berührt

searching_for_sugarman - KopieGänsehautfilm. Searching For Sugar Man. Wegen der Musik, aber vor allem wegen der Geschichte.  Rodriguez, Musiker in den 70ern, der in den USA ganze sechs Platten verkaufte. Eine dieser Platten aber fand den Weg nach Südafrika und seine Lieder wurden zur Hymne der Anti-Apartheidsbewegung. Er war dort bekannter als Elvis und  ein Superstar. Nur, dass er selbst nichts davon wusste.

Der Film erzählt von dem Musikjournalisten, dem Plattenladenbesitzer, die sich eines Tages auf die Suche nach dem Sänger machten und führt bis hin zu Rodriguez Töchtern, die in der Lebensmitte erfahren dürfen, dass ihr Vater ein gefeierter Musiker ist.
Was dabei Gänsehaut macht? Dass es möglich ist. Und dieser Mensch und Musiker Rodriguez, der so in sich ruht und so unendlich bescheiden ist. Der selbst beim großen Comeback-Konzert im Hotel darauf achtet, nur seine Bettseite zu benutzen, weil er keine Umstände machen möchte. Ein Mann, der sich sein Geld bei einem Abrissunternehmen verdiente, zwei Wochen vor Weihnachten gekündigt wurde, sich mit Aushilfsjobs über Wasser hielt, sich politisch engagierte, Philosophie studierte. Im Anzug auf der Baustelle erscheint und zeigt, dass Würde nicht von außen gegeben wird, sondern von innen kommt.
Einer der Produzenten sagt über ihn: Er hatte diese magische Qualität, die alle wahren Künstler und Poeten haben. Er setzte sich einfach über vieles hinweg, über das Alltägliche, über das Aufgesetzte, über den ganzen Mist, die Mittelmäßigkeit hinweg.“

Ihm zuzuhören, ihn zu sehen, das erdet auf eine Art und Weise, die schwer zu beschreiben ist. Es ist ein Film, der einen wieder an das Gute glauben lässt. Ein Film, der Gänsehaut macht.

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Die Musik ist auch großartig. Und dieses Land sowieso. Gänsehaut eben.

1 Comment
  1. zuhauseundunterwegs

    22. Mai 18:46

    Hört sich interessant an. Merci für den Tip, Daniela

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