Autor: stepanini

aufgelistet: Leichtes, Schweres und irgendwas mittendrin

Leicht gerade so vieles. Nicht jeden Tag, aber an vielen. Nicht, dass es immer gut liefe, aber es zu nehmen, wie es kommt gelingt besser. Empfänglich für so vieles, eine dünne Haut, die vieles durchlässt, aber nicht alles. Ich weiß, dass dieses Balance nicht für immer bleibt, aber so lange sie da ist, genieße ich sie. Und bei all dem und mittendrin: Es hat sich einiges angesammelt. Schlafen. Ich schlafe gern. So gern. Das Bett ist ein feiner Ort. Geschützt vor dem Rest der Welt. Was es mit dem Gehirn macht. Dieser kleine Film. 7 Minuten. Nach denen man die 24 Stunden, die man jeden Tag zur Verfügung hat vielleicht anders sieht. Wie das mit der Liebe so geht. Immer gut zu lesen. Diese Fotoserie über ein Ehepaar, das gleichzeitig an Krebs erkrankte. Setzt so viele meiner Alltagsgedanken wieder in Relation. Erich Fromm über den unglücklichen Menschen. Ich werde nie müde ihm zuzuhören. Zeitlos. Aktueller denn je. Wiederentdeckt: Nina Simone und You von Nils Farm und überhaupt gerade wieder so vieles. Töne, die tiefer gehen. Warum Zeit alleine für …

Montagsdienstagsmögen

Jeden Montag und manchmal auch erst dienstags, wenn die Montage frei und voll und schön waren: Zwei, die ich mag. Es nehmen wie es kommt. Mag ich, werde ich immer besser drin. Ich mag diesen Zirkusblazer, mit dem man bestimmt allem sehr gelassen entgegengehen kann. Ich mag dieses Lied, sehr viele Textstellen darin und besonders diese zwei Zeilen: „Lass Dir vom Rausch die Sinne betören und vom Kater danach das Leben erklären“. Kommt gut in die Woche, was auch immer sie bringt, berauscht, gelassen.

Glück gehabt

„Wie schreibt man über das Glück? Was soll ich über das Glück schreiben, wenn es so einfach und so alltäglich ist, so still und durchsichtig wie: sie lag auf dem Sofa und ich sah sie fast nicht, weil ich mich so daran gewöhnt hatte, dass sie auf dem Sofa lag und sich ausruhte.“ aus: Wider die Natur von Tomas Espedal

für-alle-Fälle-Wünsche

Mal kalt, dann wieder warm, zwischendrin Schnee und auf einmal wieder doch T-Shirt-Wetter.  Nicht, dass ich selbst immer genau wüsste, wonach mir ist, aber während sich Wolken, Sonne und Regen abwechselten, habe ich gesurft und zusammengetragen, was mein Leben schöner machen könnte. Für alle Fälle. Streifenshirt {1} oder mit Spitze. Zeitlos. #teamstripes sorgt zuverlässig für mehr Instagram-Follower. Hängende Blumen {2} finde ich gerade so schön. #urbanjungle. Egal, so schön. Schlieren- oder Kleckseteller {3}. Nie verkehrt. Streifenkleid {4} Siehe oben. Neue Gummistiefel {5}. Meine verloren. Was ich zum Anlass nehme, statt schwarzen dieses Mal blaugraue zu wählen. Easy peasy und soll sehr lecker sein. {5} Nur Gutes gehört von diesem Buch. Teppich für draussen {6}. Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Aber seit ich Outdoor-Teppiche entdeckt habe (und dass Hängematten auch auf kleine Stadtbalkone passen) habe ich ein neues Lieblingszimmer. Freiluft. Streifenrock {7} Siehe Punkt 1 und Punkt 4. Sneaker {8} Ja, in rosa. Weiß kann jeder. #teampink Jeansjacke {9} Muss sein. Und meine letzte ist irgendwo abhanden gekommen. Sandalen {10}. Schuhe haben eine magische Wirkung. Ich bin …

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Das Gefühl es raus zu haben. Oh, wie gut sich das anfühlt. Mag ich. Ich mag eine Schaukel im Wohnzimmer. Mich in Höhen erheben oder wenigstens ein wenig hin- und herwiegen, wenn ich von diesem Gefühl es verstanden zu haben, wieder einmal sehr weit entfernt sein sollte. Was wäre das toll. {Mir fällt übrigens gerade diese Installation ein und wie gerne ich sie live gesehen hätte}. Ich mag dieses Lied. Was eine Stimme. „Won´t you just hold me, like when we were 16?“ singt er. Ein verdammt gutes Gefühl, auch wenn man bereits volljährig ist. Kommt leicht, beschwingt und gut in die Woche.

Rosmarin- und Thymianmandelbrot

Was übrig bleibt, muss nicht schlecht sein. Auf meinem kleinen Balkon haben Thymian- und Rosmarinreste das geschafft, was ich nicht vermutet hätte: Sie haben nicht nur den gesamten Winter, sondern auch jüngste Kälteeinbrüche überlebt. Ich verneige mich vollster Hochachtung vor diesem Wunder der Natur. Nur den Sommer wird ein Teil nicht mehr sehen. Denn sie wurden sie zu Brot verarbeitet. Brot oder Kuchen, das kann man so genau nicht sagen. Genauso wenig wie welche Kräuter dann schließlich und endlich doch drin gelandet sind. Rosmarin-Thymian-Mandelbrot {von hier kopiert} 4 Eier 2 1/2 Teelöffel Kokosöl 1 Teelöffel Apfelessig 1 1/2 Teelöffel Honig 2 1/4 Tassen gemahlene Mandeln 1/4 Tasse geschrotene Leinsamen 1/2 Teelöffel Meersalz 1 Teelöffel Backpulver Thymian, Rosmarin und alles, was der Garten so übriggelassen hat Den Ofen auf 170 Grad vorheizen und eine Backform fetten. Die Eier verschlagen, Apfelessig und Honig unterrühren. Das Mandelmehl, die Leinsamen, Salz, Backpulver untermischen. In die Form geben und die Kräuter draufstreuen. Für etwas mehr als 20 Minuten im Ofen backen. Das Brot schmeckt am ersten Tag am besten. Leicht getoastet mit Honig. Wenn nichts anderes übrig bleibt, …

Ostermontagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Was bitte gibt es nicht zu mögen an einem Montag, der sich wie ein Sonntag anfühlt? Ich mag Pfingstrosen. Ich mag dieses schöne Frühlings-Sommer-Kochbuch von Sunday Suppers. Ich mag dieses ruhige Sonntagslied. Und seine Stimme. Ich mag, dass es gerade sehr viel zu mögen gibt.

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Ich mag dieses Bild von Georg Bernhard Shaw. Hang loose always. Es hört nie auf. Ich mag diesen Blouson. Oder diesen. Es kehrt alles wieder. Ich mag dieses Lied. „On a train ride from some place bad, to some place little better.“ So fängt es an.

Keine Kompromisse: Schokoriegel

Kompromisse geht man schon genug ein im Leben. Diese Schokoriegel oder Kuchenstücke sind gesund und lecker. Was eine feine Kombination ist. Sehr schnell gemacht außerdem und mit Zutaten, die man zu Hause hat. Kompromisslose Schokoriegel Bei Frau Gold entdeckt, die diese Variante abgewandelt hat, die ich dann auch nochmals variiert habe. Everything is a remix, weiß der versierte Internetnutzer. Für den Boden: 1 Tasse Mandeln 1 Tasse Datteln Prise Meersalz Für den Belag: 1/2 Tasse Cashewbutter 1/2 Tasse Kokosnussöl 1 Tasse Datteln 2-3 Teelöffel Kakaopulver etwas Zimt und etwas Kardamon, Vanille ordentlich Kakaonibs zum Bestreuen Die Mandeln im Mixer fein mahlen, dann die Datteln dazu und so lange zerkleinern bis eine feste Masse entsteht. Auf Backpapier ausstreichen und für ein paar Stunden in den Kühlschrank geben. Cashewbutter (man kann auch Cashews einweichen für ein paar Stunden und dann in den Mixer geben – gleicher Effekt) mit den Datteln, Kokosöl, Kakao und Gewürzen im Mixer zerkleinern und mischen. Auf den Boden geben, Kakaonibs obendraufstreuen und nochmals in den Kühlschrank.

aufgelistet: After-Sun

Es ist so herrlich warm und alles strömt nach draussen. Ein wenig etwas für die ruhigen Abendstunden, fürs Heimkommen nach sonnengetränkten, faulen Tagen, wenn die Haut so gut riecht nach Meer, auch wenn es weit weg ist und man nicht wirklich müde, aber so ein wenig matt ist. After-Sun quasi. Dieser Beitrag von Anna: Der so vieles meines Unwohlseins auf den Punkt bringt und zudem ich laut schreien möchte, Ja, Ja, Ja. Genau so. „Ich habe keine Lust zu verzweifeln. Ich habe auch keine Lust auf Female Empowering. (Es sollte auch besser heißen: World Empowering!) Ich will das alles gar nicht sehen. Ich will das alles gar nicht hören. Ich will einfach nur das machen, was jeder Mensch in der Lage ist zu tun und zu sein: ein Mensch. Ein lebendiger Mensch mit allen Sinnen. Als Frau. …  habe ich noch nicht ansatzweise das Potential ausgeschöpft, das in mir steckt. Ich habe noch nicht einmal angefangen zu zeigen, was ich kann. ….“ Everything happens for a reason. Oder auch nicht: Was man lieber nicht getan hätte. Ich habe aus …

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Ich weiß nicht, wer es gesagt hat. Aber das der- oder diejenige Recht hat, weiß ich. Mag ich. Immer suchen. Ich liebäugle mit diesen himmelblauen Sneaker. Auf dem Boden bleiben. Ich mag dieses Lied. Passenger seat. So gut. Nicht auf dem Beifahrersitz des Lebens landen. Kommt gut in die Woche.

Sag doch was ist

Sie ist gerade erst sieben geworden. Auf dem Weg zur Schulaufführung gibt sie ihrer Mutter die sehr präzise Anweisung: „Stell Dich weit nach vorne. Wenn ich Dich sehen kann, bin ich mutiger.“ Wann genau geht das verloren, frage ich mich. Dieses klare Aussprechen, was wir vom anderen gerade brauchen und wünschen. Kleine Babies schreien, weil sie müde sind oder hungrig oder alles zusammen. Sie wissen zwar nicht, was sie gerade brauchen, aber sie tun laut und eindeutig kund, dass es so wie es ist, gerade nicht gut ist. Und dann kommt ein Alter, in dem klar und nicht weniger lautstark gesagt wird, was man will: Ein Eis. Kuscheln. Noch nicht einschlafen. Irgendwann kommt beides abhanden. Das Wahrnehmen und Eingestehen, dass es so wie es ist, uns gerade nicht gut tut. Und auf den Punkt zu bringen und klar zu benennen, was der andere tun kann, um die Situation für uns zu verbessern. Stattdessen lugt mühsam und undurchsichtig versteckt hinter diffusen Erwartungen, harten Anschuldigungen oder auch mal dem Knallen von Türen etwas hervor, dass nicht artikuliert wird, auch wenn …

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Sommerzeit ist Hängemattenzeit. Ich mag beide so sehr. Ich mag es anzusprechen, auszusprechen, was ich fühle, denke, meine, sehe. Und diesen schönen Reminder für die Fälle, in denen ich es vergesse. Ich mag dieses Tanzlied. Kommt gut in die Woche.

schutzlos ausgeliefert

Das Bild auf dem Umschlag ist von Peter Hujar. Es heißt „orgasmic man“ und zeigt genau das: Einen Mann während des Orgasmus. Der Fotograf hat die wenigen Sekunden, in denen ein Mann sein eigenes Bild nicht unter Kontrolle hat, in denen er in keine Posen verfallen, sondern völlig schutzlos und verletzlich ist, festgehalten. Es gäbe keinen passenderen Einband für das Buch Ein wenig Leben. Ein Buch, das von vier Männern handelt, die sich am College kennenlernen und das von ihrer lebenslangen Freundschaft erzählt. Davon, wie das Gefühl als Kind nicht gewollt zu sein, einen bis ins Erwachsenenleben verfolgt und gegen alle Fassaden, die man aufbaut und äußerlichen Schutzräume, die man schafft immer wieder an die Oberfläche schwappt. Es gibt ein Gedicht von Yrsa Daley-Ward, an das ich beim Lesen manchmal denken musste. „Loving someone who hates himself is a special kind of violence. A fight inside the bones. A war within the blood.“ Es ist ein Buch, das in einem kämpft. Ein wenig Leben handelt von einem, der sich selbst zerstört, der Glück nicht zulässt, weil es nicht sein darf. Dem es …