. Von dem ich sehr, sehr weit entfernt bin, was mich aber nicht daran hindern soll, es jeden einzelnen Tag wieder zu versuchen.
Das viele versuchen und immer wieder versuchen kann anstregend sein und ich bin überzeugt davon, dass mir das Ausruhen vom Tagwerk noch besser gelänge, wenn ich es auf diesen himmelblauen Tolix-Stühlen tun könnte. Wobei ich auch von der Idee einer Hängematte auf dem Balkon schwer begeistert bin. Das Hängemattengefühl ist nämlich ein unbeschreibliches. Wie ich die auf meinem winzigen Stadtbalkon, auf den maximal zwei Menschen gleichzeitig passen, anbringen will, weiß ich nicht. Werde etwas versuchen.
Und weil alles versuchen, freundlich sein, gnädig sein mit sich und anderen, wenn es nicht so gelingt, wie es gelingen sollen, mit Musik besser geht: Dieses Lied. Ein morgen-versuche-ich-es-wieder-Hängematten-Lied, dass passenderweise von Trapezkünstlern handelt. Einer Kunst, für die man viel üben, sehr viel versuchen muss, bis sie einem gelingt. Und selbst dann bleibt es eine wacklige Angelegenheit.

ganz nah dran

23. August

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ganz_nah_ganz-fernF. Scott Fitzgerald hat sehr viele, sehr gute Sachen gesagt. Aber dieser Satz von ihm, der geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Darüber, dass wen man jemanden oder etwas sehr nahe an sich heran gelassen hat, man sich nicht mehr so einfach davon erholt und lossagen kann. Wie schön, wie wahr, wie schmerzhaft vielleicht auch, aber wie lebendig. Zaungast sein gilt nicht. Voll rein und dann ist der Weg heraus eben manches Mal nicht mehr so einfach zu finden.

Dinge, die man aus der Ferne betrachten kann oder ganz nah. Dinge, die man an sich heranlassen kann. Dinge, mit denen man sich ablenken kann von Dingen, die einem nahe gehen. Oder einfach Dinge. Man muss es auch nicht immer verkomplizieren.

  • Ein Blumenshirt [1]. Gebt mir ein Blumenshirt und der Tag wird gut.
  • Beschluss des Tages: In dieser meiner Wohnung muss neu gestapelt werden. Hier liegen Stapel um Stapel von Papieren herum, die ich dringend lesen will, soll, muss – so genau kann ich das nicht mehr unterscheiden. Allerdings lege ich sie jetzt erst einmal in ein paar Kisten [2] , damit ich sie nicht immer ansehen muss, weil sie mir nur dauernd ein schlechtes Gewissen machen, weil soviel wie ich lesen wollen, sollen, können, müssen muss, ich gerade nicht packe. Aus den Augen aus dem Sinn ist deshalb die Devise. Ein Hoch auf den gepflegten Selbstbetrug. Wir zwei waren schon immer gute Freunde.
  • Blumen helfen immer. Wenn der Blick vom Schreibtisch und Computerbildschirm schweift, weil immer nur Jahresplanung, Budgetzahlen zu betrachten, erträgt kein Mensch, soll er auf Schönes blicken. Außerdem ist sich selbst beschenken, sich selbst Gutes tun eine sehr feine, überlebenswichtige Sache. Da schwöre ich drauf. Die schönsten Blumen aussuchen und dann in diese schöne Vase [3] stellen. Oder nur die Vase ansehen ohne Blumen darin, denn sie macht auch solo eine gute Figur.
  • Ich finde ja man sollte als Mensch per se ein Statement sein. Aber das geht ja auch nicht jeden Tag. An solchen, an denen das nicht geht, könnte ein Statement-Shirt unterstützen. Der Welt quer über die Brust mitzuteilen, dass nicht alles schlecht ist, sondern eigentlich ganz gut, kann nicht schaden [4]. 
  • Eine lange Bluse [5]. Eine weiße, schlichte. Es gibt viel zu tun, zu denken, zu machen, zu verändern. Da kann ich mir nicht jeden Morgen Gedanken darüber machen, was ich anziehen soll. Und deshalb ist es gut, Dinge im Schrank zu haben, die immer funktionieren. Diese Bluse wäre so ein Kandidat.
  • Zu wenig Bügel im Schrank. Auch hier muss Ordnung rein. Und nichts ist schlimmer als ungleiche Bügel. Ich mag es einheitlich. Wenn im Kopf und Herz manches Mal Chaos herrschen, soll wenigstens der Schrank aufgeräumt sein.
  • Dieses Lied. Geht mir irgendwie nah. Dieses auch. Und dies auch. Von einem Mann, der die meiste Zeit barfuß durch die Welt marschiert, was schon alles oder zumindest sehr viel sagt.
  • Fischkissen [7]. Ich lasse das Wort so stehen. Weil weitere Erläuterungen erübrigen sich. Nein, ich wiederhole es, weil es so schön ist: Fischkissen.
  • Ein Pullover [8]. Nicht irgendein Pullover, sondern ein gelber. Ein Pullover, der sagt: Ich bin fröhlich, ich bin freundlich. Komm ruhig näher.

Die Sache zieht sich

22. August

Filed Under : alles sonst so - denken

weintrauben (2)Mäandern. Ich habe mich in dieses Wort verliebt. Weil es sich so hinzieht, weil da alles drin steckt. Die ewig sich schlängelnden Serpentinen. Das Wort selbst ist ein einziges langgezogenes: Mama, wie lange noch?

Ich möchte am Wochenende ein wenig mäandern. Das können nicht nur Straßen, habe ich beschlossen. Auch ich will mich langmachen auf der Couch, mich ziehen, strecken und dehnen, herumlungern, mich ganz und gar dem Nichtstun widmen, überraschen lassen von dem, was sich hinter der nächsten Gedankengabelung verbirgt, mit was das Leben so aufwartet, verlaufen, blind folgen, durchschlängeln, mich verlieren. Mich der Provokation des Unabsichtsvollen hingeben.
Wann sind wir endlich da? Noch lange nicht. Noch lange, lange nicht.

Es ist nicht nur die Sehkraft, die nachlässt

21. August

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265 „Leider ist es so, dass wir mit zunehmendem Alter […] eine gewisse Sensibilität einbüßen. Unserer Rezeptoren stumpfen ab. Deshalb ist das Alter so unerträglich, weil man sich plötzlich daran erinnert, wie es war […] ein Herz zu haben, ein Herz, das einen zu großen, unbesonnenen Taten befähigte, dazu, sich für etwas zu begeistern und sich als Teil des Lebens auf diesem Planeten zu fühlen.“

aus: Eine schöne junge Frau von Tommy Wieringa

Kenn` ich schon

20. August

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blumenkohl - Kopie (2)Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie uns kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei. Es ist ohnehin schon wenig genug.“ Von Max Frisch. Von wem sonst?

Wenn ich reise, bin ich eine andere. Schon ich. Nur angepasst an die Umgebung und da erkenne ich neue Züge an mir, neue Seiten. Und ich entdecke überhaupt so viel Neues. Weil ich dem Glauben alles zu kennen ein für allemal überhaupt nicht anheimfallen kann.
Angekommen in einer fremden Stadt, einem fremden Land, einer neuen Umgebung brauche ich ein wenig um mir eine grobe Orientierung anzueignen. So richtig streunern kann ich erst, wenn ich ungefähr das Gefühl habe, wieder nach Hause finden zu können. Aber wenn das da ist, dann bewege ich mich mit einer Neugier durch die Straßen, die ich zu Hause nicht habe. Da kenne ich schon alles. Glaube alles zu kennen. Und gebe damit so vielem gar keine Chance mehr. In Südfrankreich bin ich jeden Morgen zur Universität und zurück spaziert. Und jeden Tag habe ich  eine andere Straße genommen, bin an einer anderen Weggabelung abgebogen, habe geschaut, ob ich so vielleicht auch hinkommen könnte. Weil alles hätte möglich sein können. Da könnte sich ein neues Cafe verstecken, das vielleicht noch bessere Croissants hat, eine Markthalle, eine ruhigere Straße, irgendetwas Interessantes. Zu Hause tue ich das nicht. Ab und zu ist der Gedanke da doch die Abzweigung zu nehmen oder die Gasse, dann aber auch gleich wieder und so schnell überlagert von dem, der Effizienz. Das könnte ein Umweg sein und dann verpasse ich die U-Bahn und dann? Ja, was dann? Dann lerne ich vieles nicht kennen. Aber das wird jetzt anders, habe ich mir vorgenommen.

Der Blumenkohl, den kennt man. Sehr unscheinbar ist er. So ein Brokkoli ist wenigstens leuchtend grün. Der Blumenkohl nur sehr weiß, fast blass und damit wirkt er immer einfach nur ein wenig farblos neben den hübschen Möhren und Erbsen. Und weichgekocht ist er. So weichgekocht, wie das Alltag, Routine, Alltäglichkeiten und das Altbekannte es mit einem tun können. Artischocken sind Exotik, Urlaub, die Welt neu gesehen. Blumenkohl ist Niedersachsen.

Aber auch ihn kann man neu kennen lernen.
blumenkohl - Kopie (3)

  • 1/2 Blumenkohl
  • 30 Gramm geröstete Mandeln
  • 20 Gramm Amaranth
  • 4 Esslöffel Olivenöl und mehr für das Blech und nochmals 4 um das Mandelmus weich zu bekommen
  • 60 g weißes Mandelmus
  • 1 Teelöffel Curry

Den Blumenkohl waschen. Kleine Blumenkohlwolken abschneiden. Die Mandeln hacken. Amaranth und Olivenöl mischen, salzen und pfeffern. Das Mandelmus mit etwas Olivenöl und Curry mischen. Amaranth dazugeben. Es entsteht eine klebrige Paste mit der dann die Blumenkohlwolken eingerieben werden, so dass sie ordentlich mit Mandel-Amaranth bedeckt sind. Ein Blech mit Olivenöl beträufeln, die Blumenkohlwolken darauf verteilen und bei 180 Grad für 10 bis 15 Minuten in den Ofen bis sie weich, aber noch kross sind.
blumenkohl2 (2)Das sind die neuen Seiten des Blumenkohl. Kross, wolkig. Er ist für mich damit rehabilitiert. Und wenn man selbst das blasseste aller Gemüse neu kennen lernen kann, dann sind die Möglichkeiten im Leben unendlich. Auch ohne zu verreisen. Es beginnt eh immer im Kopf.

Montagsmögen

17. August

Filed Under : alles sonst so - mögen

magggeJeden Montag: Zwei, die ich mag. Frei schwimmen, mich freischwimmen. Dafür gab es früher sogar ein Abzeichen. Den Freischwimmer. Richtig so. Ist ja auch nicht ganz so einfach.
Dann mag ich noch mein sehr einfaches Vorhaben die Küche umzusortieren und alle herumstehenden Öle und Flüssigkeiten in diese schlichten Flaschen abzufüllen.
Ich mag dieses Lied, weil in ihm Freiheit steckt, Größe, Weite. Weil es, wenn man es zulässt, einen umgibt und umarmt wie das Wasser im Ozean.

Außerdem mag ich noch die myself. Fürs mich mögen. Nein, nicht nur dafür. Aber für Sätze wie diese, die ich in in der neusten Ausgabe in einem Artikel über Ingrid Bergmann gefunden habe: „Wie jeder wirklich interessante Mensch und Künstler trägt sie zwei Seiten in sich, die ständig miteinander ringen und dabei viel Energie und Sinnlichkeit freisetzen. Da ist Freiheitssehnsucht und Wildheit in ihr, aber auch Schutzbedürfnis und Schwäche.“
Und da wäre es wieder: Das frei schwimmen, das Freischwimmen.

Nizza – für immer oder einen Sommer

16. August

Filed Under : alles sonst so - reisen

nizza_6 - Kopie (2)Nizza, meine amour fou.

Nizza war meine wilde Sommerliebe. Eine heftige amour fou mit allen Auf und Abs. Wie jede große Liebe traf sie mich völlig unerwartet und unvorbereitet. Ich hatte nicht wirklich Lust auf diese Stadt und hegte die geringste aller Erwartungshaltungen. Vier Wochen standen auf dem Programm und meine selbst gesetzte Devise war: Die ziehe ich jetzt eben durch. Irgendwie. So dachte ich. Redete mir selbst noch gut zu, als ich endlich landete auf diesem klitzekleinen Flughafen. Vielleicht begann es da. Denn der Flughafen ist ja nichts anderes wie die erste Begegnung mit einem neuen Menschen, da entscheidet sich oft schon, ob es gut geht oder nicht, ob man sich gewogen ist oder nicht, ob da eine feine Verbindungslinie ist, auf der sich aufbauen lässt. Und dieser winzige Flughafen überraschte mich gleich, denn er hatte so gar nichts Provinzielles an sich, sondern die Grandezza einer alten Dame und ganz viel von der südfranzösischen Gelassenheit, die ich so schätzen lernen sollte. Umarmt von der warmen und immer feuchten Luft, eingehüllt, fühlte ich mich so willkommen. Und meine innere Abwehrhaltung bekam erste Risse.
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Im Taxi zum Studentenwohnheim nahm ich sie dann zum ersten Mal so wirklich wahr. Blickte auf die Palmen am Straßenrand und wie sie verwinkelter wurde die Stadt, wie die alten Kolonialhäuser zwischen heruntergekommenen Wohnblocks hervorblitzen. Nizza schien so wuselig und lebendig, fröhlich und ein Hauch von Leichtigkeit lag über den Straßen.

In der Rue Passeroni angekommen durfte ich dann feststellen, dass mein Zimmer über kein Bett verfügt, aber der französische Hausmeister konnte das auflösen und mir zeigen, wie man aus dem Tisch ein Bett zaubern kann. „Arbeiten oder schlafen. Beides zusammen geht nicht. Es sei denn man ist in einer Behörde,“ meint er dazu nur schulterzuckend. Vielleicht war das der Moment, in dem meine Distanziertheit, mit der ich mich zuweilen wappne und durch die Welt marschiere, um besser durchzukommen, bröckelte. Denn für guten Humor war ich schon immer sehr empfänglich.
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So lief ich zum Hafen, um mich ein wenig anzufreunden mit der neuen Umgebung und da habe ich es zum ersten Mal so richtig gesehen: Das Licht, in das Nizza getaucht ist. Immer. Eigentlich immer. Der Himmel ist wie ein einziges riesiges Chagall-Bild. Immer und jeden einzelnen Tag wird die Leinwand neu aufgezogen, immer ist etwas Pastelliges da, etwas Goldenes, etwas Leuchtendes. Selbst im strahlendsten Blau scheint ein weicher Schleier durch, ein Weichzeichner. Alle Härte ist genommen, alles leuchtet golden, alles ist so leicht. Da sah ich sie mit neuen Augen und so klar die Stadt. Die Schönheit. Und so genau habe ich es nicht gemerkt, weil man merkt es ja nie, aber da gab es eigentlich schon kein zurück mehr. Da war es schon zu spät.

Und so saß ich dann am Strand, schaute auf die Wellen und da war es, das Gefühl, das manchmal kurz zu Besuch ist, dass ich nie halten kann, weil es auch nicht auszuhalten wäre auf Dauer: Glücklich. Glücklich bis zum Anschlag.

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Es war um mich geschehen. Von dieser Minute an. Und wie jede gute amour fou war ich gleich völlig und vollkommen hin und weg. Das alte Leben war vergessen, weil es schlicht und ergreifend so unendlich blass erschien angesichts des goldenen, mildenen Lichts der Cote´Azure. Ich wollte sofort hier herziehen, nie wieder weg. Ich fühlte mich so wohl, so getragen, so aufgehoben. Ich gehörte hier her. Ich musste einfach hier bleiben. Einfach nur um jeden Morgen das freundliche Bonjour im Cafe zu hören, auf das ich antworten konnte: „Un café creme a emporter sans sucre, sil vous plait“. Ich konnte mich nicht satt sehen an den braunen Beine der schönen Südfranzösinnen, ich wollte jeden Abend Rose trinken, in diesem Käse baden, weil er so gut ist, so mild, würzig und die Auswahl so groß. Ich wollte immer in dieser kleinen Bäckerei einkaufen, nur um dann mein Baguette stolz vor mir herzutragen und mich so französisch zu fühlen. Ich wollte jeden Tag die heruntergekommenen Gassen entlangzulaufen zur Universität, hier und dort einen kleinen Plausch halten, abends noch einmal schnell an den Strand spazieren, ins Wasser springen und dann ganz lange den Wellen zusehen. Jeden Tag wollte ich das. Jeden einzelnen bis an den Rest meines Lebens. Es gab nur schöne Menschen hier, freundliche Menschen, schöne Straßen, schöne Orte, schöne Luft und wenn sie alle über die unerträgliche Hitze klagten, dachte ich mir immer, verdammt, seht Ihr nicht wie schön es hier ist? Ich fühlte mich zurückversetzt in die Tage meiner Studentenzeit, die Unbeschwertheit, die Leichtigkeit, das Frei sein von Verpflichtungen, auch wenn ich natürlich welche hatte, nur fühlten sie sich hier nicht so an. Wie konnten sie auch? Das war Nizza. In Nizza war alles anders. Es war Liebe.

nizza_stepanini - Kopie (2)Nur zeigten sich in der Liebe schnell auch die ersten Risse. Die Ernüchterung setzte ein. Ich bemerkte quasi die herumliegenden Socken der Stadt. Es gibt Tage, da möchte man auch einfach nur einen Kaffee bestellen und seines Weges gehen und nicht auf „Ca va“ immer mit „tres bien“ antworten müssen und etwas über seine Tagespläne erzählen. Ein wenig bayerische Mürrischkeit zum Start in den Morgen hätte es auch getan. Da waren Menschen, immer und überall nur Menschen und mir dann auch egal, dass die braune wunderschöne Beinen hatten. Und warum muss immer gehupt werden, immer zu gehupt werden und warum zieht die Hitze in jede Ritze meines kleinen Zimmers und setzt sich da fest und schnürt mir den Hals ab, nimmt mir die Luft? Warum sind die Steine am Strand so spitz und groß und auch da – immer alles voll, immer irgendwelche Menschen die picknicken, unendlich schön sind, braun gebrannt, immer fröhlich, alle fröhlich, immer wird flaniert, den ganzen Tag nur flaniert, die Promenaden auf und ab. 

nizza_NIZZA (2)Das ging ein paar Tage so. Sie ging mir schrecklich auf die Nerven, diese Stadt.
Aber als hätte sie gemerkt, dass ich ihr überdrüssig werde, hat sie sich nochmals voll ins Zeug gelegt, ihren ganzen Charme aufgespielt.
 Ich entdeckte das Viertel, das sie in Anlehnung an das Quartier Le Marais in Paris „Le Petit Marais Niçois“ nennen – die Gegend um die Rue Bonaparte, den Platz Garibaldi und das Antiquitätenviertel. Nizza hatte mich wieder. Denn dort kann man den ganzen Tag verweilen, es ist ein wenig ruhiger, es lässt sich herrlich in den Sesseln der Cafés herumlungern und vom Kaffee zum Mittagsrose zu irgendetwas, in dem auch Anis drin ist, übergehen und dann in einen Jazzclub ziehen, in dem ich getanzt habe wie schon lange nicht mehr und wenn es nicht so spät geworden wäre, wüsste ich vielleicht auch die Straße noch, in der er lag.

Im Le Marais Nicois verbrachte ich meine Abende und Wochenenden. Und ich lag am Strand, immer wieder auf dem Surfbrett, ich habe der Sonne beim Aufgehen und beim Untergehen zugesehen. Ich habe ganz viel Bonjour, Bon soir, Au revoir und Bon soiree gesagt, die Kinder bei den Wasserspielen am Brunnen beobachtet, mir Macarons im Lafayette gekauft, die französichen Patisserien leergegessen, weil ich schon wusste, dass muss für mindestens ein Jahr halten, weil die Erkenntnis, dass Nizza und ich nicht für immer sind schon im Kopf angekommen war. Das Herz hielt noch ein klein wenig fest, aber sie hatte mich nicht mehr fest im Griff, die Stadt. Ich hatte schon losgelassen und damit Platz gemacht für so etwas wie Milde. Ich betrachtete die Stadt mit einem Lächeln, großem Wohlwollen und dem Wissen, dass es eine gute Zeit war, eine schöne, für die ich sehr dankbar bin, die aber nicht für die Ewigkeit gemacht ist.
Nizza, Du wirst immer einen festen Platz in meinem Herzen haben. 
Wie jede große Liebe.
Jeder Sommer hat seine Geschichte. Das ist meine.
Un amour fou. Das waren Nizza und ich.

119 049 239 035066 115Orte, an denen man in Nizza sein Herz verlieren kann:

Le Comptoir Central Electrique
10 Rue Bonaparte
Hinter dem Platz Garibaldi liegt das „Comptoir Central Electrique“. Ein altes Elektrogeschäft, das heute Bar, Bistro und Cafe ist. Es ist nicht nur ein herrlich entspannter Ort. Er hat auch eine schöne Geschichte: Ralph Koch, der aus dem Odenwald stammt und vor 25 Jahren ohne ein Wort Französisch sprechen zu können der Liebe wegen nach Nizza zog, als Butler für einen Fürsten gearbeitet hat, einen Second-Hand-Modeladen führte und einfach immer wieder von vorne beginnen musste in seinem Leben, hat sich damit einen Traum von einer Bar erfüllt. Er hat dort einen Ort geschaffen, den ich das Michelsberger von Nizza nenne. 
Am Sonntag  wird ein sehr unglaubliches Brunch aufgetischt. Sonst einfach in den Sesseln sitzen, Kaffee trinken, lesen oder die Menschen beobachten, abends an der Bar sitzen. Für den Dessertteller finde ich keine Worte.

Bel Oeil
12 rue Emmanuel Philibert
Das Bel Oeil ist eines dieser Orte, die mit so viel Liebe zum Detail eingerichtet sind, dass ich mich nicht satt sehen kann und gleich wohl fühle. Das Restaurant gibt es seit drei Jahren. Geführt wird es von einem sehr süßen Ehepaar. Sie in der Küche, er für Wein und den Service zuständig. Es gibt wechselnde Kunstaustellungen und Designstücke, die zum Kauf angeboten werden. Die Karte ist klein, alles regional und sehr liebevoll zubereitet. Ich sage nur so viel: Ich habe französische Blutwurst gegessen, die mir normalerweise so gar nicht schmeckt, aber sie war versteckt in diesem Salat mit Nüssen und vielen Gewürzen, die ich nicht zuordnen konnte, die aber etwas ganz Besonderes waren. Auch die Weine sind außergewöhnlich. Ein Weißwein aus der Rhone, von der man ja normalerweise nur die Roten kennt, beispielsweise. Ich habe außerdem Tartar gegessen und Wassermelonen-Salat mit Feta und eine Kirsch-Mandel-Tarte und ein wunderbares Gazpacho und so vieles mehr. Die ganze Karte rauf und runter. Es war alles formidable. Bis ins kleinste Detail. Nicht weniger.

Deli Bo
5 rue Bonaparte
Eclair in den Varianten Schokolade, Vanille, Kaffee, Karamell. Tarte au citron. Schokoladentarte. Tarte-Macaron-framboise. Millefeuille. Die habe ich probiert. Mandelcroissants habe ich mir fast jeden Morgen gegönnt. Weil das nicht einfach Croissants mit ein wenig Marzipan drin sind, sondern weil eine Butter-Mandelmasse leicht aus dem Blätterteig tropft und dieses Gefühl, wenn der Blätterteig im Mund zerfällt und die noch warme Mandelbuttercreme herausfließt mit nur sehr wenigen Dingen in diesem Leben vergleichbar ist.

Museum für Moderne Kunst, Chagall-Museum und Matisse-Museum
Ich mochte das Museum für Moderne Kunst. Sehr. Yves Klein besonders. Wie lange habe ich schon dieses blauste aller Blaus nicht mehr gesehen. Wie wenig es braucht, dachte ich mir wieder. Und dann ist die Dachterasse, die einem den schönen Blick über die Stadt gibt, der bis zum Meer reicht.
Dann ist da das Chagall-Museum, indem ich die religiöse Seite des Malers entdeckt habe und fasziniert war, wie fieberhaft er gearbeitet hat, noch mit 75 die Kuppel der Oper bemalte, so schwärmerisch war er, so voller Schaffensdrang.
Auf Matisse hatte ich mich sehr gefreut. Auch er hat ein eigenes Museum. Er, über den Picasso verächtlich gesagt haben soll, dass es „halt klar sei, dass er so fröhlich malt, weil er eben die Sonne im Herzen hat.“ Sein Bild „La Danse“ bedeutet mir sehr viel, seit ich meine Abitursarbeit darüber geschrieben habe. Über dieses Bild, dass Energie einfängt und für Leichtigkeit und Lebensfreude steht. Aber dann war es vielleicht die Kombination aus einstündigem Spaziergang in der Mittagshitze den Berg hinauf oder seine Frühwerke, die den Funken nicht so haben überspringen lassen für mich. Dafür mochte ich den Park. Der hat mich versöhnt. Wie sie dort Boule spielen und picknicken, wie es so ruhig war, nur das Zirpen der Grillen zu hören war.

Das alles und mit noch viel mehr bot Nizza auf. Damit legt sich diese Stadt ins Zeug, um einen zu erobern.
Für immer. Oder eben für einen Sommer.
nizza_NIZZA (3)

aufgelistet: ein wenig mittelschwere Kost

15. August

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gepackt (2)Nicht wirklich schwere Kost. Eher mittelschwere. Aber ein wenig das, worüber man normalerweise nicht in den ersten fünf Minuten spricht, sondern erst nach zwei, drei, vier oder manchmal auch fünf Gläsern Wein. Das, wozu es die richtigen Menschen, die passende Gesellschaft, den entsprechenden Abend braucht. Das, was nicht jeden Tag Platz hat, aber wenn es dafür gar keinen Raum gäbe, es auch sehr schade wäre. Aber auch Leichtes und Schönes. Es ist immer die Mischung, die es macht.

  • Dieser Film über die Komikerin Tig Notaro. Die alles, was ihr das Leben entgegenschleudert mit Humor nimmmt. Wir haben doch oft keine andere Chance. Groß.
  • Diesen Blog, den ich bei Okka entdeckt habe. Allein dieser Satz: „Ich denke, Schönes entsteht, wann immer Menschen die Augen nicht verschließen und ein bisschen Mut aufbringen.“
  • Eine, die sich hundert Tage lang einfach mal all ihren Ängsten gestellt hat.
  • Kreative muss man lieben. 10 Punkte, die dabei zu beachten sind.
  • Ein ganz zartes, feines Lied.
  • Für alle Sinnsucher. Ich habe überhaupt eine Passion für Radiohörspiele. Sie haben so etwas herrlich Antiquiertes und machen mich so ruhig. 
  • Diesen Vortrag über Zusammenarbeiten und Kollaboration, über das Kopieren und über das Geben und zwar bevor Vertrauen da ist, nicht erst danach. Kollaboratives Arbeiten –  für mich nach wie vor die zukünftige und logischste Art zu arbeiten.
  • Einer der überhaupt besten Vorträge. Von Tina Roth Eisenberg. Derjenigen, die den Design-Blog Swissmiss schreibt, die Creative Mornings gegründet hat, Tattoo-Sticker verkauft, eine To-Do-App hat und wahrscheinlich habe ich etwas vergessen, was daran liegt, dass diese Frau sehr umtriebig ist und das mit dem Leben und der Arbeit verstanden hat wie keine Zweite. Warum sie das alles tut, was sie antreibt und bewegt, erklärt sie hier und es hat mich sehr bewegt. Was sie sagt über ihre Motivation, übers Teilen und Geben, übers einfach machen. Weil das die beste Art ist und bleibt sich zu beschweren: Es einfach besser machen.
  • Ein Artikel über den Mensch und sein Smartphone. Wieviel Raum es einnimmt, wie sie miteinander verwachsen. Verstehen, immer verstehen. Jeden Tag vielleicht ein wenig mehr und besser. Mittendrin sein und doch wachsam.

Außerdem könnte noch für Gesprächsstoff sorgen, dass das Wort „Schule“ vom Altgriechischen Wort für Müßiggang abstammt, was ich als eine herrlich andere Sicht auf die ganze Sache empfinde. Und dass Melancholie, der Tiefsinn, eines der Elemente ist, die in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander die innere Ausgeglichenheit des Menschen bewirken. Ich arbeite daran. Eine Randnotiz oder eher Küchenklatsch wäre, dass sich auf alten Buchseiten vom Flohmarkt nicht nur schönste Worten finden, sondern daraus auch bestes Geschenkpapier improvisieren lässt. Es ist immer, was man draus macht. Es hört nie auf. Auch darüber wird viel zu selten gesprochen. Das muss man erst einmal verdauen.

Gefunden, verletzt, geweint. Über ein Buch und seine Folgen

11. August

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john_greenWie ich Bücher finde? Das weiß ich nicht. Vielleicht weil ich ein wenig daran glaube, dass sie auch mich finden. Zur rechten Zeit. 
Dieses hat mich gefunden. Ich habe es ausgesucht oder es mich. Wer weiß, dass schon so genau? Begegnet sind wir uns schon früher. So viele hatten davon erzählt. Sie hätten am Ende geweint. Es sei so bewegend. Ein Krebsbuch.

Es bewegt sehr. Es ist ein gutes Buch. Und ich habe geweint. Nicht, weil es um Krebs und um den Tod geht. Da wird mir wieder einmal klar, warum es so furchtbar sinnlos ist, Bücher zu beschreiben, indem man den Inhalt wiedergibt. Ob es um ein Mädchen oder einen Jungen geht oder um Krebs oder Leben, ob es ein Jugendbuch ist oder ein Roman ist so nebensächlich angesichts der Tatsache, dass Bücher entweder anrühren oder nicht. Und hier ist nicht Kafka überzustrapazieren, mit seinem Satz, dass ein Buch sein muss wie eine Axt für das gefrorene Meer in Dir, obwohl er Recht hat und dieses eines von denen war, auf die das zutrifft. 

Es geht um Tod. Und um Leben. Es geht um Bedeutungslosigkeit, um Sinn. Nicht immer fortwährend und auf jeder Seite. Aber die wirklich klugen Bücher, die mich bewegt haben und verändert, sind nicht die, die mit Weisheiten um sich werfen und einen Aphorismus nach dem anderen abfeuern, sondern die Weisheit verpacken in Geschichten, kleine Erzählungen, Nebenschauplätze. Die Zeilen hinter den Zeilen. Daran glaube ich überhaupt. Die kleinen Geschenke, die Nettigkeiten, die einem wer auch immer, das Leben oder das Universum macht. Die so zwischendrin. Die so klein sind, dass sie so leicht zu übersehen sind und die immer dann kommen, wenn ich sie am wenigsten erwarte. Die da sind, wenn alles sonst so leer ist. Davon sind ganz viele versteckt in diesem Buch, verwoben in eine Geschichte, die leicht ist und schön und traurig und bleibend. Die etwas hinterlässt. Einen anders zurück lässt.

Ich habe es an einem Tag gelesen. Es war ein Samstag. Ich wollte ein Buch zum Vergraben. An nichts anderes denken, sondern nur versinken in einer Geschichte, wegschwimmen, eintauchen in ein anderes Leben, weil mein eigenes gerade nicht so passend war. Dabei ist es wie mit dem Reisen. Auch da holt man sich selbst immer wieder ein. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich habe geweint am Schluss. Diese Art von schönem Weinen. Wenn sich Traurigkeit und Glücklichsein vermischen, weil sich etwas löst und es so greifbar ist, wie unfassbar das alles ist, das hier sein dürfen, und wie groß die Bedeutungslosigkeit des ganzen Herumgerenne, des wichtig sein müssen, wie himmelschreiend die Ungerechtigkeit, wie unendlich die eigene Machtlosigkeit. Hilflos gegenüber der schlichten Größe und Unglaublichkeit dieses Lebens.

Ein Satz darin heißt: „Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird auf dieser Welt, aber man kann ein bisschen mitbestimmen, von wem.“

Man kann sich aussuchen und mitbestimmen, ob, von wem oder was man sich berühren lässt auf dieser Welt.
Dieses Buch wäre ein Anfang. Der Rest findet sich schon.

Montagsmögen

10. August

Filed Under : alles sonst so - mögen

montagsmoegenJeden Montag: Zwei, die ich mag. Kleider. Schon immer und sehr lange. Dieses Seidenkleid hat alles, was das perfekte Kleid haben muss. Es ist schlicht, elegant, fließend. Mag ich sehr. Ebenso wie diese Teller des Tokyo Design Studio. Stripe heißen sie. Elegant, klassisch, schlicht sind sie.
Und dieses Lied. Leise und zart die Töne. Die Worte so klar und wahr über das einfach immer wieder versuchen, weitermachen, nicht aufhören zu träumen, zu hoffen, zu wagen, zu lernen. You just try….try…just try.
Nicht nur Montags.