Author:

stepanini

Raus damit

In der Diskussion um 40 Stunden-Wochen, maximale Effizienz und Work-Life-Balance, um Urlaubsanspruch, Erfolg, Selbstverwirklichung, im Rennen ums gesehen werden, fällt das was Arbeit ist und was Arbeit auch sein könnte unter den Tisch. Eine Ausdrucksform. Oder wie Keith Jarret es nach dem Köln Concert einmal formuliert hat: "Wenn die Musik schon in dir ist, dann sollst du sie gefälligst auch spielen." MerkenMerken…

aufgelistet: Irgendwas Gutes

Alles gesammelt, was mich nachdenklich gestimmt, fröhlich gemacht, anders zurückgelassen hat. Eingefangen, was mir gefiel. "Für irgendwas wird es schon gut sein" hat meine Oma immer gesagt. Wenn ein Mensch lebt. Was ein schönes Lied. Alt aber gut. "Nein, es wird nicht wieder gut". Über das Begleiten am Ende. Noch ein Lied. Bin verliebt. How to enjoy life Dieses Interview: "Ich hatte keine große Lust mehr aufs Rechthaben." Ein guter Film: "Die letzte Reise" Gelesen und so gemocht. Das Studium der Philosophie mit 47 und nach 36 Semestern beendet. "Ich denke, dass ich es irgendwie schaffen kann." Noch mehr Verluste. Ein…

Dienstagsmögen

Jeden Montag oder Dienstag: Zwei, die ich mag. "Eines Tages werden wir beide alt geworden sein und nichts wird aufgebraucht sein von allem, was wir verschwendet haben." Immer noch mein Lieblingssatz von Wolf Wondratschek, den ich sehr mag. Ich mag diese Kette von Frau Sieben. Ich mag dieses Shirt. Ich mag dieses Lied. Lost in the light.…

Ideenexplosion und Energieinjektion

So viel im Kopf gerade. So viele Ideen. So viel Lust etwas zu machen, es anders zu machen, neu, aufregend. Eine ganze Zeit lang war mir nach nichts. Nach nichts außer höhlen, wie ich es nenne. Zurückgezogen in mich und meine vier Wände nur mit mir sein und mit Büchern. Das Draußen draußen sein lassen. Und dann kam sie wieder. Die Freude am Tun. Vor lauter Ideen und Anfängen wusste ich gar nicht wo anfangen. Also erst einmal backen. Backen geht immer. Energiebomben. Energiebomben 600 Gramm Dateln 75 Gramm Quinoa und ein wenig mehr zum Drinkugeln später 75 Gramm Sesam…

Von kleinen Dingen, Widersprüchen und gern haben

Manche Menschen kennen mich nicht. Ich sie auch nicht. Ich wäre gerne mit ihnen befreundet. Ich glaube, wir würden uns blendend verstehen. Stalken ist dank Instagram gesellschaftsfähig. Ich folge Menschen. Menschen, denen ich noch nie begegnet bin. Ich finde sie unumwunden toll. Diese Schuhe, dieser Witz in den Bildunterschriften, die Art, wie sie ihre Haarbänder trägt. Ich sehe etwas und schließe darauf auf den ganzen Menschen. Das kann schief gehen, oft aber auch gut. Das ist kein Widerspruch. Es sind die kleinen Dinge. Ich habe es zuerst von hinten gesehen. Das Buch. Ein Satz: "Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen…

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Was gibt es nicht zu mögen an einem Montag, dem einfach so zwei freie Tage folgen? Eben. Dankbar sein. "Feeling gratitude and not expressing it is like wrapping a present and not giving it". Diesen und viele weitere großartige Sätze und Lehren gibt es in diesem Vortrag. Wie ich diese Frau nicht nur mag, sondern bewundere. Ich mag diesen Stuhl. So schlicht, so elegant. Ich mag diese Version des Klassikers. Meine Lieblingszeile "You can´t start a fire without a spark" klingt dort gleich nochmals schöner. Den noch so kleinsten Funken Leidenschaft nehmen, dankbar sein, das…

Tröstlich

Trostessen. Als Kind durfte ich mir sich etwas zu essen wünschen, wenn ich krank war. "Was soll ich Dir kochen?" ist heute noch die Frage, wenn ich meine Eltern besuche. Vanillepudding heilt keine Wunden. Es ist nicht wissenschaftlich belegt, dass Pfannkuchen Fieber senkt oder Matjes mit Salzkartoffeln Familiendynamiken außer Kraft setzt. Aber vielleicht muss es das auch gar nicht. Vielleicht reicht es, wenn es einfach nur ein wenig gut tut. An allen Tagen. Nicht nur den kranken oder denen der Heimkehr. Wenn ein Gericht eine Belohnung dafür ist, dass man es redlich und ordentlich durch diesen Tag geschafft hat, zwar…

worum es geht

»Es geht nicht um Kunst, auch nicht um bloßes Können. Es geht um das Leben, und darum, für das Leben eine Sprache zu finden.« Pina Bausch…

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Ich mag diese feine Linie. Dachte ich als ich heute Morgen dieses Interview mit Melanie Garanin bei Indre gelesen habe. Das ist klug, aber nicht überheblich. Das ist sehr auf den Punkt, aber nicht abgehoben. Das war so gut zu lesen. Ich mag es der Intuition zu vertrauen. Ich mag diesen grauen Mantel. Ich mag dieses Lied. Ich mag Farbe in all dem Grau. Kommt gut in die Woche.…

Erinngerung: Gleich zwei Mal

"Nicht müde werden sondern dem Wunder leise wie einem Vogel  die Hand hinhalten." hat Hilde Domin geschrieben. Und wenn noch Zweifel bestehen eines meiner liebsten Lieder hören, eines der ruhigen, der guten. Auch wegen dieser Zeilen: "I set the alarm clock ready for another day at work Another day in life's great adventure It's no small wonder"…

Sachunterschätzung und ihre Folgen

Ich komme aus einer Kleinstadt. Was das bedeutet, können nur Menschen nachvollziehen, die auch in einer groß geworden sind. Es mag einen Anklang haben von den Erzählungen unserer Eltern "wir hatten ja nichts damals", aber es ist wahr.  Es wurde nicht viel geboten. Die Auswahl war begrenzt, weswegen es auch auf einen Führerschein hinzufiebern galt oder wenigstens mit Menschen befreundet zu sein, die einen ebensolchen besaßen. Weil dann kam man raus. Dann gab es neben Marktplatz, Waldrand und Café Muck noch weitere Optionen um den Abend zu gestalten. Eng kam es mir vor und nach der Schule wollte ich nur…

Regenwolkensuppe

Für Regentage. Und alle anderen. Blumenkohl 600 Milliliter Hafermilch Schuss Weißwein 1 Limette 3 Schalotten 2 Teelöffel Pistazienöl Muskatnuss eine Handvoll Buchweizen Curry Den Blumenkohl klein schneiden, Schalotten schälen und anbraten. Mit Hafermilch und etwas Weißwein ablöschen. Salzen, pfeffern und Muskatnuss dazugeben. Mit Schale und Limettensaft nachwürzen. Alles pürieren. Derweil den Buchweizen mit dem Curry anbraten bis er kross ist. Auf die Suppe tröpfeln. Den Regen Regen sein lassen. MerkenMerken MerkenMerken MerkenMerken MerkenMerkenMerkenMerken MerkenMerken…

Montagsmögen

Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Ich mag die Illustrationen von Melanie Garanin. Ihre Kerzentiere, kann man erwerben und sich ansonsten an all ihren Alltagszeichnungen erfreuen. Diese hier bedeutet mir besonders viel. Und ich mag das neue Buch von Okka Rohd. Herdwärme.…

aufgelistet: Kopffreimacher, Herzerweiterer und Nichtstuerlauber

Eine Liste zu schreiben ist schon halb erledigt. Kein richtiges Deutsch, stimmt trotzdem. Wenn ich es aufgeschrieben habe, muss ich nicht mehr dran denken, mich nicht mehr sorgen, dass ich etwas Überlebenswichtiges vergessen könnte und der Kopf ist frei für die anderen wichtigen Dinge. Dasitzen, träumen, schweigen, nichts tun. Im Bett liegen, Eis essen, in Büchern zu blättern, ein wenig dösen und einfach noch mehr nichts tun. Dann ist irgendwann auch die große Lust wieder da etwas zu machen. Das Dumme an Vorurteilen, den Bildern, die wir im Kopf haben von Männern, Frauen, von dem was richtig und was falsch…

Der Sommer geht in die Verlängerung

Meine Oma hat immer "eingeweckt". Weckgläser finden sich ja heute in jedem guten Hipster-Cafe, aber die dazugehörige Einmachtradition lies sich leider nicht hinüberretten. Schade. Denn mit ihnen lässt sich der Sommer ein wenig verlängern und die Aprikosen bis in den Herbst hineinretten. Eingelegte Aprikosen (aus: Die grüne Stadtküche) 500 Gramm Aprikosen 300 Gramm Rohrzucker 200 Milliliter Weißweinessig 1 Stange Zimt 1 Teelöffel Senfsaat 1 Anisstern Für die Pasta mit Pinienkernen, eingelegten Aprikosen und Fetaziegenkäse. Einfach Pasta kochen - die Muschel-förmigen sehen am schönsten aus -, abseihen, Pinienkerne anbraten, eingelegte Aprikosen und Fetaziegenkäse drüberstreuen. Salzen und Pfeffern eh klar. Abschied nehmen.…