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aufgelistet: Kann man so sehen oder so

Wir haben immer die Wahl. Wie wir es sehen und auch was wir sehen. Entweder fällt einem das nervige Baugerüst ins Auge, dass jetzt schon seit über einem Monat die Sicht versperrt. Oder man bemerkt das Blatt, das sehr schöne, das im Novemberregen auf besagtem Gerüst vor meinem Fenster in der Sonne glitzert. Es ist beides drin. Immer. Es ist nur eine Frage der Perspektive. Einiges, dass auch so oder so betrachtet werden kann: Ein so guter Artikel darüber, warum vor lauter Sehnen nach dem Sabbatical der wahre Systemfehler unentdeckt bleibt und warum das ganze Gerede vom Aufladen, Auftanken vergessen lässt,…

aufgelistet: Wegweiser

Gerald Uhlig, der Mann, dem ich einen meiner Rückzugsorte in Berlin verdanke, der Ort, an dem nicht nur ich gerne verweile, sondern auch die wirklich Wichtigen, Politiker und Geschäftige sitzen, auf jeden Fall beobachtet er sie still aus seiner Ecke herau, notiert, wie sie sich geben, verhalten, nach welchen Regeln sie spielen. Er fasst seine Beobachtungen in Worte: "Einige Leute, die hier morgens ihren [...] Geschäften nachgehen, sind Körpergeister. Sie nehmen ihre Umgebung gar nicht wahr. Sie sind so eingezwängt in die Machtstrukturen, sind so angespannt, dass sie sich gar nicht mehr in ihrem Körper zu Hause fühlen. Das merkt man,…

aufgelistet: Routinierte Gewohnheiten, die niemals nie in Frage zu stellen sind

Man entwickelt so seine Angewohnten im Leben. Man könnte auch sagen Eigenheiten. Dann vergisst man im Laufe desselbigen, wo die eigentlich herkommen, stellt sie nicht mehr in Frage und denkt irgendwann, macht doch jeder so. Ich habe den kleinen Spleen möglichst wenig Geschirr zum Kochen zu verwenden. Ich bin nicht sonderlich stolz darauf, aber ich kann sagen: Ich habe das perfektioniert. Diese, wie manche sagen, Eigenart habe ich entwickelt, weil ich zu Studentenzeiten die Möglichkeit an Erasmus-Programmen teilzunehmen, maximal möglichst ausgereizt habe. Wenn man Sprachen studiert, bietet sich das auch an. Ich war in London, Madrid und Barcelona. Und zwar jeweils…

aufgelistet: ein wenig mittelschwere Kost

Nicht wirklich schwere Kost. Eher mittelschwere. Aber ein wenig das, worüber man normalerweise nicht in den ersten fünf Minuten spricht, sondern erst nach zwei, drei, vier oder manchmal auch fünf Gläsern Wein. Das, wozu es die richtigen Menschen, die passende Gesellschaft, den entsprechenden Abend braucht. Das, was nicht jeden Tag Platz hat, aber wenn es dafür gar keinen Raum gäbe, es auch sehr schade wäre. Aber auch Leichtes und Schönes. Es ist immer die Mischung, die es macht. Dieser Film über die Komikerin Tig Notaro. Die alles, was ihr das Leben entgegenschleudert mit Humor nimmmt. Wir haben doch oft keine…

aufgelistet: alles, was das Leben leichter macht

Ein paar Dinge, ein paar leichte, die es leichter machen, das Leben. Manchmal verschiebt sich die Perspektive und man denkt, dass wichtig sei, was nicht wichtig ist.  Wie Frauen andere Frauen auf der Straße ansehen. Der kurze Film hat seine Längen, aber einen Satz darin mochte ich so sehr: "And then you have this moment together". Ich sehe manchmal andere Frauen, so Schöne, gut Angezogene und die fallen mir häufiger auf als Männer und dann ist es genau so. Man sieht sich an, freut sich miteinander und hat diesen kurzen Moment. Du weißt, dass ich weiß, dass Du weißt, dass…

aufgelistet: Sonnenaufgang für den Kopf

Ein Fest, das bis in die frühen Morgenstunden ging und dann die Idee noch ans Meer zu fahren. Es auch getan, was den Unterschied macht, denn oft bleibt es allein bei den Worten. Ins Taxi gestiegen und dann saß ich da und konnte dabei zusehen, wie die Nacht sich langsam zurückzieht und an den Tag übergibt. Es passiert nichts auf den ersten Blick und dennoch ist dauernd etwas in Bewegung. Ganz langsam. Der Himmel verfärbt sich. Als würde jemand den Lichtschalter langsam hochdimmen und wie auf einer Leinwand mit Aquarellfarben sanft ein wenig Farbe einfließen lassen. Im Sand gesessen als das kalte, silberne Nachtblau langsam…

aufgelistet: Neugierig staunen

Neugierig. Auf alles und auf jeden. Und staunen können. Wenn ich mir die zwei bewahren kann, dann mache ich mir keine Sorge. Und ich möchte nicht darauf schauen, was es bringen könnte am Ende. Das kommt schon und selbst wenn nicht, ist es auch egal. Einiges, dass mich neugierig und staunen gemacht hat. Alleine. Warum es gut tut, Dinge alleine zu tun. Und warum das zum Auslaufmodell werden könnte. Als ich das erste Mal das Wort "digitale Persönlichkeit" gehört habe, bin ich ein wenig erschrocken. Wer oder was soll das sein? Ob man es merkt wenn sie entsteht? Glücklich sollte sie sein. Das…

und alles nochmal von vorn

Wie man mich sonst mit Wiederholung jagen kann. Wie ich Routine verachte. Wie mir alles Repetitive und dadurch so vorhersehbare zuwider ist. Wie er mein Tod ist, der ewig gleiche Trott. Und wie er mich bei den Jahreszeiten immer wieder begeistert. Weil die Wiederholung des ewigen Kreislaufes auch immer wieder viele erste Male mit sich bringt. Und auf erste Male, auf den Zauber des Neuanfangs lasse ich nichts kommen. das erste Mal wieder den Bikini erst aus- und dann einpacken. Man könnte ihn gebrauchen. Und selbst wenn nicht, zieht damit schon dieses Gefühl, das Badesachen so mit sich bringen, ein. Das nach…

aufgelistet: aneinandergereiht

Angesammelt, nebeneinander gestellt, untereinander, keiner bestimmten Reihenfolge folgend, einziges Kriterium, dass ich sie mochte, die Texte, Bilder, Fragmente. Über Frauen. Und Männer. Schönheit und Sterben. Alles dabei. Ein hübsches Ensemble ergeben sie. Wer gefragt wird, soll antworten. In diesem Falle ich. Frauen in München ansehen, sich kein Bild machen in Berlin. Beides sehr sehenswert.  Frauen in der Kunst von überall aus ansehen. Das Internet macht es möglich. Aber nicht nur ansehen, bitte auch die Texte dazu lesen. Herrlich. Ein Buchprojekt. Über den Tod. Über tausende. Wie es sich anfühlt. Das Verlieren und das danach verloren sein. Und eine Seite. Über das…

aufgelistet: Pausenfutter

Dafür sind Sonntage doch da. Zum zwischendrin anhalten und eine Pause machen. Das Tempo drosseln. Die Welt weiter laufen lassen und etwas lesen, das nicht zielführend ist, keinen direkten und erkennbaren Mehrwert liefert, aber den Horizont erweitert, den Blick schärft, die Richtung justiert. Etwas ansehen, das einfach nur schön ist, zum Weinen schön. Was beim Pause machen helfen könnte, habe ich gesammelt - nicht nur für Sonntags. Ferdinand von Schirach. Wie ich seine Bücher mag. Und diese Filme werden ihnen gerecht, was ja nicht immer gelingt bei Filmen zum Buch. Ein wenig Berlinale für zu Hause. Kurzfilme. 3-Minüter. In die viel reinpasst.…

aufgelistet: berührt

Vielleicht weil es draußen so kalt und kühl und ungemütlich ist oder weil es an Schlaf fehlt, ist die Haut gerade sehr dünn und ich so durchlässig. Und dann berührt mich so vieles. Im Schlechten, aber auch im Guten. Da ist kein Schutzschild mehr. So bin ich angetan wie nie von Schönem, Besonderem, Traurigem. Die kleinen Fundstücke, die von innen wärmen auf diese ihnen ganz eigene Weise. Alles dringt durch. Hängengeblieben ist einiges. eine Ode an das faul sein und alles was daraus erwachsen kann. Die Berliner können es live erleben. Allen anderen bleibt dieses digitale Magazin. ein Woody Allen. Der sich schon mit…

aufgelistet: da will ich hin

Ein paar Tage am Meer gewesen. Nicht am gefälligen, angenehmen, sondern am rauhen.Den Strand auf und wieder abspaziert, Krabben gegessen und Butterfisch, Flensburger dazu, nochmals ans Wasser gegangen, einfach weil man es kann und die Luft so anders ist, so kalt und klar. Vom Wind alle Gedanken wegpusten lassen, den Rest den Wellen überlassen. Wieder hier und das Haus kaum verlassen, eingeigelt und der Januar ist so ein drinnen-Monat, dass schon etwas Besonderes geboten werden muss, um einen vor die Tür zu locken. Aber das wird es. Nicht nur im ersten Monat von 2015, sondern ganzjährig steht einiges an, auf…

aufgelistet: Aufgesammeltes

Lesen, nur noch eine Seite, eine Seite noch. Spazieren gehen, völlig zielllos durch die Straßen schlendern. Faul sein. Exzessiv faul sein. Dem Schnee beim Fallen zusehen. Zurückkehren. Pläne schmieden, träumen, sortieren, aufräumen. Und dabei einiges gefunden, das sich angesammelt hat. Versatzstücke. Zu schade, würden sie nur in meiner Schublade schlummern. Nicht alles wird durchs Teilen besser. Dieses hier schon. Das ist kein politischer Ort. Soll er auch nicht sein. Dafür gibt es andere. Aber diesen Text mochte ich. Weil er differenziert betrachtet, statt einfach zu diffamieren und eine mögliche Antwort ist auf das, was mir Angst macht. Ich muss einfach überhaupt…

Auf die Merkliste für immer

Es gibt viele schöne Sätze in Okka´s Buch. Aber diese haben es mir besonders angetan. Keine Sätze streng genommen, sondern drei Punkte. Sie stammen aus einer Liste mit Dingen, die sie ihrem Kind irgendwann einmal zeigen möchte und diese drei sind so sehr meine. Ich habe sie auch auf meiner Merkliste für immer. Über all den Kleinigkeiten, möchte ich die großen nicht vergessen. Wie grandios Faulheit ist. Und wie grandios es ist, sich anzustrengen. Für das Eigene. Für das, was einem wichtig ist. Egal, wie weit man damit kommt. Dass es nicht darauf ankommt, ob man ein Angsthase ist. Nur auf den Versuch,…

aufgelistet: für den Oktober

Wie ich den Oktober herbeigesehnt habe. Weil ich diesen Monat so mag. Es ist noch warm, so schön satt-warm, aber auch nicht so warm, dass ich raus müsste und es maximal auskosten. Es klingt so langsam aus. Ich bin auf Rückzug gestimmt. Das Größte ist geschafft, Zwischenetappe erreicht und jetzt ist Zeit, um drinnen zu bleiben. Es gibt so viel zu tun dort. Selbstgemachte Pommes sind zu perfektionieren beispielsweise. In der Wohnung kann ich noch das tun, was draußen langsam grenzwertig wird: Schuhe ohne Strümpfe tragen. Und mich endlich wieder in Büchern eingraben, vom Stapel mal das eine und dann das…