Freundliche Erinnerung

"Im Gespräch nicht immer bloß sich selbst zu hören. Im Hinsehen nicht nur das Eigene zu sehen. Er begriff das als ein radikales Lieben, und das tat er verschwenderisch: lieben." Aus einem Nachruf, den ich schon so oft gelesen habe, der dennoch nichts, aber auch gar nichts an Wirkkraft verliert.…

Große Frage und leichte Gereitzheit

Ich konnte ihn vom ersten Augenblick an nicht leiden. Die Rede ist von Richard Kraft, Rhetorikprofessor aus Tübingen. Kraft ist die Hauptperson im Buch was sich schon am Titel "Kraft" erahnen lässt. Nicht trotz, sondern wegen dieser Abneigung von Beginn an habe ich es bis zum Ende und dies auch noch sehr gerne. Das macht den Sog des Buches aus, dass einem die Hauptperson so nahe kommt, dass sie einem unendlich auf den Geist geht, dass nebenbei die große Theodizee-Frage warum Gott Leiden zulässt und wo die Grenzen der Technik liegen, erörtert wird und sich so genervt - und gleichzeitig…

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Flip-Flops sind toll. Flip-Flops mit Bommeln dran sind grandios. Mag ich sehr. Ich mag es Sachen mit vollster Leidenschaft zu machen. Mit Liebe. Ich mag diesen Vortrag von Esther Perel und dieses Lied zum in den Morgen tanzen: Missing you.…

aufgelistet: Aufbruch

Es ist warm. Und damit Gutes so nah. Das keine Socken mehr tragen zu müssen, die Vögel zu hören, aufs Segeln zu freuen, auf Pistazieneis und Picknicke, auf Hängematte und Morgenschwimmen. Bis dahin einiges aufgelistet. über Leistung nachdenken Das Wichtigste über work and life in einem Gedicht. Alles ist in einem Gedicht besser. Diese Pistazien-Joghurt-Sauce ist so gut. Ratschläge, die man immer wieder hören kann. Mehr Zeit mit Freunden, mehr Zeit in der Natur. Immer wieder gut: Video eines 6-jährigen. der Angst entgegenlächeln Hannah Arendt Love songs for the ones who never deserved them. So schön. Meditieren. Immer regelmäßiger. Warum…

Shit happens. Mach einen Keks draus

Man solle die Welt durch Kinderaugen sehen, heißt es. Ich blicke voller Stolz auf meine Schokoladen-Espresso-Kekse. Das Kind blickt auch. Es bekommt sich nicht mehr ein vor Lachen. "Schaut aus wie Kacka." Ein Riesenbrüller. Ich nehme es mit Humor. Sch...(okoladen-Espresso) Kekse Kinderamusement oder für über 4-jährige einfach nur sehr schmackhaft 225 Gramm Butter 1 Tasse Zucker 1 Ei 2 Teelöffel Vanillezucker 1 Teelöffel Espresso-Pulver 2 Tassen Mehl 1/2 Tasse ungesagtes Kakaopulver 1 1/2 Teelöffel Salz 1/2 Teelöffel Sahne Für die Füllung 225 Gramm dunkle Schokolade 1/3 Tasse Sahne 1 Teelöffel Vanilleextrakt 1-2 Teelöffel Espresso-Pulver Butter mit dem Zucker schaumig schlagen.…

Montagsmögen

Montags: Zwei, die ich mag. Da wäre der Fakt: Es ist über null Grad. Hallo Sonne! Hallo Frühling! Mag ich so sehr. Gleich die Lust endlich nicht mehr so viele Lagen übereinander anziehen zu müssen. Sondern diesen Rock mit diesem Optimist-T-Shirt. Ich mag es, es gerade keinem Recht zu machen. "Niemanden´s Herr, niemanden´s Knecht" hat ein weiser Mann das mal genannt. Und ich bin gerade sehr nahe dran. Und ich mag dieses Lied zum in den Morgen, Frühling, in was-auch-immer reintanzen.…

Mitbringsel

Gestern hatte ich Sehnsucht. Ich habe Räucherstäbchen angezündet. Das half. Wenn ich eines früh gelernt habe, dann das Reisen um vor sich oder irgendetwas wegzulaufen nicht funktioniert. Man nimmt sich immer selbst mit. Was hingegen hervorragend funktioniert: Reisen lässt einen als Anderer zurückkommen. Das sind die Mitbringsel der besonderen Sorte. Ich war schon lange nicht mehr gereist. Ich war unterwegs und viel weg. Mal ein paar Tage Südtirol, schnell in die Schweiz, übers Wochenende nach London, ein Abstecher nach Strasbourg, eine Woche Luft holen im Norden. Aber die Art des Reisen, bei dem einem alles Bekannte genommen ist, bei dem…

Ersehntes und Wiedergefundenes

Was sagt man, wenn man länger weg war? Vielleicht besser nichts und man macht einfach weiter. Oder man fängt mit einem Gedicht an, weil Poesie nie verkehrt ist. Vielleicht mit dem des Rechtsanwalt und Poeten Max Ehrmann. "Desiderata" heißt es. Die ersehnten Dinge. Er hat sie als Weihnachtsgrüße und zu Beginn des neuen Jahres versendet. Ich melde mich damit zurück. "Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke an den Frieden der Stille. So weit als möglich, ohne dich aufzugeben, sei auf gutem Fuß mit jedermann. Sprich deine Wahrheit ruhig und klar aus, und höre Andere an, auch wenn sie langweilig und…

Ménage a banana

Es gibt Rezept, die sind unantastbar. Diesem Marmorkuchenrezept bin ich treu. Es geht einfach nicht besser. Bei Bananenbrot hingegen nehme ich es nicht so genau. Da darf man fremdgehen und neue Varianten ausprobieren. Diese beispielsweise. Bananenbrot (aus Green Kitchen at home)   2 Eier 70 Gramm Muscovadozucker 4 Bananen 120 Milliliter Öl 100 Gramm Mandelmehl 120 Gramm Buchweizenmehl 5 Teelöffel Kakaopulver 1 Teelöffel Backpulver 1 Prise Meersalz 25 Gramm dunkle Schokolade 25 Gramm Walnüse 1 Teelöffel Kaffeebohnen 5 Esslöffel Whiskey Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Drei Bananen, das Öl, Kaffee- und Kakaopulver, Whiskey…

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Soweit ich kann, soviel ich kann. Wissen, wann es gut ist. Dass es gut ist. Ich mag dieses Kleid, weil es doch nie nur ein Kleid ist, sondern immer auch eine Aussage. Und dieses sagt: Leicht nehmen. Keine leichte Kost, etwas älter, aber eine kluge Analyse, die mir geholfen hat ein klein wenig besser einzuordnen, was gerade passiert: Streitraum über das Gefühl der Welt. Kommt leicht und gut in die Woche.…

Ein Buch wie Rotweinnächte

Ich glaube, es ist die Nacht. Die Nacht und Küchentische. Die Nacht, Küchentische und Wein. Ein wenig zuviel von letzterem. Die Nacht, Küchentische, Wein und eine Handvoll Menschen, die man gerne hat. Sehr gerne. Wenn das zusammenkommt, dann könnte auch alles ganz anders sein, dann wird angesprochen, was man sich bei Tageslicht kaum aussprechen traut. Dann ist es so dunkel, dass man ehrlicher auf sein Leben blickt. Dann fallen Sätze wie ""Wir wollten doch damals." Ich wollte soviel. Ich wollte die Welt verändern. Alles anders machen als meine Eltern und Schulfreunde. Ich bin allem und jedem mit einer Radikalität, einer…

Dienstagsmögen

Jeden Montag und manchmal auch Dienstag, weil man ja erst wieder in diesen Rhythmus hereinkommen muss: Zwei, Dinge, die ich mag. Da wäre das langsame Aufsteigen, das Wissen, dass es besser wird. Und ich mag diese roten Loafer oder ein rotes Strickkleid. Aufstehen, Musik anmachen und in den Tag reingleiten. Look at what the light did now. Habt eine gute Woche. Geht es langsam an. Aber mit Schwung.…

Auf ein Neues

Ich verfluche Deadlines sehr oft, mehr noch mich selbst, dass ich mich auf eine eingelassen habe. Aber ich bin auch sehr dankbar, dass es sie gibt. Gäbe es keine Deadlines gäbe, würde sich bei mir noch mehr Unfertiges stapeln als es das eh schon tut. Das Jahresende ist gewissermaßen die Grande Dame unter den Deadlines. Ich nehme sie zum Anlass eine Liste zu schreiben. Das tue ich auch in allerlei anderen Zusammenhängen, aber die zwischen den Jahren ist umfassender. Sie ist voll mit all den Dingen, die ich tun möchte und all denen, die ich lieber lassen sollte zukünftig. Das hat…

aufgelistet: Für die Tage dazwischen und die rauhen Nächte

Für die Tage dazwischen. Für die Tage auf der Couch. Für die Tage der vollen Bäuche. Für die der schönen Trägheit. Für die Tage im Jahr, die im Kalender so leer sind wie sonst niemals mehr. Für die Tage, in denen man feststellt, wie viel sich verändert und wie viel gleichgeblieben ist. Für die Tage, an denen man zurückblickt und nach vorne schaut. Für die Tage zwischen alt und neu. Und für die Nächte. Die Rauhnächte. Die Nächte zum Aufräumen, Loslassen, neu beginnen. Einiges das dabei helfen kann sie gut zu verbringen: No one knows me like the piano in…