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27. Februar

Filed Under : alles sonst so - denken

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“Als Bildermacher wollen die Leute dich immer in eine Schublade stecken. Ich glaube, dass jeder von uns viele verschiedene Seiten hat, und nicht immer dürfen wir alle diese Seiten zeigen, schon gar nicht gleichzeitig ausleben.”

Hat Mario Testino gesagt. Gilt nicht nur für Bildermacher, sondern für so vieles und uns alle. Ist ein Grund mehr sich diese Ausstellung anzusehen oder einfach ganz neu auf die eigenen Ecken seines selbst zu blicken und vielleicht sogar den Rahmen zu sprengen.

Dienstagsmögen

24. Februar

Filed Under : alles sonst so - mögen

montagsmoegen_finalJeden Montag, heute Dienstag, zwei, die ich mag: Das gesamt, bunte Leben mit allen Wirrungen,Verstrickungen, sowie all dem, dass ich manchmal nicht sehen möchte.Wie es sich wiederfindet in diesen Illustrationen von Alexandra Ethell.

Und eine Tasche, in das ganze Leben passt. Oder zumindest alles, was ich zum Überleben brauche. Lippenstifte, Taschentücher, immer ein paar von diesen wahnsinnig guten Trüffelpralinen als Notfallration für blöde Tage, zehn Stifte, einer davon immer ohne Kappe und gerade mal keinen, wenn man einen braucht, Notizzettel, ein Notfallbuch für kluge Sätze zwischendurch, die französische Handcreme, die so schön nach Urlaub riecht, Kekskrümmel, alte U-Bahn-Tickets, mein Notizbuch, Post-Its, das Handy, Kopfhörer, um die Welt kurz auszublenden – Leben eben.

Aufbruchsbereit

19. Februar

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schoen_waere_esSchön wäre es. So einiges. Mir ist nach Neuem. Nach ein wenig Veränderung. Nach ein wenig Glanz und Abwechslung und Farbe. Nach frischer Luft und neuem Wind bitte gleich dazu. Dieses ab-heute-wird-alles-anders-Gefühl, das dann meist doch nur in den kleinen Aufbrüchen endet. Aber immerhin.

Gelingen könnte es mit einer Lederjacke, wie dieser hier [1]. Lederjacken sind an sich ein Statement. Ich weiß nicht, was einem so angezogen nicht gelingen könnte und wer einem etwas anhaben könnte. Sie wirkt nach außen und nach innen.
Eine neue Brille wäre schön. Nur damit ich nicht immer dieselbe tragen muss. Und wenn schon, dann wäre es dieses Mal eine mit hellerem Rahmen [2].
Dieses Buch von Leane Shapton, die ich so sehr mag und die gemeinsam mit tollen anderen Autoren über Frauen und Kleidung und was Kleidung mit Frauen macht und aus Frauen macht [3] geschrieben hat. Diese Jeanspants, die Jeans sind und Joggingspants und somit edel, aber auch lässig und darüber hinaus einfach sehr bequem sind. [4] Wenn alles neu wird, schadet das sicher nicht.
Und ein gute-Laune-Sweat-Shirt. Eines wie dieses [5], das man einfach nur anziehen muss und es kann einem nichts mehr passieren und es ruft Frühling und Strand und Eiscreme und irgendwie auch ein klein wenig Las Vegas. Weiß auch nicht warum.
Ein neuer Rollkoffer wäre schön [6], weil beim alten die linke Rolle so knarzt und klappert und dieser noch pilotiger aussieht und so robust, dass bestimmt keine Shampoo-Flaschen darin mehr auslaufen können und keine Kleider zerknittern. Ein Seidenshirt, weil sich wenig so gut anfühlt wie Seide auf der Haut und das ja auch ein Statement ist an die Welt und alle da draußen. Dieser leicht-schimmernde Stoff, der nicht nötig wäre, aber gerade dadurch allem mehr Glanz verleiht [7]. Und dann noch schon jetzt Flip-Flops shoppen wie diese von hier [8]. Meine Aversion gegen Winterstiefel ist groß, der nächste Schritt ist sockenfrei und die Krönung, die wahre Freiheit liegt aber in fast barfuß. Damit laufe ich dann schon ein wenig in der Wohnung herum und träume von neuen Leben und Aufbrüchen und Neuanfängen und allem was schön wäre und schon schön ist.

Montagsmögen

16. Februar

Filed Under : alles sonst so - mögen

montagsmoegenJeden Montag: Zwei, die ich mag. Der kleine Ausbruch, der unverhoffte Bruch, das Unerwartete. Immer wenn es nicht zu stromlinienförmig ist. Wenn eine Komponente mit reinkommt, die das Gesamte in neuem Licht erscheinen lässt.
Eine die es beherrscht, ist diese Dame, eingefangen von “The Sartorialist“. Elegant und geschäftig und mit Lederjacke und roten Lippen. Mit Faltenrock und spitzen Schuhen. Das sind Stilbrüche, kleine, aber konsequente und eine so gute Mischung, die das Ganze auf eine andere Ebene hebt.
Ein Bruch mit dem immer gleichen Fotostil in der Cuisine. Ein Buch, das zeigt wie Essen fotografiert wurde. Die Käsewürfel in den achtzigern und die Opulenz der 90er. Eine Mischung verschiedenster Kochbuchdesigns [2] – das mag ich auch. Ein Meta-Designkochbuch sozusagen.

aufgelistet: Pausenfutter

15. Februar

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004Dafür sind Sonntage doch da. Zum zwischendrin anhalten und eine Pause machen. Das Tempo drosseln. Die Welt weiter laufen lassen und etwas lesen, das nicht zielführend ist, keinen direkten und erkennbaren Mehrwert liefert, aber den Horizont erweitert, den Blick schärft, die Richtung justiert. Etwas ansehen, das einfach nur schön ist, zum Weinen schön.
Was beim Pause machen helfen könnte, habe ich gesammelt – nicht nur für Sonntags.

  • Ferdinand von Schirach. Wie ich seine Bücher mag. Und diese Filme werden ihnen gerecht, was ja nicht immer gelingt bei Filmen zum Buch.
  • Ein wenig Berlinale für zu Hause. Kurzfilme. 3-Minüter. In die viel reinpasst. Nämlich Beziehungstypisches Verhalten. Paare auf der Couch.
  • Ein Text. Ein so schöner und guter. Über Schmerz.
  • Zwei Mal – aus ganz unterschiedlichen Kontexten heraus, warum es sich lohnt zwei Mal hinzuschauen, zu hinterfragen, Bekanntes nicht so stehen zu lassen, tiefer zu sehen, den eigenen Standpunkt nicht mit dem alleinig richtigen gleichzusetzen.
    Erster Blick und zweiter Blick.
  • gut aussehende Männer können alleine schon eine Augenweide sein. Aber gut aussehende Männer, lesend, mit einem Buch in der Hand heben das Ganze gleich nochmal auf eine noch höhere Ebene. Double good looking quasi.
  • Diese Sprache. Die ohne Worte auskommt, weil der Körper schon alles sagt. Da ist es fast egal, dass das Lied nicht so meines ist.
  • Ich mag Alain de Botton so sehr. Und Architektur. Alain de Botton über Architektur kann also nur gut sein.
  • Nochmals Bilder. Gleichförmige. Überaus konformistische. Diese eine Ästhetik, die sich durch die Fotos zieht, die gesättigten Farben, die Familienharmonie, der Landidylle und das ewige Lobpreisen des einfachen, guten Lebens. In denen ein wenig mitschwingt, dass es das richtige ist. Ein kleines zurecht Justieren der sauber-reinen Filterblase.
  • Ein Interview, von dem ich so hoffen würde, dass es nicht nur hohle Worte sind, sondern sie sich durchsetzen, ankommen, Realität werden. Ich zumindest will meinen bescheidenen Beitrag dazu leisten.
  • noch eine Universitätsabschlussrede. Eine so gute, weil sie bodenständig ist. Das Leben für das schätzt, was es ist, Erfolg nicht überbewertet, keine falschen Versprechungen macht und gerade deshalb so groß ist. Und rhetorisch brilliant nebenbei, dazu und obendrauf.
  • Innovationen sind mein Thema im Beruflichen. Hier eher weniger. Aber wer kann das schon so genau trennen? Ein guter Artikel über die Lust am Neuen, über das was dafür nötig ist und was es ausmacht.
    “Freude am Neuen, am Verlassen von Komfortzonen, am Experimentieren — diese Eigenschaften legt man ja nicht abends ab, wenn man vom Büro heimkommt. Menschen, die so denken, tun das meistens sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld.”

Aber das. Immerhin das. Das kann ich.

12. Februar

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072078130128An Tagen, an denen ich denke, dass ich nichts, aber auch wirklich gar nichts zustande bringe, dass nichts klappt und überhaupt alle anderen Menschen auf dieser Welt schöner, klüger, erfolgreicher sind und souveräner durchmarschieren durch dieses Leben. An Tagen, an denen ich vergesse, dass ein halbwegs anständiger Mensch zu sein schon eine Lebensleistung an sich ist, da hilft die Küche. Nicht, dass dort nicht auch einiges schief ginge. Die Überreste des Schokoladenkuchenteigs, der sich noch heute in den Holzritzen des Küchenbodens finden lässt, erinnern mich daran. Aber es geht auch manches gut. Das liefert dann eine “instant gratification”, wie es die Psychologen nennen und mir das Gefühl in der persönlichen Erfolgsbilanz wenigstens etwas aufweisen zu können. Allerdings sollte man sich an Versagensgetränkten Tagen nicht aufmachen mit dem Ziel die französische Haute Cuisine zu bezwingen. Eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben, liefert allerdings auch nicht das Gefühl etwas erreicht zu haben, sondern verschlimmert mitunter noch alles. In Zeiten, in denen jeder zum Fernsehkoch avanciert, den Tag mit grünen Smoothies beginnt oder wenigstens das Gemüse selbst anbaut, reicht es bei einem selbst nur für Glutamat-durchtränkte Fertiggerichte. Das will keiner. Das ist nicht Ziel-fördernd.
Diese Tartelettes hingegen schon. Sie sind leicht und schnell gemacht. Machen etwas her und geben so das Gefühl wenigstens in der Küche nicht auf verlorenem Posten zu stehen.

Blätterteigtartelettes mit Ziegenkäse mit karamellisierten Zwiebeln und Thymian

* 1 Packung fertiger Blätterteig
* 2 Zwiebeln
* 1 Esslöffel Muscovadozucker
* Öl zum Anbraten
* 1 Packung Ziegenkäse
* 1 Bund Thymian
* 1 Eigelb
* Salz, Pfeffer und Honig zum Würzen

Die Zwiebeln in Ringe schneiden und in Öl leicht anbraten. Mit Zucker bestreuen, so dass sie noch karamelliger werden. Den Blätterteig ausrollen. Kreise ausstechen. Mit einer kleineren Tasse nochmals eindrücken, so dass ein schöner Rand entsteht. Mit einer Gabel den inneren Kreis einstechen, so dass der Teig keine Blasen wirft. Die Ränder mit dem Eigelb bestreichen. Je einen Löffel Ziegenkäse auf einen Blätterteigkreis geben. Zwiebelringe oben auf legen. Und mit Thymian bestreuen. Ein wenig Salz und Pfeffer ebenso.
Bei 200 Grad für zehn Minuten in den Ofen. Zum Schluss noch mit etwas Honig beträufeln.

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Während man die Zwiebeln schneidet, kann man noch ein wenig das Ungenügen des eigenen Leben beweinen. Das müssen die Zwiebeln sein.
Spätestens wenn die Tartelettes aus dem Ofen sind, sind die Tränen getrocknet und die Erkenntnis da, dass morgen auch noch ein Tag ist und vieles doch ganz gut und überhaupt: Ich kann Tartelettes backen. Und das, das lasse ich mir nicht nehmen.

Montagsmögen

10. Februar

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montagsmag_stepaniniJeden Montag: Zwei, die ich mag. Verloren sein. [1] Nicht, dass es schön wäre. Aber es passiert manchmal. So wie das Leben. Und das mag ich. Was auch oft passiert ist, dass vieles verloren geht. Trotz großer Tasche. [2] Oder in der großen Tasche. Schüssel, Handys sind wieder einmal nicht auffindbar, dafür aber fünf Lippenstifte und drei Handcremes. Egal. 
Was ich uneingeschränkt mag, weil es tröstet, wenn wieder einmal etwas abhanden gekommen und ich verloren bin: Dieses Lied

vollkommen abwegig

8. Februar

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081079“Mir kam niemals auch nur die Idee, dass ich nicht das Leben leben könnte, das ich leben wollte. Ich dachte, ich gebe einfach nicht auf.”

Das hat Susan Sonntag gesagt.
Das sollte und muss in seiner gesamten Großartigkeit einfach so stehen gelassen werden.
Mir ist es kurz abhanden gekommen.
Aber das passiert nicht wieder.

die wahre Freiheit

3. Februar

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278“Die wirklich wichtige Freiheit erfordert Aufmerksamkeit und Offenheit und Disziplin und Mühe und die Empathie, andere Menschen wirklich ernst zu nehmen und Opfer für sie zu bringen, wieder und wieder, auf unendlich verschiedene Weisen, völlig unsexy, Tag für Tag.
Das ist die wahre Freiheit.
Das heißt es, Denken zu lernen.”

aus: Das hier ist Wasser: Anstiftung zum Denken von David Foster Wallace
Ein Auszug der Rede als Film.

Von den Amerikanern lernen. Von einem im besonderem.

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123Um einiges beneide ich die Amerikaner. Um M&Ms mit Erdnussbutter, um die eindeutig besseren Serien im Vorabendprogramm, um Einkäufe bei Jcrew ohne Zollgebühren zahlen zu müssen. Um den Superbowl, auch wenn ich die Regeln nicht verstehe, aber das Spektakel so herrlich groß und opulent ist, dass das auch egal ist. 
Und um deren Uni-Abschluss-Reden.
Während bei uns ein wenig auf dem Klavier geklimpert wird und der diesjähige Studienstiftungsempfänger und Jahrgangsbeste, sowie irgendein Landespolitiker ein paar warme Worte verlieren, wird dort in die Vollen gegriffen. Wahrscheinlich auch nicht überall. Aber ein deutsches Äquivalent für die Steve Jobs-Rede will mir nicht einfallen. Und ich mag dafür anfällig sein, aber sie berührt mich immer wieder. Stay hungry. Stay foolish.
So will ich doch ins Leben starten. Nicht mit der neuesten Statistik über den Bedarf an Ingenieuren und Innovationen für die deutsche Wirtschaft, die Zuversicht stiften soll.

Eine weniger bekannte Abschlussrede als die von Steve Jobs ist die von David Foster Wallace. Was so schade ist. Er hat überhaupt nur diese eine gehalten. Das hier ist Wasser heißt sie und ist auch in Buchform erschienen. Und wenn ich könnte, würde ich sie jedem zu lesen geben. Denjenigen, die in der Schule zweifeln, wofür das alles gut sein soll. Denjenigen, die es satt haben den Verwandten zu erklären, dass ein Studium der Sinologie, der vergleichenden Literaturwissenschaften oder der Gesellschaftstheorie mehr Möglichkeiten bietet als Taxi fahren. Und selbst wenn dem nicht so ist, dann wäre es egal.

Nicht für die Schule, für das Leben lernst Du. Dieser abgeflachte Satz, dem ist die Rede gewidmet. Nur um so viel besser. “Das ist Wasser” heißt sie, weil David Foster Wallace seine Rede beginnt mit einer Geschichte von zwei jungen Fischen, die durchs Wasser schwimmen. Ein älterer Fisch kreuzt ihren Weg, nickt ihnen zu und sagt: “Moin Jungs. Na, wie ist das Wasser?” Die Fische schwimmen eine Weile weiter. Dann fragt der eine den anderen: “Was zum Teufel ist Wasser?”

Und diese Anekdote ist Labsal für all diejenigen, die suchen und fragen und hinterfragen und sich nicht zufrieden geben. Nicht weil sie die besseren Antworten hätten, sondern weil sie sich mit den gegebenen nicht zufrieden geben.
Und so schenke ich das Buch mir manchmal auch selbst. Weil ich all das manchmal vergesse im Alltag. Wenn ich müde bin und mir kalt ist und Flieger zu spät sind und zu viel Gedrängel und ich mich ausgeliefert fühle. Dann fällt mir, so wie heute beim Blick auf eine Schneematschpfütze ein, was Wasser ist. Und es meine Wahl. Und das gelingt nicht immer, aber darum geht es nicht, sondern um den Versuch.

Womit mir die Amerikaner oder vielmehr einer, das Leben maßgeblich bereichert haben. Würden jetzt noch die Erdnussbutter-M&Ms den Weg in die heimischen Supermärkte finden – das Glück wäre perfekt.

Montagsmögen

2. Februar

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montagsmag_stepaniniJeden Montag: Zwei, die ich mag. Weil ich weiß, dass es nie das Objekt selbst ist, das man kauft, sondern den versteckten Wunsch dahinter, hätte ich gerne diese Uhr und eigentlich einfach mehr Zeit. [1] Um zu verstehen, was da passiert, zum Einordnen. Und ein Streifenshirt [2]. Weil T-Shirts mit Streifen nicht einfach T-Shirts mit Streifen sind, sondern Frühling, leichte Meerbrise und faul auf der Veranda liegen.
Was ich auf jeden Fall habe und zwar immer: Zeit für ein schönes Lied.

die beste Zeit

1. Februar

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15859781567_5e6baa27ac_z“…begriff ich, dass ein Lebensabschnitt zu Ende gegangen war und dass es vermutlich der beste gewesen war.
So geht es in unseren noch westlichen und sozialdemokratischen Gesellschaften allen, die ihr Studium beenden, nur ist es den meisten nicht oder nicht sofort bewusst, denn sie sind hypnotisiert vom Geld oder vom Konsum wie die Primitivsten, die die heftigste Sucht nach gewissen Dingen entwickelt haben (doch sie sind in der Minderzahl; die ernsthafterer und gemäßigtere Mehrheit entwickelt schlicht eine Faszination für Geld, diesen “unermüdlichen Proteus”). Noch willenloser sind sie ihrem Drang ausgeliefert, sich zu beweisen, sich einen beneidenswerten Platz in einer Gesellschaft des – wie sie denken und hoffen – Wettbewerbs zu erkämpfen, elektrisiert von der Anbetung austauschbarer Ikonen: Sportler, Modedesigner, Internetkreative, Schauspieler, Models.”

aus: Unterwerfung von Michel Houellebecq

Potenzierter Genuss

31. Januar

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Unbenannt-1Selbst das liebste Lieblingsessen wird fad, wenn man es jeden Tag isst. Aber viele Lieblingsessen in einem und auf einmal kombiniert, erhöhen exponentiell das Genusserlebnis. Das Resultat: Potenzierter Genuss. So meine Theorie. Wissenschaftlich nicht erforscht, empirische Grundlagen liegen bisher nicht vor. Einzig und allein mein höchst subjektives Empfinden. Birne, Schokolade, Espresso. Mag ich alle drei sehr. Grund genug sie in ein Dessert zu packen, was von allen Gängen sowieso mein liebster ist.

Unbenannt-1 - KopieSchokoladenkuchen [nach dem Rezept von hier]

* 200 Gramm Schokolade mit Espressostückchen
* 200 Gramm Butter
* 200 Gramm Zucker
* 200 Gramm gemahlene Mandeln
* ½ Päckchen Backpulver
* 1 Päckchen Vanillezucker
* 1 Prise Salz
* 4 Eier
* 3 Esslöffel Mehl (evtl.)
* 1 EL Puderzucker

Schokolade mit der Butter über dem heißen Wasserbad schmelzen lassen. Zucker, Mandeln, Backpulver, Vanillezucker, Salz und zum Schluss die Eier unterrühren. Wenn der Teig sehr flüssig ist, eventuell noch 2 bis 3 EL Mehl unterrühren.

Schokoladenteig in eine am Boden mit Backpapier gebutterte Springform geben und den im Backofen bei 160 Grad etwa 40 Minuten backen. Abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen sollte der Schokokuchen innen noch etwas klebrig sein.

Pochierte Birnen

* 3 oder 4 Birnen
* 1 Tasse Calvados
* 500 ml Wasser
* 100 Gramm Zucker
* 1 Vanilleschote
* 1 Teelöffel Kardamon

Die Birnen schälen, den Boden abschneiden, so dass sie gut stehen und das Gehäuse entfernen. Währenddessen in einen Topf das Wasser, den Zucker, die Vanilleschote, Kardamon und den Calvados geben und erhitzen. Die Birnen senkrecht in den Topf stellen, so dass sie ganz mit Flüssigkeit bedeckt sind. Falls nicht, Wasser hinzufügen. Ungefähr eine halbe Stunde simmern lassen, bis die Birnen schön weich sind.

 Weiße Schokoladen-Ganache

* 1 Tafel weiße Schokolade
* 100 Gramm Sahne
* 1/4 Tafel dunkle Schokolade

Die Birnen auf den Schokoladenkuchen setzen. Währenddessen die weiße Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Die Sahne hinzufügen. Die Ganache über die Birnen fließen lassen. Die Schokolade mit einem Käsehobel raspeln und über die Ganache-Birnen streuen.

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