Montagsmögen

3. August

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montagsmoegen2Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Dieses Bild mit Sätzen von Susan Sontag. [Die ganze Seite ist übrigens sehr gut]. Weil Susan Sontag eine Große war. Seit ihrem Buch über Fotografie ist sie eine meiner großen Lieben. Ihre Essays und die Tagebücher: Einfach nur ein sehr großes Mögen. Eine ebenfalls bereits sehr lange währende Liebe hege ich zu weißen Sneakern. Und so ein Paar habe ich noch nicht.
Mindestens so lange wie ich Susan Sontag verehre und Sneakers trage, liebe ich dieses Lied. Mein Tanzlied. Ganz laut drehen. Hilft immer. So hard to handle. Stimmt nicht. Ist doch gar nicht so schwer.

jetzt spreche ich

1. August

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12755772124_3aa1ec2971_zEin Abend, an dem nach der Arbeit noch Cocktails getrunken werden. Eine bunte Mischung aus Männer und Frauen durch den Beruf bekannt, lose verbunden. Die kleinen Gesprächen über Alltag, Job, Karriere. Die erste Runde war gut. Es wird eine zweite bestellt und auf die Frage, was es denn jetzt sein darf, sagt eine Stimme: „Nochmals das mit Gin.“ Und eine andere: „Das, was am wenigsten Arbeit macht.“ Und ich muss nicht auf die Tonlage achten, um zu wissen, welchem Geschlecht welche Bestellung zuzuordnen ist. 
Da musste ich an diese Sätze von der Soziologin Deborah Tannen denken, die ich letzt über Kommunikation gelesen habe und ob sie wahr sind oder nicht, ob sie sich wirklich auf das Geschlecht beziehen oder mehr auf den Charakter, das sei jedem selbst überlassen. Weiß ich selbst nicht so genau.
Aber wie oft man doch die gleiche Sprache spricht und doch aneinander vorbei redet. Dass muss nicht mit Mars und Venus zusammenhängen, aber auf die Art und Weise wie der einzelne Mensch sich selbst in der Welt verortet schon. Und das, dass was ich zum anderen sage, an ihn gerichtet, doch soviel mehr über mich selbst aussagt. 
 
„Mein Mann begegnet der Welt auf eine Art und Weise, wie sie für viele Männer typisch ist: als Individuum in einer hierarchischen Ordnung, in der entweder unter- oder überlegen ist. In dieser Welt sind Gespräche Verhandlungen, bei denen man die Oberhand gewinnen und behalten will. Ich dagegen nähere mich der Welt so, wie viele Frauen es tun: als Individuum in einem Netzwerk zwischenmenschlicher Bindungen. In dieser Welt sind Gespräche Verhandlungen über Nähe, bei denen man Bestätigung und Unterstützung geben und erhalten möchte und Übereinstimmung erzielen will.“
 

In diesem Fall lag nicht im Wein die Wahrheit. Die Selbstoffenbarung erfolgte bereits beim Ordern eines weiteren Gin Tonics.

Sommer satt: Ein bisschen Tel Aviv in München

31. Juli

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19227934820_7a58c4901a_k 19409274662_8d7ea7da98_k 19227912828_24f75db442_k 19227899730_faec8d21c3_k 19415472995_49bbbb44b0_kDer Sommer macht wahrscheinlich jede Stadt lebenswerter. Aber München, München ist im Sommer unvergleichlich. Abends mit einem Bier an der Isar in der Abendsonne zu sitzen, an der Glyptothek entlangradeln und erschlagen sein von der monumentalen Größe und der Geschichte, früher aus dem Büro gehen und im Biergarten alles viel relativer sehen oder sich im Englischen Garten verlaufen – das geht nur hier und nur hier so schön. Und wenn einen doch ein wenig das Reisefieber packt: Es gibt ein neues, sehr schönes, kleines israelisches Restaurant in Haidhausen. Im Juli frisch eröffnet. Das Nana. Im Sommer sitzt man fast auf der Straße und fühlt sich schon gleich in den Süden verschlagen. Es gibt diese Limonade mit Minze, die auch in einer Alkohol-Variante angeboten wird und die so erfrischend ist, dass man immer gleich nochmal eine bestellt und noch eine, weil man eh schon haufenweise Minze zwischen den Zähnen hängen hat und sie einfach zu süffig schmeckt um es bei einer oder zwei oder drei zu belassen. Es gibt bestes, noch leicht warmes Fladenbrot mit einem Humus-Teller. Es gibt das Wohlfühl-Essen schlechthin: Shakshuka. Und so vieles mehr. Die Besitzer sind so herzlich, dass man sich beim ersten Besuch schon wie ein Stammgast fühlt, die Luft ist lau, der Ort ist klein und deshalb vielleicht auch so einladend, gemütlich und heimelig, es ist wunderbar unprätentiös und das Essen so gut, weil es einfach ist, schlicht, nicht beeindrucken möchte und es mit dieser etwas anderen Note doch tut. So fühlt sich Sommer an, so fühlt sich Tel Aviv an in München: Unbeschwert, leicht und frei.

Nana
Metzstraße 15

81667 München

Dienstag bis Samstag: 12.00 – 00.00 Uhr
Sonntag: 10.00 – 18.00 Uhr

Wie zu Hause, aber auch ganz weit weg. Wie ganz weit weg und zu Hause.

bestens vorgesorgt für später

30. Juli

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5672644805_755d8a1af4_z„Die beste Vorsorge für das Alter ist, dass man sich nichts entgehen lässt, was Freude macht. Dann wird man später die nötige Müdigkeit haben, und kein Bedauern, dass die Zeit um ist.“ Hat Franziska zu Reventlow geschrieben.
Die Worte sofort verinnerlicht und darauf noch einen Eiskaffee getrunken. Man kann nicht früh genug an später denken, heißt es doch.

La vie. C´est ca.

29. Juli

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Unbenannt-1Ich habe es hier schon gesagt, aber es bedarf einer Wiederholung:
Au revoir Nizza. Du hast mein Haar blonder, meine Beine brauner, meinen Kopf voller und mein Herz leichter gemacht.
Es war sicherlich nicht das Vernünftigste, was ich zum jetzigen Zeitpunkt in meinem Leben tun konnte. Aber ich halte es da mit Joanna: Wer will schon auf seinem Grabstein „Sie hatte ein vernünftiges Leben gelebt, und alles so gemacht, wie man es sollte“ stehen haben?
Au revoir Nizza. Salut München.

Unglaublich, aber wahr: Über eine Frau, ein Buch, das Meer

28. Juli

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19630571626_71d24d641f_c19154909213_19c5754564_c (1)Es gibt vier Worte, die ändern alles, die vermögen einer Geschichte auf einen Schlag mehr Tiefe, mehr Bedeutung zu geben. „Nach einer wahren Begebenheit“. Wenn sie in Filmen auf dem Bildschirm erscheinen, dann geht alles was danach folgt näher und berührt einen mehr. Wie groß die Macht von Hollywood und der Unterhaltungsindustrie auch ist: Der Mensch hat ein sehr feines Gespür für den Unterschied zwischen Fiktion und Realität. Dass etwas tatsächlich so passiert ist und nun nur schöner ausgeleuchtet wird, berührt eine andere Dimension in uns als die rein phantastischen und erfundenen Geschichten.

Wir Deutschen wissen das. Immer noch zu unglaublich ist der eine Teil unserer Geschichte, dass der Gedanke immer wieder aufkeimt, dass das doch nicht wahr sein kann, dass Menschen doch so etwas nicht tun können. Doch. Konnten sie und haben sie. Vom Konjunktiv II zum Perfekt.

Die kleinste Fessel drückt mich unerträglich: Das Leben der Franziska zu Reventlow“ beruht auf einer wahren Begebenheit. Das musste ich mir immer wieder sagen beim Lesen, wenn ich den Kopf schüttle, ob dieser Frau, die sich mit einer Brutalität dem Leben stellt die seinesgleichen sucht. Sie nimmt sich was sie möchte und das können auch mal mehrere Männer gleichzeitig sein, pfeift auf Konventionen, ist unerbittlich mit ihren Forderungen an das Leben und an sich selbst. Lesend leide und fiebere ich mit, wenn ich zusehe, wie sie kämpft mit sich, ihren Wünschen und Träumen. Ihre Unnachgiebigkeit ein Leben als Künstlerin zu leben, ihre Kompromisslosigkeit in Beziehungen sind per se schon intensiv, aber mit dem Wissen im Kopf, dass dies den Lauf ihres Lebens beschreibt, wirken sie nochmals mehr und gehen nah. Mir zumindest.

Ich sitze am Strand und beobachte, wie die Menschen dem Meer begegnen. Da sind diejenigen, die immer dem Wasser den Vortritt lassen. Sie setzen vorsichtig einen Schritt vor den anderen, bleiben immer wieder stehen, warten bis die Wellen auf sie zukommen. Das Wasser muss immer den ersten Schritt machen, erst dann geben sie nach. Befeuchten vorsichtig die Arme, freunden sich mit der Wassertemperatur an, immer mit ein wenig Abstand, bis sie sich schlussendlich doch irgendwann ergeben und ganz eintauchen.
Und dann gibt es die, die Anlauf nehmen, rennen und in die Wellen springen.

Vielleicht zeigt sich in dem, wie man dem Meer begegnet auch ein wenig wie man sich dem Leben stellt. Sich langsam ergeben, wenn es anders nicht geht oder ihm frontal entgegengehen. 
Franziska zu Reventlow, um bei diesem Bild zu bleiben, legt auf der Spitze einer Klippe einen Sprint hin und hechtet rückwärts mit geschlossenen Augen in die Tiefe. Sie nimmt das Leben mit einem Kopfsprung. Sie taucht ein mit einer Gnadenlosigkeit, die ihresgleichen sucht und lässt sich von keiner Welle unterkriegen. Sucht sie geradezu.

Es gibt in diesem Buch viele Momenten in denen ich denke: Nein, tu das nicht. Das wird weh tun, nicht gut ausgehen, sei vorsichtiger, pass auf Dich auf. Selbst wenn sie mich hätte hören können, sie hätte kein einziges Mal gefolgt. Weil es sie die Freiheit gekostet hätte und ihre Lust am Leben und Erleben. Sie hat auch dafür einen Preis bezahlt. Ob der hoch ist, das muss jeder selbst entscheiden.
Aber selbst das ändert nichts. Es war ihr Leben. Nach einer wahren Begebenheit.

Die Sprache ist manches Mal ein wenig schwülstig, aber das macht nichts, weil die Geschichte eine so unglaubliche ist. Der Titel hatte es mir sofort angetan und dann eine Beschreibung ihrer Person auf der zweiten Seite des Buches neugierig gemacht. Ein alter Freund und Weggefährte Erich Mühsam hat über sie gesagt,  „[…] dass von dieser außerordentlichen Frau, dem innerlich freiesten und natürlichsten Menschen, dem ich begegnet bin, gleichmäßig ausgezeichnet von höchstem, weiblichen Charme, gepflegtester geistiger Kultur, kritischer Klugheit, anmutigstem Humor und vollkommenster Vorurteilslosigkeit, in anderen Zusammenhängen mehr zu sagen sein wird.“

Es gibt den Satz und ich weiß leider nicht von wem er ist, aber er besagt, dass einen zwei Dinge am meisten prägen: Die Bücher, die man liest und die Menschen, mit denen man sich umgibt. Sich mit einem innerlich freien und natürlichen Menschen zu treffen und wenn es nur auf Buchseiten ist, ändert etwas. Hat es in mir. Nach einer wahren Begebenheit.

aufgelistet: alles, was das Leben leichter macht

26. Juli

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179Ein paar Dinge, ein paar leichte, die es leichter machen, das Leben. Manchmal verschiebt sich die Perspektive und man denkt, dass wichtig sei, was nicht wichtig ist. 

  • Wie Frauen andere Frauen auf der Straße ansehen. Der kurze Film hat seine Längen, aber einen Satz darin mochte ich so sehr: „And then you have this moment together“. Ich sehe manchmal andere Frauen, so Schöne, gut Angezogene und die fallen mir häufiger auf als Männer und dann ist es genau so. Man sieht sich an, freut sich miteinander und hat diesen kurzen Moment. Du weißt, dass ich weiß, dass Du weißt, dass Du toll aussiehst. Beiderseitige Freude.
  • Nils Frahm. Screws ist immer noch eines der Alben, in dem es exakt zwei Sekunden braucht und ich werde weich. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Alltagsfrust, blöde Mails, Dominanzgehabe von Kollegen, Fristen und mein eigener Anspruch, der mich unter Druck sitzt, lassen mich verhärten und ich mache auf eine eigene Art und Weise innerlich zu. Aber dann kommen die ersten Tastenschläge und etwas löst sich in mir. Hier ist sein neuestes Konzert live zu sehen
  • Über Erfolg nachdenken. Sehr wichtig. Dass ihn jeder für sich definieren muss. Dass er sehr anders aussehen kann als das was gemeinhin diktiert wird. Und daran zu denken, es nicht zu vergessen, daran festzuhalten ist lebenswichtig, wenn es draußen mal wieder laut tönt. Das tut es ja ständig. Dann zu wissen, dass das alles gut und schön ist, aber nicht meiner ureigenen Definition von Erfolg entspricht und deswegen schlicht und ergreifend nicht zählt, entspannt ungemein.
  •  Juli. Juli von Heimatpottential, einem Blog über das Ruhrgebiet, aber nicht nur. Ich kenne Juli nicht oder nur rein virtuell, aber ich mochte sie schon immer. Ihre Schnoddrigkeit und das darunter so etwas sehr Weiches und Herzliches durchscheint, dass sie anpackend ist. In diesem Interview wird all das klar und noch viel mehr. Und dieser Post. Dafür gehört sie umarmt, gefeiert und gepriesen, die gute Juli. Zu gleichem Thema auch dieses Video, das manchmal etwas herber in der Sprache ist, es dafür aber sauber auf den Punkt bringt.
  • Tipps dazu, wie man das mit neuen Ideen hinbekommt. Oder, so würde ich sagen, mit diesem Leben. Ich unterstreiche jeden einzelnen. Dick und fett.
    „Ole to you nonetheless. Just for having the sheer human love and stubbornness to keep showing up.“ Das Leben wäre wirklich mal eines der Dinge für das eine Siegerurkunde gerechtfertigt wäre. Einfach für die Tatsache, dass man sich ihm jeden Tag wieder aufs Neue stellt, versucht es besser zu machen als gestern, freundlich zu sein zu sich und zu anderen.
    Das ist keine leichte Sache. Aber ein großer Erfolg.

Wort der Erkenntnis

25. Juli

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19630574726_399d580370_k (2)Einen Text überflogen auf der Suche nach etwas, von dem ich wusste, dass es da stehen muss.
Statt „Gedenkgottesdienst“ „Gedankengottesdienst“ gelesen. Gelächelt über diesen Freudschen Verleser. Dankbar für dieses Wort, das bestens beschreibt, was mir manchmal, manchmal oft passiert: Das übermäßige Huldigen all dessen, was im Kopf entsteht, das Mitreisen lassen vom Chor der Gedanken, des zu genauen Lauschens auf die Töne, die von oben gesendet werden, die Obertöne.

Das Buch zugeklappt und beschlossen, dass es an der Zeit ist, nochmals runter ans Meer zu gehen.

Protokoll eines Gesprächsverlaufes

23. Juli

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Unbenannt-1So kann es sein. So ist es manchmal.
Es gibt Gespräche und Begegnungen, die hallen bei mir lange nach. Ich bin schon längst wieder zu Hause oder an einem anderen Ort, aber ich habe ein Stück mitgenommen. Der Dialog geht weiter alleine. Mir fällt noch so vieles ein, dass ich sagen möchte. Es geht nicht ums überzeugen, sondern ums verstehen. Es bleibt etwas zurück. Das sind die Art von Gesprächen an lauen Sommerabenden, die manchmal entstehen, die ein großes Glück und Geschenk sind und die einer besonderen Konstellation an Menschen bedürfen.
„Man spricht nicht ernsthaft miteinander, ohne dass sich dabei in beiden etwas ändert“, hat Erich Fromm in Die Kraft der Liebe: Über Haben und Sein, Liebe und Gewalt, Leben und Tod , einer Sammlung von Aphorismen aus all seinen Werken, geschrieben.

Was auch sehr lange nachhallt: Der Geruch von Lavendel. Frischer Lavendel hat eine große Magie. Manchmal intensiv, manchmal ganz zart, weht nur ein Hauch durch die Räume, obwohl der Strauß doch am anderen Ende der Wohnung neben dem Bett steht.

das gedruckte Internet

21. Juli

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56916da5-1e13-49aa-b627-e6973a667f3bDas Bild ist nicht von mir, sondern von der talentierten Jules. Die Bilder darin sind allerdings von mir. Die Texte auch. Es ist ein Independent Publishing-Projekt von Anselm und Lina. 

Lina war der erste Mensch, den ich nur über das Internet kannte und dann „in echt“ getroffen habe. Ich mochte ihren Blog sehr, wir hatten gemailt, es ergab sich, dass ich gerade in Berlin war und am Sonntagnachmittag Zeit hatte. Was war ich nervös. Man hört und liest ja die wildesten Sachen über Menschen, die sich im Internet präsentieren. Könnte in Wahrheit auch jemand ganz anders sein. Und wie bei einem echten Blind Date hatte ich mich vorsichtshalber erst einmal nur für eine Stunde verabredet. Die bekommt man immer überbrückt, dachte ich mir. Auf das Arrangieren eines fingierten Anruf  wegen eines Notfalls weswegen ich ganz schnell weg müsste, habe ich verzichtet. Und dann? Dann war es wie das Treffen mit einer Freundin, die ich schon sehr lange kenne. Was der andere mag und denkt, das Alltägliche, das normalerweise zum Einstieg dient, weiß man ja bereits über das Netz. So kann man viel tiefer einsteigen. Gamer würden sagen man überspringt ein Level. So landet man dann gleich bei dem was einen umtreibt, berührt, nachdenklich macht. Die Geschichten hinter der Geschichte.
So war es dann auch. Es war so vertraut, dass aus einer Stunde drei wurden und dann noch viele weitere Abende, ein Konzertbesuch im Pianosalon, Kaffeehaustreffen oder ein spontanes im Park, ein Besuch in München zum Essen und ein kleines Hauskonzert zu meinem Geburtstag, das ich nie vergessen werde, folgten. Ich möchte sie nicht mehr missen. Das Mädchen mit den Locken und den fabelhaften Anselm. Weil sie Menschen sind, die machen statt nur darüber zu reden, und so neben ihrem täglichen Tun publizieren. Einfach weil sie es gerne tun, weil sie Freude an Gedrucktem haben, weil sie die Dinge in die Hand nehmen. Das heimatzine war ein solches Projekt. Eines, das dazu diente die künstlerische Arbeit von Freunden zu fördern.
Und jetzt gibt es ein neues. Archiv e. Das Internet, beziehungsweise jeweils ein Blog in gedruckter Form. Der Flüchtigkeit Bestand geben ist sein Anspruch. Ich fühle mich geehrt, Teil davon sein zu dürfen.
Es sind nur noch fünf Tage.  Geschafft.
Jetzt seid Ihr im Bilde. Darüber was das Internet so alles kann. Also die Menschen dahinter. 

Messfehler und Wort zum Dienstag

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vorsaison - Kopie (4) - KopieDieser Drang, dieser Wunsch, dieses Bedürfnis etwas Bedeutungsvolles geschaffen zu haben. Wie schwer das ist mit dem genug haben, das nur eine Frage des Messens ist und damit, wer das Maß anlegt, woran gemessen wird und wie die Richtlinie aussieht. Dass wir unsere eigene Messlatte sind, dass das Beste vielleicht nicht noch kommt, sondern schon da war, dass das Gras überall grün ist und es auch gut ist, ausreicht. Genug.

„Ich wäre dir so gern genug, aber es reicht dir nie. Nichts ist dir genug. Aber das ist alles, was du kriegst. Du kriegst mich und deine Familie und diese Welt. Das ist dein Leben. Tut mir leid, wenn du es scheiße findest. Aber du wirst niemals der erste Mensch auf dem Mars sein, und du wirst kein NBA-Star, und du wirst auch keine Nazis zur Strecke bringen.“

aus: Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green.

Montagsmögen

20. Juli

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MontagsmoegenJeden Montag: Zwei, die ich mag. Die Balance zu finden zwischen festhalten und loslassen. In Beziehungen, im Leben, im Tun, in allem. Wer liebt, lässt frei. Alles.
Und dann noch dieses Regal für das Bad und den Flur. Es ist schlicht und lässt viel Raum. Außerdem dieses Lied. Es gibt schönere Videos, aber die Töne, die Töne. Die sind so leicht, beschwingt, sommerlich, dass eine möglicherweise vorhandene Montagmorgen-schlechte-Laune keine Chance hat sich festzusetzen. Dazu muss man einfach ein wenig durch die Wohnung tanzen. Es geht nicht anders.
Und jetzt: Loslassen. Mit dem Rhythmus gehen. Oder den Wellen.