auflisten: Von ganz weit oben

Ich war ganz weit oben. Von da aus sieht so vieles ganz anders aus. Wieder unten habe ich gesammelt. Allerhand. Auf dass es den Blick weit macht, den Kopf frei, das Herz weit und leicht.

  • Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen,“ ist einer meiner Lebenssätze. Habe ich von Astrid Lindgren übernommen. Zehn weitere sehr schlaue Ratschläge fürs Leben von ihr.
  • Sei authentisch! Sei einfach Du selbst. Oder lass es. Amüsanter Blick auf Peak Individualism
  • Was das Bett ein wunderschöner Ort ist. Mein Rückzugsort. Die alte Formel aus Kindertagen, dass einem unter der Bettdecke keiner etwas anhaben kann, gilt für mich noch immer. Und ich bin nicht alleine: Eine Erklärung und Plädoyer fürs früh ins Bett gehen.
  • Ich habe Frithjof Bergmann auf einer Konferenz sprechen hören. Es ging um neue Formen der Arbeit. New Work. Und zwischen all den Start-Ups und hippen Konzernmenschen fiel er so ganz aus der Reihe. Gegen Ende wurde es etwas zu verworren für meinen Geschmack und es waren sich zu viele zu schnell zu einig. Da stieg ich aus. Aber seine Bücher liegen nun neben meinem Bett und warten darauf gelesen zu werden. Ein Artikel, der vielleicht neugierig macht auf ihn. Ansonsten einfach über die Kurzfassung nachdenken: “Es gibt sehr viele Arten das Leben zu verpassen.”
  • Frauen und Körper. Das schön sein, das gefallen wollen. Da könnte ich so viel aufzählen. Das hört nicht auf. Aber es wird besser mit der Zeit. Einiges gesammelt dazu. Da wäre ein Text. Da wäre der Film “Embrace“. Da wäre was Alexa Wilding über ihren #afterbabybody sagt. Da wäre ein Brief an die Tochter. Da wäre dieses Nachdenken über Schönheit. Und da sind Bilder über das Leiden um schön zu sein.

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3 Comments
  1. Micha

    14. Juni 7:26

    … gut gepflückt… von da oben für uns da unten…
    (selbst wenn man wie ich aus deinem Strauß nur aussucht)

  2. zuhauseundunterwegs

    22. Juni 21:47

    Hab Dank liebe Stephanie, für soviel Frithjof Bergmann.

  3. […] Zeit zu haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen. Genau das ist es, was ich mir – zu selten vielleicht – gönne. Alleine. In einem Restaurant, ohne Telefon mit dem ich vortäuschen könnte nicht einsam zu sein, wo ich doch schon alleine da sitze. Ohne Zeitschrift, hinter der ich mich verstecken könnte. Ohne Sonnenbrille, mit deren verspiegelten Gläsern ich die Blicke der Anderen abweisen könnte. An einem Tisch, für eine Person. Nein, ganz sicher kommt da niemand mehr. Denn heute Abend habe ich ein Date, nur mit mir. Wenige Stunden, in denen ich alleine wähle wo ich sitze, alleine wähle, was ich esse und mich ganz alleine meinen Gedanken hingebe (die meist weniger geistreich sind, als ich mir wünschen würde). Habe ich die Blicke der anderen Gäste erst einmal ausgesessen und mit der Tasche und dem Kram, den ich bei mir trage, auch die Unsicherheit abgelegt, lehne ich mich zurück und beginne das zwischenmenschliche Schauspiel, das um mich herum aufgeführt wird, zu genießen. Denn heute habe ich Zeit. Zeit, einfach dazusitzen und vor mich hin zu schauen. Abschließen, so wollen es meine Regeln, werde ich den Abend mit einem Eis. Heute, und zur Feier des Sommers, in Form eines Popsicle-gewordenen Longdrinks aus Tonic, Limoncello und Basilikum. Denn: Baby I know I’m worth it. […]

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